2026-10-20Rubrik Berlin Lokal

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Veranstaltungen & Kultur

Gedenken am Mahnmal Gleis 17 zum 85. Jahrestag der Berliner Deportationen

Gedenken am Mahnmal Gleis 17 zum 85. Jahrestag der Berliner Deportationen

📅 2026-10-19 | 🔗 Quelle: Berliner Morgenpost

Am Sonntag, dem 18. Oktober 2026, wurde am Mahnmal Gleis 17 am S-Bahnhof Grunewald der Opfer der Deportationen gedacht, 85 Jahre nach dem ersten sogenannten Osttransport am 18. Oktober 1941. Damals wurden rund 1000 Berliner Jüdinnen und Juden ins Ghetto Lodz im besetzten Polen deportiert, der Auftakt der systematischen Deportationen aus Berlin. Unter den Gästen waren der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Stephan Harbarth, außerdem der israelische Botschafter Ron Prosor, der über den Antisemitismus von heute sprach. Die Veranstaltung organisiert seit 2012 die Ständige Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum mit dem Land Berlin, der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, der Israelitischen Synagogen-Gemeinde Adass Jisroel und der Deutsche Bahn Stiftung. Gesprochen wurden das Totengebet El Male Rachamim und das Kaddisch, Schülerinnen und Schüler aus Potsdam trugen eigene Beiträge bei, zum Abschluss wurden weiße Rosen niedergelegt. Ab Herbst 1941 wurden von diesem Gleis rund 10.000 Jüdinnen und Juden deportiert, die meisten davon ermordet. Das 1998 eingeweihte Mahnmal nennt auf 186 Stahlgussplatten Datum und Ziel jedes Transports. Harbarth mahnte, öffentliches jüdisches Leben sei in Deutschland noch immer nur unter Polizeischutz möglich.

Zeiss-Großplanetarium zeigt Weltpremiere „Juwelen des Kosmos“

Zeiss-Großplanetarium zeigt Weltpremiere „Juwelen des Kosmos“

📅 2026-10-19 | 🔗 Quelle: morgenpost.de

Im Zeiss-Großplanetarium in Prenzlauer Berg feiert am 3. November die neue Kuppelshow „Juwelen des Kosmos“ Weltpremiere. Sie verbindet Aufnahmen der Weltraumteleskope James Webb und Hubble mit der Geschichte des Universums und dauert 55 Minuten. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Die Stiftung Planetarium Berlin plant, das live moderierte Programm künftig auch in der Archenhold-Sternwarte im Treptower Park zu zeigen. Das Zeiss-Großplanetarium hatte 2025 nach eigenen Angaben über 370.000 Gäste und war damit Deutschlands meistbesuchtes Planetarium.

Berliner Bäder feiern 30. Geburtstag mit Langer Nacht des Schwimmens

Berliner Bäder feiern 30. Geburtstag mit Langer Nacht des Schwimmens

📅 2026-10-19 | 🔗 Quelle: morgenpost.de

Zum 30. Geburtstag der Berliner Bäder-Betriebe findet am Freitag, 30. Oktober 2026, die „Lange Nacht des Schwimmens“ statt. In 15 Schwimmhallen und einem Freibad sind die Öffnungszeiten teilweise bis zwei Uhr verlängert, einige bieten zusätzlich Sauna an; der normale Eintritt gilt. Im Sommerbad Kreuzberg, am letzten Saisontag bis 22 Uhr geöffnet, zahlen Gäste an diesem Tag 20 Prozent weniger. Dort stehen zwei Fass-Saunen mit 85 und 95 Grad bereit. In der Traglufthalle des Kombibads Seestraße ist eine Lichtinstallation geplant.

Ausstellung „Umstrittene Verwandtschaft“ im Deutschen Historischen Museum

📅 2026-10-18 | 🔗 Quelle: rbb24

Im Pei-Bau des Deutschen Historischen Museums in Berlin ist bis zum 11. April 2027 die Ausstellung „Umstrittene Verwandtschaft – Koloniale und nationalsozialistische Gewalt“ zu sehen. Kuratiert hat sie der Historiker Stephan Malinowski, der 2014 mit einem Gutachten zum Haus Hohenzollern und den Nationalsozialisten eine Debatte auslöste und 2022 den Deutschen Sachbuchpreis erhielt. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro; Besucherinnen und Besucher bis 18 Jahre zahlen nichts.

Neuköllner Bibliothek: Kinder üben Lautlesen mit Begleithund

📅 2026-10-19 | 🔗 Quelle: Tagesspiegel Checkpoint

In der Helene-Nathan-Bibliothek in der Karl-Marx-Straße in Neukölln können Kinder samstags Lautlesen üben, mit jemandem, der sie nicht kritisiert, unterbricht oder auslacht. Dabei ist der ausgebildete Begleithund Chess anwesend, der beim Vorlesen gekrault werden darf und zum Abschied ein Leckerli bekommt. Die Angaben stammen aus dem Checkpoint vom 19. Oktober 2026.

Verkehr & Infrastruktur

Nach Signalstörung fährt die S-Bahn-Ringbahn wieder weitgehend normal

📅 2026-10-19 | 🔗 Quelle: rbb24

Nach Signalstörungen an den Bahnhöfen Frankfurter Allee und Südkreuz soll der S-Bahn-Verkehr wieder weitgehend normal laufen, wie ein S-Bahn-Sprecher am Montagmittag dem rbb mitteilte. Seit 4.48 Uhr am Montag hatte es Verspätungen und Zugausfälle gegeben, betroffen waren die Ringbahn-Linien S41 und S42 sowie die S46, S47, S8 und S85. Auf dem Ring fuhren die Züge zeitweise nur alle zehn Minuten. Die S47 verkehrte nur zwischen Spindlersfeld und Tempelhof, die S85 nur zwischen dem Flughafen BER und Schöneweide. Fahrgäste sollten zwischen Schöneweide und Bornholmer Straße die S8 nehmen und von dort bis Frohnau die S1.

Kreuzung Roedernallee/Teichstraße in Reinickendorf fünf Tage lang für Autos gesperrt

Kreuzung Roedernallee/Teichstraße in Reinickendorf fünf Tage lang für Autos gesperrt

📅 2026-10-19 | 🔗 Quelle: berlin.t-online.de

Die Kreuzung Roedernallee/Teichstraße/Lindauer Allee an der U-Bahnstation Paracelsus-Bad ist seit Montag, 7 Uhr, für Autos gesperrt, voraussichtlich bis Freitag, 23. Oktober 2026, am Nachmittag. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt begründet den Umbau mit einer auffälligen Häufung von Unfällen an dieser Stelle. Autofahrer müssen den Bereich weiträumig umfahren, Umleitungen sind ausgeschildert; BVG-Busse können die Kreuzung weiterhin passieren, Fußgänger und Radfahrende sind nicht betroffen. Für Radfahrende wird an allen Zufahrten das indirekte Linksabbiegen eingeführt: Sie fahren geradeaus, warten im markierten Aufstellbereich und biegen in einer eigenen Ampelphase ab. Die rund 20 Jahre alte Ampelanlage wird komplett erneuert und erhält akustische Signalgeber für blinde und sehbehinderte Menschen, Video- und Wärmebildkameras sowie eine Funkeinheit, über die sich BVG-Busse anmelden und bevorzugt grüne Wellen erhalten können.

Bis Freitag fallen auf der RE1 zwischen Berlin und Fürstenwalde auch tagsüber Züge aus

📅 2026-10-19 | 🔗 Quelle: rbb24

Pendler zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) müssen in dieser Woche mit Zugausfällen rechnen, die bisher vor allem nachts stattfanden und nun auch tagsüber auftreten. Die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (Odeg) teilt mit, dass bis Freitagnacht mehrere RE1-Züge zwischen Fürstenwalde, Erkner (Oder-Spree) und dem Berliner Ostbahnhof entfallen. Als Grund nennt die Odeg Bauarbeiten der Deutschen Bahn InfraGO AG. Zwischen Fürstenwalde und Erkner ersetzen Busse die ausfallenden Züge, mit Halt in Fangschleuse und Hangelsberg; zwischen Berlin und Erkner sollen Fahrgäste auf die S-Bahn ausweichen. Pro Stunde fährt weiterhin mindestens ein RE1 planmäßig und ohne Umstieg zwischen Berlin und Frankfurt (Oder). Bis Ende November kommen weitere Einschränkungen hinzu: Züge Richtung Frankfurt (Oder) können den Bahnhof Berkenbrück bis zum 28. November nicht anfahren, Fahrgäste steigen in Fürstenwalde (Spree) in den Ersatzbus um.

Im Harzer Kiez in Neukölln entstehen 120 neue Fahrradplätze und mehr Querungshilfen

Im Harzer Kiez in Neukölln entstehen 120 neue Fahrradplätze und mehr Querungshilfen

📅 2026-10-19 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

Das Neuköllner Bezirksamt lässt im Harzer Kiez an 13 Standorten neue Fahrradbügel installieren, die Platz für insgesamt 120 Fahrräder bieten. Die Bügel stehen vor allem an Kreuzungen, damit parkende Autos dort die Sicht weniger behindern. An neun der 13 Standorte kommen zusätzliche Querungshilfen hinzu, die das Überqueren der Straßen erleichtern sollen. Die Umsetzung soll bis Ende Oktober 2026 abgeschlossen sein. Die Kosten betragen insgesamt 68.000 Euro; drei Viertel davon stammen aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundesverkehrsministeriums, das verbleibende Viertel finanziert die Senatsverwaltung. Im Umfeld ist außerdem ein gemischt genutztes Quartier mit rund 200 Wohnungen am Kiehlufer 83–85 geplant, auf einer teilweise brachliegenden Gewerbefläche.

Wirtschaft

Kaufland verkaufte in Berlin zurückgerufene Babynahrung weiter

Kaufland verkaufte in Berlin zurückgerufene Babynahrung weiter

📅 2026-10-19 | 🔗 Quelle: berlin.t-online.de

Kaufland hat Säuglingsnahrung mehrerer Marken erneut zurückgerufen, nachdem einzelne Filialen die Produkte weiter verkauft hatten. Betroffen sind Aptamil, Milumil und Beba; sie hätten bereits Anfang des Jahres aus dem Handel genommen werden sollen. Die Berliner Verbraucherzentrale nennt den Vorfall einen Skandal. Ursache ist eine Verunreinigung mit Cereulid, einem Giftstoff des Bakteriums Bacillus cereus, der Erbrechen und Durchfall auslöst, besonders gefährlich für Säuglinge unter sechs Monaten. Eltern sollten Chargennummer und Mindesthaltbarkeitsdatum prüfen; die betroffenen Chargen listet Kaufland in zwei aktuellen Mitteilungen. Den Kaufpreis erstattet Kaufland auch ohne Kassenbon. Bei Symptomen nach dem Verzehr sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Die Kaufland-Hotline ist unter 0800 1528352 erreichbar.

BEW bohrt in Marzahn zwei Kilometer tief nach Erdwärme

📅 2026-10-19 | 🔗 Quelle: rbb24

Die BEW Berliner Energie und Wärme GmbH hat vom Land Berlin den Zuschlag für eine Geothermie-Bohrung im nordöstlichen Stadtgebiet erhalten, wie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt am Montag mitteilte. Am Kraftwerkstandort Marzahn soll eine erste Explorationsbohrung bis etwa 1.950 Meter Tiefe niedergebracht werden, um vier thermalwasserführende Schichten, sogenannte Aquiferen, zu erschließen und zu untersuchen. Insgesamt sind sieben Teilgebiete für Bohrungen vorgesehen. Die erste Anlage soll laut Plänen der BEW im Jahr 2031 in Betrieb gehen. Ursprünglich waren zwölf Bohrungen in Berlin geplant; dafür fehlt dem Land jedoch das Geld.

Wissenschaft & Bildung

Charité eröffnet in Wedding das Berlin Center for HIV Cure

Charité eröffnet in Wedding das Berlin Center for HIV Cure

📅 2026-10-19 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

In Berlin-Wedding hat die Charité das Berlin Center for HIV Cure (BeCURE) eröffnet, das neue Ansätze zur Behandlung und Heilung von HIV untersucht und in klinischen Studien erprobt. Untergebracht ist es im Forschungsbau „Der Simulierte Mensch“ auf dem Campus Virchow-Klinikum, der bereits im April 2026 eröffnet wurde. Im Mittelpunkt stehen Antikörper-, Immun-, Zell- und Gentherapien, die das Virus entweder aus dem Körper entfernen oder langfristig ohne Medikamente kontrollieren sollen; erste Antikörperstudien sind laut Charité bereits angelaufen. Menschen mit HIV aus Berlin und Umgebung sollen Zugang zu Studien mit neuen Behandlungen erhalten, und ein Community Collaboration Board bindet Betroffene in die Forschung ein. Das Studienzentrum trägt den Namen „Brown-Kahlert-Studienzentrum“ zu Ehren der beiden an der Charité geheilten Patienten Timothy Ray Brown und Thomas Kahlert. Nach Angaben der Charité gelten weltweit bislang 13 Menschen als von HIV geheilt, die bisherigen Fälle lassen sich wegen der belastenden Stammzelltransplantation aber nicht ohne Weiteres übertragen.

Stadtentwicklung & Wohnen

Brandenburger Tor bekommt neue LED-Fassadenbeleuchtung

📅 2026-10-19 | 🔗 Quelle: rbb24

Das Brandenburger Tor in Berlin-Mitte erhält eine neue, sparsamere Fassadenbeleuchtung. Die Berliner Immobilienmanagement GmbH (Bim) teilte am Montag mit, dass die Anlage aus dem Jahr 2002 durch LED-Lampen ersetzt wird, weil sie zunehmend störanfällig ist und Ersatzteile kaum noch verfügbar sind. Insgesamt werden 281 Leuchten ausgetauscht, die Modernisierung kostet rund 1,2 Millionen Euro. Die neue Technik soll bis zu 40 Prozent weniger Energie verbrauchen, am nächtlichen Erscheinungsbild soll sich nichts ändern. Die Bauarbeiten beginnen am Dienstag, Teile des Tors werden dabei abgesperrt; der mittlere Durchgang bleibt nutzbar und wird nachts ebenfalls beleuchtet. Anfang Dezember soll die neue Lichtanlage in Betrieb gehen.

Babyboomer-Häuser: Studie sieht geringes Angebot für junge Berliner Familien

Babyboomer-Häuser: Studie sieht geringes Angebot für junge Berliner Familien

📅 2026-10-19 | 🔗 Quelle: Berliner Morgenpost

Eine Studie des Kölner Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Verbands der Sparda-Banken untersucht, wie viel Wohnraum die Babyboomer in Berlin frei machen könnten. Eigentümer ab 65 Jahren besitzen demnach rund 93.000 Häuser und Wohnungen in Berlin, denen rund 434.000 Mieter zwischen 30 und 44 Jahren gegenüberstehen. Das latente Angebot deckt die potenzielle Nachfrage nur zu etwa 21 Prozent, mit dem Umland zu 28 Prozent. Damit liegt Berlin unter 70 untersuchten Großstädten nur knapp vor Leipzig auf dem vorletzten Platz, mit Umland auf dem letzten. Der Angebotsüberhang konzentriert sich zudem auf ländliche Regionen, wo die Immobilien häufig nicht gebraucht werden. 37 Prozent der Eigentümerhaushalte ab 65 halten ihre Wohnung für zu groß, während 35 Prozent der jüngeren Mieter ihre Wohnung für zu klein halten. Florian Rentsch, Chef des Verbands der Sparda-Banken, nennt den Begriff Silver Tsunami überzogen; der demografische Wandel schaffe zusätzliches Angebot, aber häufig nicht dort, wo die Nachfrage hoch ist.

Am Checkpoint Charlie beginnt der Umbau des leerstehenden Hotels Pariser Hof

Am Checkpoint Charlie beginnt der Umbau des leerstehenden Hotels Pariser Hof

📅 2026-10-18 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

Das seit Jahren leerstehende ehemalige Hotel „Pariser Hof“ an der Friedrichstraße 209 in Berlin-Kreuzberg ist eingerüstet, der Umbau hat begonnen, die Eröffnung als Hotel ist für 2028 geplant. Eigentümerin ist die Berlinhaus Verwaltung GmbH aus der Prajs-Drimmer-Gruppe; sie plant 22 Doppelzimmer und 37 Suiten. Nach Plänen des Büros SMAP sollen Dach, Eckturm und Fassaden in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde nach historischem Vorbild rekonstruiert werden; der Turm war im Krieg zerstört und beim vereinfachten Wiederaufbau 1951 bis 1953 nicht zurückgekehrt. Im Erdgeschoss sollen zwei gastronomische Betriebe und ein Spätkauf einziehen. Wer das Hotel betreibt und wie hoch die Investitionskosten sind, ist noch nicht öffentlich bekannt. Nach dem Auszug einer Substitutionsambulanz 2021 stand das Haus leer; die ursprünglich geplante Büronutzung hat die Eigentümerin verworfen.

Covivio will mit 030BLN und Park Inn den Alexanderplatz in Berlin-Mitte verändern

Covivio will mit 030BLN und Park Inn den Alexanderplatz in Berlin-Mitte verändern

📅 2026-10-18 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

Der Immobilienkonzern Covivio plant rund um das Hochhaus 030BLN und das Hotel Park Inn am Alexanderplatz mehr Gastronomie, Sitzmöglichkeiten und Grün, damit Menschen länger bleiben, statt den Platz nur zu durchqueren. Das 030BLN wird rund 130 Meter hoch und erhält eine rund 2.500 Quadratmeter große Dachterrasse. Zwischen Neubau und Hotel soll bis 2029 eine begrünte Passage entstehen, die Alexanderplatz und Alexanderstraße verbindet. Für den Umbau des Park-Inn-Sockels mit begrüntem Atrium und neuem Haupteingang zur Alexanderstraße steht die konkrete Gestaltung noch nicht fest. Das Baukollegium verlangte Änderungen und unterstützt die Passage ausdrücklich, bei weiteren Teilen fordert es Überarbeitungen; ein konkurrierendes Qualifizierungsverfahren soll folgen. Covivio-Geschäftsführerin Katharina Greis beschreibt das im Podcast „Metropole im Wandel“ von ENTWICKLUNGSSTADT.

Nach Kohlenmonoxid-Tod in Nikolassee: Vergleich mit der Deutsche Wohnen über 423.900 Euro

Nach Kohlenmonoxid-Tod in Nikolassee: Vergleich mit der Deutsche Wohnen über 423.900 Euro

📅 2026-10-19 | 🔗 Quelle: taz.de

Die 24-jährige Elena West starb am 24. Februar 2022 in einer Wohnung in Nikolassee an einer Kohlenmonoxidvergiftung, die aus einer defekten Gastherme im Heizungskeller des Mehrfamilienhauses austrat. Die Staatsanwaltschaft hat im Juni 2026 Anklage gegen einen Schornsteinfeger und einen Hausmeister wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung erhoben; über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheidet das Amtsgericht Tiergarten noch. Vor dem Landgericht Berlin II einigten sich die Eltern und die Schwester mit der Vermieterin Deutsche Wohnen auf einen Vergleich über insgesamt 423.900 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz. Die Entscheidung steht unter Widerrufsvorbehalt; lehnt die Deutsche Wohnen sie ab, wird der Zivilprozess fortgesetzt. Der Anwalt der Deutsche Wohnen erklärte, Hilfen hätten der Familie nicht angeboten werden können, weil eine Haftpflichtversicherung involviert sei. Die Mutter fordert ein Kohlenmonoxidgesetz, weil in den USA, wo die Familie lebt, Wohnungen auch Kohlenmonoxidmonitore haben.

Sicherheit & Justiz

Nach Gewaltangriff in Kreuzberg schwebt 28-Jähriger weiter in Lebensgefahr

📅 2026-10-19 | 🔗 Quelle: rbb24

Ein 28-Jähriger ist bei einem Spätkauf in der Oranienstraße 177 in Berlin-Kreuzberg am frühen Samstagmorgen gegen 2.30 Uhr so am Kopf verletzt worden, dass er reanimiert werden musste. Laut Staatsanwaltschaft wurde er von einer Gruppe zu Boden gebracht und von vier Personen weiter geschlagen und getreten. Ein 24-Jähriger, der mit ihm unterwegs war, wurde ebenfalls verletzt. Die Mordkommission des Landeskriminalamts ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Ein 25-Jähriger und ein 33-Jähriger wurden in der Nähe festgenommen. Mindestens zwei weitere Tatverdächtige werden gesucht, die mit einem schwarzen oder dunklen Auto an den Tatort gekommen sein sollen. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter (030) 4664-911444 oder per E-Mail an LKA114-Hinweis@polizei.berlin.de zu melden.

Razzia in Kreuzberg wegen Verdachts auf illegalen Handel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten

📅 2026-10-19 | 🔗 Quelle: berlin.de

Ermittlerinnen und Ermittler des Landeskriminalamts Berlin haben im Auftrag der Staatsanwaltschaft ein Objekt in der Naunynstraße in Kreuzberg durchsucht. Der Verdacht lautet auf illegalen Handel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. Gefunden wurden zahlreiche solche Medikamente, Betäubungsmittel, Datenträger und Bargeld im vierstelligen Bereich. Vor dem Gebäude versammelten sich in der Spitze rund 140 Personen zu einer Kundgebung, aus der heraus Sprechchöre in Richtung der Einsatzkräfte gerufen wurden. Teilnehmende versuchten außerdem, einen heruntergelassenen Sichtschutz an der Außenseite des Objekts zu öffnen, und wurden zurückgedrängt; eine Person erhielt einen Platzverweis. Verletzt wurde niemand, die Auswertung der Beweismittel dauert an.

Falscher Paketbote raubt in Pankow eine 74-Jährige aus

📅 2026-10-18 | 🔗 Quelle: berlin.de

Am Samstag, dem 17. Oktober, gegen 17.20 Uhr klingelte in der Paracelsusstraße in Pankow ein bislang unbekannter Mann an der Wohnungstür einer 74-Jährigen und gab sich als Paketbote aus. Als die Frau öffnete, stieß er die Tür nach den Ermittlungen so heftig auf, dass sie zu Boden fiel; danach fixierte und bedrohte er sie. Zwei weitere Männer verschafften sich Zutritt zur Wohnung und entwendeten Schmuck, anschließend flüchteten alle drei. Die Frau klagte über Schmerzen im Nacken, musste aber nicht medizinisch behandelt werden. Die Ermittlungen führt ein Fachkommissariat für Raubdelikte der Direktion 1 (Nord).