2026-10-15Rubrik Berlin Lokal

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Veranstaltungen & Kultur

Paul Kalkbrenner spielt im Juni 2027 wieder in der Wuhlheide

Paul Kalkbrenner spielt im Juni 2027 wieder in der Wuhlheide

📅 2026-10-14 | 🔗 Quelle: berliner-zeitung.de

Der Lichtenberger DJ und Produzent Paul Kalkbrenner tritt am 26. Juni 2027 erneut auf der Parkbühne der Wuhlheide auf, wie er auf Instagram bekanntgab. Sein letzter Auftritt dort fand im Juni 2025 statt, seine Konzerte in der Wuhlheide waren zuletzt restlos ausverkauft. Tickets gibt es im Künstler-Vorverkauf ab Mittwoch, 14. Oktober, um 10 Uhr, der allgemeine Vorverkauf startet am Freitag ebenfalls um 10 Uhr über Ticketmaster. Kalkbrenner wurde 1977 in Leipzig geboren und wuchs in Lichtenberg auf; mit seinem Bruder Fritz produzierte er den Track „Sky and Sand“. Für den Spielfilm „Berlin Calling“ lieferte er den Soundtrack und übernahm auch selbst eine Rolle. Sein bislang letztes Album „The Essence“ erschien im Oktober 2025.

Staatsoper Unter den Linden verlängert Verträge von Sobotka und Thielemann bis 2034

📅 2026-10-14 | 🔗 Quelle: rbb24

Der Stiftungsrat der Stiftung Oper in Berlin hat die Verträge von Intendantin Elisabeth Sobotka und Generalmusikdirektor Christian Thielemann bis Ende Juli 2034 verlängert, wie die Berliner Kulturverwaltung mitteilte. Beide arbeiten seit September 2024 gemeinsam an der Staatsoper Unter den Linden. Kultursenator Stefan Evers (CDU) begrüßte die Entscheidung: Mit den Verlängerungen könne die Stadt zwei herausragende, international anerkannte Künstlerpersönlichkeiten binden. Sobotka und Thielemann wollen die bisherige Zusammenarbeit fortsetzen und weiterentwickeln. Thielemann nannte die Arbeit mit der Staatskapelle Berlin und Sobotka „menschlich sowie künstlerisch sehr harmonisch“. In den vergangenen drei Spielzeiten habe man bereits ein breites Repertoire erarbeitet, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung.

Jüdisches Museum Berlin ehrt Düzen Tekkal und Michael Moritz

Jüdisches Museum Berlin ehrt Düzen Tekkal und Michael Moritz

📅 2026-10-14 | 🔗 Quelle: tagesspiegel.de

Das Jüdische Museum Berlin verleiht den Preis für Verständigung und Toleranz an die Journalistin und Autorin Düzen Tekkal und den Philanthropen Sir Michael Moritz. Bei der Preisverleihung spricht unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein Grußwort. Die Jury würdigt Tekkal, die in Hannover geboren wurde und kurdisch-jesidischer Abstammung ist, für ihren Einsatz gegen Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit. Sie unterstützt mit der Organisation Hawar.help jesidische Frauen, Mädchen und andere marginalisierte Gruppen und bringt mit der Bildungsinitiative German Dream Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen. Moritz, ein walisischer Geschäftsmann, wird für seinen Einsatz für Bildungsgerechtigkeit und soziale Teilhabe ausgezeichnet. Mit seiner Ehefrau Harriet Heyman hat er sich verpflichtet, mehr als die Hälfte ihres gemeinsamen Vermögens für wohltätige Zwecke auszugeben. Über ihre Stiftung Crankstart fördert das Paar Bildungszugang, Klimaschutz, Kunst und Kultur; die Jury hebt zudem hervor, dass Moritz jüdische Perspektiven in der Diaspora sichtbar machen will.

Verkehr & Infrastruktur

Bahn verschiebt Streckensanierungen, Berlin–Hannover bleibt im Plan

Bahn verschiebt Streckensanierungen, Berlin–Hannover bleibt im Plan

📅 2026-10-13 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

Die Deutsche Bahn hat zusammen mit dem Bundesverkehrsministerium einen neuen Fahrplan für die Generalsanierung des Schienennetzes vorgestellt. Zwischen 2027 und 2031 sollen statt 21 nur noch 13 Korridore saniert werden, die übrigen Vorhaben verschiebt die Bahn. Für die Verbindung Berlin–Hannover bleibt die laufende Sanierung zentral: Seit dem 2. Oktober 2026 bündelt die DB InfraGO mehrere Baumaßnahmen auf der Ost-West-Achse, darunter die Erneuerung der Schnellfahrstrecke und die Elektrifizierung der Lehrter Stammbahn. Bis Dezember 2027 sollen rund 357 Kilometer Gleise, mehr als 214 Weichen und etwa 100 Kilometer Oberleitungen erneuert werden. Weil sich die Elektrifizierung verzögert, wurde das Umleitungskonzept angepasst; ab Februar 2027 soll ein zweiter Umleitungsweg für den Güterverkehr zur Verfügung stehen. Am stärksten verschoben ist die Strecke Bremen–Hamburg, die nicht mehr im Programm 2027 bis 2031 steht; einen neuen Termin nennt die Bahn nicht. Welche verschobenen Strecken ab 2032 zuerst saniert werden, wollen Bund und Bahn 2027 festlegen.

Planfeststellung für die S21-Verlängerung zum Potsdamer Platz erlassen

Planfeststellung für die S21-Verlängerung zum Potsdamer Platz erlassen

📅 2026-10-14 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

Das Eisenbahn-Bundesamt hat den Planfeststellungsbeschluss für den zweiten Bauabschnitt der S21 erlassen, der den Berliner Hauptbahnhof durch einen Nord-Süd-Tunnel mit dem S-Bahn-Netz am Potsdamer Platz verbinden soll. Der Beschluss ist vom 18. September 2026 datiert und liegt seit dem 9. Oktober öffentlich aus, die Veröffentlichung endet am 22. Oktober. Danach läuft für Betroffene, denen der Beschluss nicht persönlich zugestellt wurde, eine einmonatige Klagefrist. Laut amtlicher Bekanntmachung ist der Beschluss sofort vollziehbar; Betroffene können aber beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg beantragen, die Vollziehung auszusetzen. Geplant sind zwei getrennte Tunnelröhren, die nahe am Reichstag und am Brandenburger Tor verlaufen. Genehmigt sind auch Eingriffe in Leitungen der Berliner Wasserbetriebe und eine Anschüttung im Humboldthafen. Die Deutsche Bahn nennt als Inbetriebnahme Mitte bis Ende der 2030er-Jahre, doch Baubeginn und Finanzierung sind noch nicht gesichert. Der dritte Abschnitt bis zur Yorckstraße ist ebenfalls ohne Finanzierung.

Köpenick: Fahrbahnsanierung an der Salvador-Allende-Straße sorgt für Staus und Busausfälle

Köpenick: Fahrbahnsanierung an der Salvador-Allende-Straße sorgt für Staus und Busausfälle

📅 2026-10-14 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

In Köpenick sorgt die Fahrbahnsanierung an der Salvador-Allende-Straße seit Beginn der Woche für erhebliche Verkehrsprobleme. Das Straßen- und Grünflächenamt des Bezirksamts Treptow-Köpenick lässt den beschädigten Belag zwischen Fürstenwalder Damm und Friedrichshagener Straße seit dem 12. Oktober erneuern. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis zum 4. November dauern, in dieser Zeit ist die Straße nur teilweise befahrbar, und die Friedrichshagener Straße muss zeitweise ganz gesperrt werden. Autofahrer brauchen für einen Abschnitt von knapp 500 Metern teilweise 30 bis 40 Minuten, das Bezirksamt rät ausdrücklich zu weiträumigen Umfahrungen. Die BVG hat für die Buslinie X69 seit dem 12. Oktober eine Umleitung eingerichtet, die laut Bericht auf der Seelenbinderstraße selbst kaum durchkommt. Bei mehreren Busverbindungen gibt es erhebliche Einschränkungen, einzelne Fahrten fallen zeitweise ganz aus; wer vom Krankenhaus Köpenick zum S-Bahnhof will, muss laut Artikel etwa 40 Minuten zu Fuß gehen. Zusätzlich laufen Arbeiten an der Langen Brücke, die Ende Oktober enden sollen, und rund um den Bahnhof Köpenick, wo die Hämmerlingstraße weiterhin gesperrt bleibt.

Wirtschaft

Firmenumzüge in Berlin: Mitte bleibt vorn, Charlottenburg-Wilmersdorf verliert

Firmenumzüge in Berlin: Mitte bleibt vorn, Charlottenburg-Wilmersdorf verliert

📅 2026-10-14 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

Mitte bleibt auch im ersten Halbjahr 2026 der beliebteste Berliner Bezirk für Firmenumzüge innerhalb der Stadt, 128 Unternehmen zogen dorthin. Friedrichshain-Kreuzberg verzeichnete 58 Zuzüge bestehender Unternehmen, Charlottenburg-Wilmersdorf kam auf 55, und dort gehen die Zahlen zurück. Die Zahlen stammen aus einer Sonderauswertung des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg, die die Gewerbeimmobilienanbieterin GSG Berlin in Auftrag gab. Die Vorlieben verschieben sich: Werbeagenturen scheinen Mitte zunehmend zu meiden, während Friedrichshain-Kreuzberg für IT-Unternehmen interessanter wird. Der Anteil der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft an den Zuzügen sank von 17,1 Prozent im zweiten Halbjahr 2024 auf 12,7 Prozent im ersten Halbjahr 2026. Sebastian Blecke, operativer Geschäftsführer der GSG Berlin, sagte, Mitte werde perspektivisch möglicherweise anstelle von Werbung Unternehmen der Finanzwirtschaft anziehen, und Charlottenburg könne für umzugswillige Werbeunternehmen interessant werden. Die Zahlen erfassen allerdings keine Neugründungen und nicht die gesamte wirtschaftliche Entwicklung der Bezirke.

Amazon entfernt Horror-Werbung am Breitscheidplatz nach Kritik

Amazon entfernt Horror-Werbung am Breitscheidplatz nach Kritik

📅 2026-10-14 | 🔗 Quelle: tagesspiegel.de

Am Breitscheidplatz in Charlottenburg hat Amazon eine Werbeinstallation für die Serie „Carrie“ entfernt, die Passanten und Besucher der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche als unangemessen empfanden. Die Installation stand auf der südlichen Seite des Platzes und nicht auf der Nordhälfte, wo 2016 ein islamistischer Attentäter mit einem Lastwagen in den Weihnachtsmarkt raste. Die Serie basiert auf Stephen Kings Roman über eine Highschool-Schülerin mit telekinetischen Fähigkeiten und wird vom Streaminganbieter Amazon Prime beworben. Laut Amazon war die Werbung Teil einer globalen Kampagne, und jeder Eindruck eines Zusammenhangs mit dem Anschlag sei unbeabsichtigt gewesen. Die Presseabteilung teilte dem Tagesspiegel mit, die Installation werde noch am selben Mittwoch entfernt. Offen bleibt, unter welchen Bedingungen das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf die Werbung genehmigt hatte; die Behörde beantwortete eine Anfrage bis Redaktionsschluss nicht. Für Reklame im öffentlichen Raum Berlins ist eine Bewilligung der Straßen- und Grünflächenämter der Bezirke nötig.

Stadtentwicklung & Wohnen

In Britz sollen 160 Wohnungen das leerstehende Sportcenter an der Buschkrugallee ersetzen

In Britz sollen 160 Wohnungen das leerstehende Sportcenter an der Buschkrugallee ersetzen

📅 2026-10-14 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

An der Buschkrugallee in Berlin-Britz plant der Projektentwickler 15 Degree ein neues Wohnquartier auf dem früheren Telekom-Gelände an der Ecke zur Hannemannstraße. Entworfen hat es das Architekturbüro Max Dudler. Vorgesehen sind 160 Mietwohnungen mit 1,5 bis 3 Zimmern, ein reines Wohnhaus ohne Gewerbeflächen, von denen rund ein Drittel preisgebunden vermietet werden soll. Bevor gebaut werden kann, muss das seit Jahren leerstehende ehemalige Sportcenter Buschkrug an der Buschkrugallee 84 abgerissen werden, einen Termin dafür hat der Vorhabenträger bisher nicht genannt. Das Telekom-Gebäude an der Hannemannstraße und die Tankstelle an der Straßenecke bleiben nach den aktuellen Plänen bestehen. Das Gebäude soll drei Eingänge und vier barrierefreie Treppenhäuser erhalten, die Fahrräder finden überwiegend im Untergeschoss Platz, und ein begrünter Innenhof mit Spielflächen ist geplant. Die U7 verläuft unmittelbar am Grundstück, der Bahnhof Blaschkoallee liegt in der Nähe. Laut Bezirksamt Neukölln ist Wohnungsbau an dieser Stelle planungsrechtlich möglich. Der Bezirk hatte sich bereits 2019 mit dem Leerstand befasst.

Tee- und Wärmestube Plus in Neukölln wächst aus dem Boden

Tee- und Wärmestube Plus in Neukölln wächst aus dem Boden

📅 2026-10-14 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

An der Schillerpromenade in Neukölln entsteht an der Ecke Allerstraße die „Tee- und Wärmestube Plus“, deren Fundament nach Beobachtungen vor Ort inzwischen fertig ist und auf dem die ersten Wände des Untergeschosses stehen. Seit der Grundsteinlegung am 24. März 2026 ging es nach einer ruhigen Sommerzeit in den vergangenen Wochen wieder deutlich voran. Bauherr ist der Evangelische Kirchenkreis Neukölln, Träger ist das Diakoniewerk Simeon. Im Erdgeschoss sind eine offene Küche und Räume zum Essen und Aufwärmen vorgesehen, dazu ein Büro und Beratungsräume. Im Keller sollen Duschen, Umkleiden, eine Waschküche und eine Kleiderkammer entstehen. In den vier Obergeschossen sind 16 Einzelappartements für Menschen in schwierigen Lebenslagen geplant, jeweils rund 22 Quadratmeter groß mit eigenem Duschbad und Teeküche. Die bisherige Tee- und Wärmestube Neukölln arbeitet in beengten Räumen in der Weisestraße 34, der Vermieter hat den Mietvertrag dort nicht verlängert. Frühere Berichte bezifferten die Kosten auf rund fünf Millionen Euro, den Großteil übernimmt der Kirchenkreis, die Lottostiftung unterstützt das Vorhaben zusätzlich. Fertig sein soll das Haus bis Ende 2027.

Sicherheit & Justiz

Explosion am Stuttgarter Platz: Polizei vermutet Bandenstreit, Handgranate im Verdacht

Explosion am Stuttgarter Platz: Polizei vermutet Bandenstreit, Handgranate im Verdacht

📅 2026-10-14 | 🔗 Quelle: berliner-zeitung.de

Am Montagmorgen detonierte in Berlin-Charlottenburg am Stuttgarter Platz ein Sprengkörper auf der Fahrbahn; Splitter durchschlugen Fensterscheiben umliegender Gebäude und beschädigten parkende Autos. Wer die Explosion auslöste und wem sie galt, ist noch unklar, die Polizei vermutet eine Auseinandersetzung zwischen Banden. Der Verdacht auf eine Handgranate erhärtet sich, und es ist bereits das wiederholte Mal, dass in Berlin eine Kriegswaffe zum Einsatz kam. Die Gewerkschaft der Polizei warnt laut ihrem Berliner Landeschef Stephan Weh vor einer „voranschreitenden Durchbewaffnung der Szene“ und vor Waffen, die aus Kriegsgebieten wie der Ukraine in die Hände Krimineller gelangen. Die Ermittlungsgruppe BAO Ferrum des Landeskriminalamts, die die vielen Schießereien der letzten Zeit aufklären soll, übernahm auch die Ermittlungen zu dieser Tat. Bei Auseinandersetzungen wurden in den vergangenen Monaten laut Polizei auch Handgranaten eingesetzt: im Juni vor einem Spätkauf in Wedding, im Juni und im Juli auf dem Gelände eines Autohauses in Zehlendorf und im September durch das Fenster einer Bar in Kreuzberg. Das Bundeskriminalamt sieht nach seinem aktuellen Lagebild derzeit keine belastbaren Hinweise auf einen organisierten illegalen Handel mit Schusswaffen aus der Ukraine nach Deutschland, Handgranaten und AK-47 stammen meist vom Westbalkan.

Unbekannte schießen auf Blumenladen in Wilmersdorf

Unbekannte schießen auf Blumenladen in Wilmersdorf

📅 2026-10-14 | 🔗 Quelle: tagesspiegel.de

Unbekannte haben auf ein Blumengeschäft in Berlin-Wilmersdorf geschossen. Polizisten stellten mehrere mutmaßliche Einschusslöcher an den Schaufenstern fest, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Laut der 58-jährigen Ladeninhaberin müssen die Täter zwischen Montagabend und Dienstagvormittag am Werk gewesen sein. Bereits im September hatte die Frau eine ähnliche Beschädigung bei der Polizei gemeldet. In beiden Fällen ermittelt die Sondereinheit Ferrum des Landeskriminalamts, die sich um organisierte Kriminalität und Schutzgelderpressungen kümmert.

Prozess um Serie von Vergewaltigungen: Staatsanwaltschaft fordert 13 Jahre Haft

Prozess um Serie von Vergewaltigungen: Staatsanwaltschaft fordert 13 Jahre Haft

📅 2026-10-14 | 🔗 Quelle: tagesspiegel.de

Im Prozess vor dem Berliner Landgericht um mindestens 14 Frauen, die Frank S. betäubt und vergewaltigt haben soll, forderte der Staatsanwalt am 14. Verhandlungstag 13 Jahre Haft und anschließende Sicherungsverwahrung. Die Anwälte der Nebenklägerinnen schlossen sich dem Antrag im Wesentlichen an, wie Gerichtssprecherin Lisa Jani nach den nicht öffentlichen Plädoyers mitteilte. Ein Urteil war für Mittwoch erwartet worden, doch die Verteidiger erklärten, auf die Plädoyers nicht ausreichend vorbereitet zu sein; sie sollen nun am 28. Oktober plädieren, und noch am selben Tag könnte ein Urteil fallen. Frank S. soll Frauen, die er über Online-Dating-Plattformen kennengelernt hatte, in seiner Wohnung sedierende Substanzen in Getränke gemischt, sie vergewaltigt und die Übergriffe gefilmt haben. Angeklagt sind 22 Taten zwischen 2016 und 2022 zum Nachteil von 14 Frauen; wegen weiterer mutmaßlicher Taten zum Nachteil von 44 Frauen wird noch ermittelt. Am 13. Verhandlungstag lehnten die Verteidiger den psychiatrischen Sachverständigen wegen Besorgnis der Befangenheit ab, wohl wegen dessen Aussagen zu Angaben des Angeklagten. Der Gutachter soll keine Anhaltspunkte für eine verminderte oder aufgehobene Steuerungsfähigkeit gefunden haben. Im März 2026 wurde S. verhaftet, nachdem er nach einem Hinweis der Polizei aus Verden an der Aller ins Visier geraten war; auf seinen Geräten fanden Ermittler Bild- und Videomaterial sowie Chats, die einen Austausch mit anderen mutmaßlichen Tätern belegen.

Sechs Jahre Jugendstrafe für 18-Jährigen nach Grindr-Überfällen

Sechs Jahre Jugendstrafe für 18-Jährigen nach Grindr-Überfällen

📅 2026-10-14 | 🔗 Quelle: tagesspiegel.de

Das Landgericht Berlin hat einen 18-Jährigen wegen einer Serie von Überfällen, die über die schwule Datingplattform Grindr angebahnt wurden, zu sechs Jahren Jugendstrafe ohne Bewährung verurteilt. Verurteilt wurde er unter anderem wegen teilweise besonders schwerer räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung; das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Insgesamt ging es um sieben Überfälle, sechs davon hatte der Jugendliche bereits im Prozess gestanden. Die Serie begann am 9. Mai 2026 in Berlin-Lichtenberg: Unter dem Vorwand eines Treffens verschafften sich der 18-Jährige und Mittäter Zugang zu den Wohnungen der Opfer und forderten unter Todesdrohungen und mit körperlicher Gewalt Bargeld, EC-Karten und Zugangsdaten. Die Zwangslage habe für die Opfer bis zu zwei Stunden gedauert; erbeutet wurden laut Anklage rund 1.600 Euro Bargeld sowie Handys und weitere Gegenstände im Wert von rund 8.000 Euro. Der 18-Jährige wurde am 5. Juni festgenommen. Der Berliner Queerbeauftragte Alfonso Pantisano kritisierte, dass die Informationen über die Tatserie innerhalb der Berliner Polizei nicht richtig weitergegeben wurden, sodass die LGBTIQ-Ansprechpersonen nicht im Bilde waren und eine Warnung der App-Nutzer verhindert wurde. Maik Brückner, queerpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag, fordert, dass die Bundesregierung mit Plattformen wie Grindr über wirksame Schutzmaßnahmen spricht; eine Antwort des Familienministeriums verweist dazu weitgehend auf die Bundesländer.

Bekennerschreiben zum Brandanschlag auf Kabelbrücke in Marzahn gilt als echt

📅 2026-10-14 | 🔗 Quelle: rbb24

Ein Bekennerschreiben zum Brandanschlag auf eine Kabelbrücke in Berlin-Marzahn vor einer Woche wird nach rbb-Informationen als authentisch eingestuft. Die Behörden haben das Schreiben geprüft und gehen nach Angaben aus Ermittlerkreisen davon aus, dass es tatsächlich von den Verantwortlichen des Anschlags stammt. Darin bekennt sich die Gruppe „Kinder des Zorns“ zu dem Anschlag in der Nacht auf den 5. Oktober und erklärt, gezielt die Stromversorgung mehrerer Technologieunternehmen unterbrochen zu haben. Einige der Unternehmen stellen laut Schreiben sogenannte Dual-Use-Produkte her, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Bei dem Anschlag waren Stromkabel unter einer Brücke in der Boxberger Straße beschädigt worden, 19 Gewerbebetriebe mussten vorübergehend mit Notstrom versorgt werden. Der Staatsschutz des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen übernommen. In Berlin gab es bereits mehrfach Anschläge auf Stromtrassen, zuletzt im Januar, als der längste Stromausfall seit Ende des Zweiten Weltkriegs entstand; andere solcher Anschläge wurden linksextremistischen Tätergruppen zugerechnet.

Internetwache der Berliner Polizei nach Software-Update wieder erreichbar

Internetwache der Berliner Polizei nach Software-Update wieder erreichbar

📅 2026-10-14 | 🔗 Quelle: tagesspiegel.de

Die Internetwache der Polizei Berlin ist wieder verfügbar, wie die Behörde am späten Nachmittag in ihrem WhatsApp-Kanal mitteilte. Sie war seit Dienstag nicht erreichbar, weil ein Software-Update zu Problemen bei einem zentralen IT-System der Berliner Polizei geführt hatte. In dieser Zeit konnten Bürgerinnen und Bürger online keine Anzeigen erstatten, keine Hinweise geben und keine Versammlungen anmelden. Ein Sprecher betonte, es habe sich nicht um einen Komplettausfall gehandelt, sondern nur Teile der Technik seien betroffen gewesen.