2026-10-10Rubrik Berlin Lokal

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Veranstaltungen & Kultur

Festival of Lights: Berlin leuchtet noch bis 18. Oktober

Festival of Lights: Berlin leuchtet noch bis 18. Oktober

📅 2026-10-09 | 🔗 Quelle: berliner-zeitung.de

Das Festival of Lights geht in seine 22. Ausgabe und läuft noch bis zum 18. Oktober jeden Abend von 19 bis 23 Uhr an rund 40 Orten in der Stadt. Das Motto lautet „Colours of Love“, der Eintritt zu den Lichtprojektionen ist kostenlos, weil das privat finanzierte Festival seit seiner Gründung 2005 unter freiem Himmel gratis ist. Den Auftakt am 9. Oktober bildete die Beleuchtung der Oberbaumbrücke. Im Nikolaiviertel stehen die „Angels of Love“ auf der Grünfläche an der Propststraße und in der Poststraße, am Potsdamer Platz laufen 3D-Videomapping-Shows am Kollhoff-Tower, auch der Forum-Tower und das Haus Huth sind bespielt. Neu ist die Projektion „Beyond the Light“ im Berliner Dom, rund 30 Minuten pro Show, letzte Vorstellungen am Sonnabend um 20, 21.15 und 22.30 Uhr sowie am Sonntag um 20 und 21.15 Uhr, Tickets kosten 28 Euro und sind auch an der Abendkasse erhältlich. Ab Dienstag, dem 13. Oktober, folgt die Reihe „Festival of Lights in Concert“ mit zehn einstündigen Konzerten an fünf Abenden, Tickets ab 48 Euro, die ersten Konzerte sind bereits ausverkauft. Unter den Künstlern sind laut Bericht Alle Farben, Klangkarussell, Westbam und Ukai Ndame. Laut Tagesspiegel Checkpoint sind Straßensperrungen Unter den Linden und am Brandenburger Tor bis zum 18. Oktober täglich von 19 bis 23 Uhr möglich.

Finale der Kunstwoche: kostenlose Ausstellungen in 36 Kommunalen Galerien

Finale der Kunstwoche: kostenlose Ausstellungen in 36 Kommunalen Galerien

📅 2026-10-09 | 🔗 Quelle: Berliner Morgenpost

Die Kunstwoche der Kommunalen Galerien geht bis zum Sonntag, 11. Oktober. Mehr als 150 Künstlerinnen und Künstler zeigen in 44 Ausstellungen in 36 Galerien ihre Arbeiten, alle Angebote sind kostenfrei. Die Galerien verteilen sich über alle Bezirke und liegen teils an ungewöhnlichen Orten, etwa im Bärenzwinger im Köllnischen Park, einer früheren Bedürfnisanstalt an der Wildenbruchbrücke in Neukölln oder im Schloss Biesdorf in Marzahn-Hellersdorf. Im Schloss Biesdorf eröffnen am 11. Oktober um 18 Uhr zwei Schauen, darunter „True Stories/Narratives of Absence“ mit Werken von Ellen Kobe. In der Alten Feuerwache Friedrichshain ist „Dear Spaces“ von Detel Aurand, Nicole Wendel und Saskia Wendland bis 15. November 2026 zu sehen. Im Bärenzwinger läuft „Furore“ von Nina Paszkowski bis 14. März 2027. Nach der Kunstwoche bleiben die Galerien im Normalbetrieb geöffnet.

Bud-Spencer-Museum Unter den Linden schließt am 23. Dezember

Bud-Spencer-Museum Unter den Linden schließt am 23. Dezember

📅 2026-10-09 | 🔗 Quelle: berliner-zeitung.de

Das Privatmuseum Bud Spencer Unter den Linden öffnet am 23. Dezember zum letzten Mal seine Türen, nach fünf Jahren seit der Eröffnung im Juni 2021. Die Ausstellung im Römischen Hof zeigt auf 500 Quadratmetern rund 400 Exponate, darunter Originalkostüme, den VW-Buggy aus „Zwei wie Pech und Schwefel“ und einen Flipperautomaten aus „Zwei sind nicht zu bremsen“. Die Betreiber nennen als Gründe eine Baustelle vor der Tür, die über ein Jahr den Touristenstrom abreißen ließ, Auflagen des Bezirksamts und die fehlende Unterstützung aus dem Kulturetat der Stadt. Schon ein Jahr nach der Eröffnung hatte das Museum eine Crowdfunding-Aktion gestartet, weil das Geschäftsmodell Schwächen zeigte. Die nötigen Besucherzahlen würden nicht mehr erreicht, eine Nachfrage der Berliner Zeitung bei den Betreibern blieb unbeantwortet. Ob der Tourismusrückgang mit der Schließung zusammenhängt, bleibt laut Bericht Spekulation, doch die Übernachtungen in Berlin sanken 2025 um 3,8 Prozent auf 29,4 Millionen und in den ersten acht Monaten 2026 um fast drei Prozent. Die Schließung folgt nur wenige Tage nach dem Aus des Berlin Dungeon.

Berlin Dungeon in der Spandauer Straße schließt nach dem 6. November

Berlin Dungeon in der Spandauer Straße schließt nach dem 6. November

📅 2026-10-08 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

Das Berlin Dungeon in der Spandauer Straße in Mitte schließt. Der Betreiber, die britische Merlin Entertainments Group, nennt auf der Webseite der Attraktion den 6. November als letzten Öffnungstag, ab dem 7. November bleibt das Gruselkabinett zwischen Hackeschem Markt und Alexanderplatz dauerhaft geschlossen. Gründe für das Aus nannte das Unternehmen bislang nicht. Das Dungeon war 2013 eröffnet worden und führt auf rund 2.500 Quadratmetern in Live-Shows durch 600 Jahre Berliner Stadtgeschichte, von der Pest bis zum Serienmörder Carl Großmann, dazu gehören eine Floßfahrt und ein zwölf Meter hoher Freifallturm. Bis zur Schließung können weiterhin Tickets online gebucht werden, Besucher mit Terminen nach dem letzten Öffnungstag sollen individuell informiert werden. Merlin betreibt in Berlin weiterhin Madame Tussauds und das Legoland Discovery Centre. Was mit den Räumen an der Spandauer Straße 2 geschieht und wie viele Beschäftigte betroffen sind, ist noch offen.

Grabungen am Checkpoint Charlie legen Reste der DDR-Grenzanlage frei

Grabungen am Checkpoint Charlie legen Reste der DDR-Grenzanlage frei

📅 2026-10-09 | 🔗 Quelle: tagesspiegel.de

Bei Grabungen auf einem Grundstück an der Ecke Friedrichstraße/Zimmerstraße in Berlin-Mitte sind Reste der DDR-Grenzübergangsstelle am Checkpoint Charlie entdeckt worden. Die Stiftung Berliner Mauer nennt Teile von Begrenzungsmauern, Asphaltflächen und das Fundament einer Führungsstelle der DDR-Grenztruppen aus den Jahren 1985 bis 1989. Auch Teile einer Fahrzeugsperre, die nach der Panzerkonfrontation im Oktober 1961 errichtet worden war, kamen zum Vorschein. Anlass der Grabungen waren Planungen für einen neuen Bildungs- und Erinnerungsort am früheren Grenzübergang. Susanne Muhle von der Stiftung spricht von bedeutsamen historischen Zeugnissen, wie die Funde künftig erhalten und zugänglich gemacht werden, ist noch offen. Die freigelegten Bereiche sollen nach einer weiteren Besichtigung am Sonntag wieder zugeschüttet werden, was laut Stiftung ein übliches Verfahren zur besseren Konservierung ist. Der Checkpoint Charlie war der bekannteste Grenzübergang zwischen Ost- und West-Berlin und gilt als Touristenhotspot, zugleich gibt es immer wieder Kritik an seiner Gestaltung mit nachgebautem Grenzhäuschen und Souvenirständen.

Verkehr & Infrastruktur

Rudolf-Wissell-Brücke auf der A100: pro Richtung ist ein Fahrstreifen gesperrt

Rudolf-Wissell-Brücke auf der A100: pro Richtung ist ein Fahrstreifen gesperrt

📅 2026-10-08 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

Auf der Rudolf-Wissell-Brücke der A100 im Berliner Westen ist seit Mittwoch in beiden Richtungen jeweils der rechte Fahrstreifen gesperrt. Die Autobahn GmbH begründet das mit Bauwerksprüfungen und dem Austausch eines beschädigten Spannglieds, einer in den 1980er-Jahren nachträglich eingebauten Verspannung. Zuvor hatte der rbb über abgeplatzte Betonteile berichtet. Die Sperrung soll zunächst 14 Tage gelten, danach ist offen, wie es weitergeht. Rund 180.000 Fahrzeuge nutzen die Brücke täglich. Die Autobahn GmbH empfiehlt dem Fernverkehr, das Gebiet um das Autobahndreieck Charlottenburg über den westlichen Berliner Ring A10 zu umfahren. Für den Ersatzneubau der 930 Meter langen Brücke aus den frühen 1960er-Jahren rechnet die DEGES mit fünf bis sechs Jahren Bauzeit. Einen verbindlichen Baustart gibt es weiterhin nicht, weil das Planfeststellungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist.

Jannowitzbrücke: Spreeausgang und Fußgängersteg wegen Tragwerksschäden gesperrt

📅 2026-10-08 | 🔗 Quelle: rbb24

Am S- und U-Bahnhof Jannowitzbrücke in Berlin-Mitte werden ab Freitag die Ein- und Ausgänge Richtung Spree geschlossen. Die Senatsverkehrsverwaltung hatte das am Donnerstag mitgeteilt. Nach einer Bauwerksprüfung wurden an der sogenannten Galerie, dem Tragwerk zwischen Brücke, Spree und S-Bahn-Bögen, „erhebliche Defizite“ festgestellt. Wegen Schäden am Stahlbeton sei die öffentliche Sicherheit nicht mehr ausreichend gewährleistet, heißt es vom Senat. Die Galerie wurde 1932 gebaut. Die Bahnhöfe bleiben über die Eingänge unter der Bahnbrücke und über die Holzmarktstraße erreichbar. Laut Senat wird der Abriss und Ersatz des Bauwerks in Abstimmung mit BVG und Deutscher Bahn veranlasst. Nach Angaben des Tagesspiegel Checkpoint bleibt auch der Fußgängersteg auf der Spreeseite zwischen Bahnhof und Jannowitzbrücke gesperrt; eine Prüfung hatte ihn mit der Note 4,0 und „erheblichen Tragfähigkeitsdefiziten“ bewertet.

Wochenende: Westliche Ringbahn gesperrt, S1 und S8 unterbrochen, Yorckstraße voll gesperrt

📅 2026-10-09 | 🔗 Quelle: rbb24

Von Freitag, 9. Oktober, 22 Uhr, bis Montag, 12. Oktober, 1.30 Uhr, fahren zwischen Beusselstraße und Bundesplatz keine S-Bahnen. Betroffen sind die Linien S41, S42 und S46, ein Ersatzverkehr fährt stattdessen. Grund sind Arbeiten für den Neubau der Westend- und Ringbahnbrücken, wie ein S-Bahn-Sprecher dem rbb mitteilte. Zusätzlich zeichnet sich im Oktober eine teilweise Sperrung zwischen Südkreuz und Westend ab. Dort sollen weiter Züge fahren, die Taktung wird jedoch dünner. Ob es weitere vollständige Streckensperrungen gibt, konnte die S-Bahn noch nicht sagen. Laut Tagesspiegel Checkpoint ist bis Montag etwa 1.30 Uhr außerdem die S1 zwischen Hohen Neuendorf und Oranienburg sowie die S8 zwischen Mühlenbeck-Mönchmühle und Birkenwerder unterbrochen. In Schöneberg ist die Yorckstraße zwischen Bautzener und Katzbachstraße ab Freitag, 21 Uhr, bis Montag, 4 Uhr, voll gesperrt.

Fahrplanwechsel im Dezember: dichtere Regionalzüge, weniger S-Bahn-Verstärker, höhere Preise

📅 2026-10-08 | 🔗 Quelle: rbb24

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) erhöht zum Fahrplanwechsel im Dezember auf mehreren Regionalbahnlinien den Takt. Mit dem Start des Netzes Nord-Süd 2 fahren die Linien RE3, RE4 und RE5 auf der gesamten Strecke stündlich, und die letzten Züge der RE5 zwischen Berlin und Neustrelitz gehen künftig auch unter der Woche bis 23 Uhr. Laut Tagesspiegel Checkpoint fallen dafür bei den S-Bahnlinien S1 und S5 Teile der Verstärkerzüge zur Stoßzeit weg, außerdem gibt es mehr Plätze im RE1. Die Generalsanierung der Lehrter Bahn wird bis Dezember 2027 verlängert, der Bahnhof Berlin-Spandau wird vom 16. Oktober 2027 an zusätzlich gesperrt. Der RE4 fährt bis voraussichtlich Juli 2027 nur zwischen Wustermark und Falkenberg (Elster), die RB23 2027 nur zwischen Golm und Potsdam-Griebnitzsee. Zum 1. Januar 2027 steigen die VBB-Fahrpreise im Schnitt um rund 3,75 Prozent, und das Deutschlandticket kostet dann 66,80 Euro statt bisher 63 Euro im Monat. Der Verkehrsverbund begründet die Erhöhung mit hohen Kosten für Kraftstoffe, Personal und Investitionen. Ersatz- und Umleitungsverkehre für die Spandauer Sperrung werden laut Bericht noch erarbeitet.

Schüler in Charlottenburg fordern Zebrastreifen an der Gervinusstraße

Schüler in Charlottenburg fordern Zebrastreifen an der Gervinusstraße

📅 2026-10-09 | 🔗 Quelle: berliner-zeitung.de

Mit einer Aktion vor der Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule haben Kinder, Eltern und Lehrkräfte in Berlin-Charlottenburg punkt 15 Uhr einen Zebrastreifen an der Gervinusstraße gefordert, gleich am S-Bahnhof Charlottenburg. Die Schülerinnen und Schüler legten weiße Streifen auf den Asphalt, die Polizei hatte die Aktion allerdings nicht an der künftigen Stelle erlaubt, sondern nur vor der Schule. Der Zebrastreifen ist seit dem 25. Februar 2026 vom bezirklichen Mobilitätsrat beschlossen, auf der Fahrbahn fehlt er bislang. Eine Mutter aus der Nachbarschaft berichtet, dass Autos aus der Kurve zu schnell kommen und parkende Autos die Kinder verdecken. Die Kiezinitiative Lewishamstraße, deren Mitbegründer Joachim Schmitt ist, kämpft zusätzlich gegen die Barrierewirkung der Straße, die beim Bau einen Kiez durchtrennt hat. Laut Berliner Polizei gab es im ersten Halbjahr 2026 berlinweit 455 Verkehrsunfälle mit Kindern, 332 Kinder wurden verletzt, ein Kind kam ums Leben.

BVG schreibt Planung für die Straßenbahn M20 nach Tegel aus

BVG schreibt Planung für die Straßenbahn M20 nach Tegel aus

📅 2026-10-09 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

Die BVG hat Anfang Oktober 2026 die Generalplanung für eine neue Straßenbahnstrecke ausgeschrieben, die unter dem Arbeitstitel M20 vom Bahnhof Jungfernheide zum Kurt-Schumacher-Platz führen soll. Die rund 7,1 Kilometer lange Trasse soll das Schumacher Quartier und den Forschungs- und Industriepark auf dem ehemaligen Flughafen Tegel erschließen. Vorgesehen sind zehn barrierefreie Haltestellen und ein durchgehend zweigleisiger Ausbau, während der Hauptverkehrszeit ist ein Fünf-Minuten-Takt geplant, wobei die Ausschreibung Änderungen am Betriebskonzept ausdrücklich zulässt. Vorplanung und Entwurfsplanung sollen zwischen April 2027 und Ende 2029 erfolgen, das Planfeststellungsverfahren ist für April 2030 bis April 2032 vorgesehen. Einen verbindlichen Baubeginn nennt die Ausschreibung bislang nicht, eine Inbetriebnahme Mitte der 2030er Jahre gilt als möglich, aber unsicher. Im Schumacher Quartier hat der Wohnungsbau im September 2026 begonnen, die ersten 327 Wohnungen der landeseigenen degewo sollen Ende 2028 fertig sein.

Wirtschaft

Ryanair zieht alle sieben Flugzeuge vom BER ab, Eurowings baut aus

Ryanair zieht alle sieben Flugzeuge vom BER ab, Eurowings baut aus

📅 2026-10-09 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

Ryanair schließt seine Basis am Hauptstadtflughafen BER und zieht ab dem 24. Oktober alle sieben bisher in Berlin stationierten Flugzeuge ab. Zwölf Strecken fallen aus dem Winterflugplan, darunter Bologna, Palermo, Pisa, Triest, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, Marseille, Tallinn, Thessaloniki und Vilnius. Nach Unternehmensangaben sinkt die Zahl der Flüge ab Berlin um rund 50 Prozent, deutschlandweit fallen im Winter rund 700.000 Sitzplätze weg, den größten Teil davon in Berlin. Am BER verbleiben laut Ryanair rund eine Million Sitzplätze für die Wintersaison. Eurowings stationiert zwei zusätzliche Flugzeuge am BER, hat dann elf Maschinen und nennt 38 Ziele für den Winterflugplan. Ab dem 2. November fliegt Eurowings viermal wöchentlich nach Rom und dreimal nach Bologna, ab dem 1. November nimmt sie die täglichen Flüge nach Dubai wieder auf. Wizz Air verbindet Berlin ab dem 26. Oktober dreimal wöchentlich mit Vilnius, EasyJet plant für den Sommerflugplan 2027 Rimini und Ljubljana. Ryanair rechnet mit einem Rückgang seiner jährlichen Passagierzahl am BER von rund fünf auf etwa zweieinhalb Millionen und begründet die Kürzungen mit hohen Steuern, Sicherheitskosten und Flughafenentgelten, denen die Flughafengesellschaft widerspricht.

Berliner Einzelhandel verliert jeden Monat mehr als 140 Arbeitsplätze

Berliner Einzelhandel verliert jeden Monat mehr als 140 Arbeitsplätze

📅 2026-10-09 | 🔗 Quelle: berliner-zeitung.de

Nach einer Sonderauswertung der Bundesagentur für Arbeit, die der Berliner Zeitung vorliegt, sinkt die Zahl der Beschäftigten im Berliner Einzelhandel. Ende März 2026 waren in der Hauptstadt 115.862 Menschen sozialversicherungspflichtig im Einzelhandel beschäftigt, ein Jahr zuvor waren es 116.671. Die Zahl der Minijobs sank im selben Zeitraum um 912 auf 23.747. Zusammengerechnet sind das 1.721 Stellen weniger, im Schnitt mehr als 140 pro Monat. Der Handelsverband Deutschland sieht als Hauptursache die steigenden Arbeitskosten, darunter höhere Sozialversicherungsbeiträge, teurere Minijobs und die bevorstehende Anhebung des Mindestlohns auf 14,60 Euro zum Jahreswechsel. Bundesweit verlor der Einzelhandel nach Verbandsangaben in den vergangenen zwölf Monaten rund 4.000 Arbeitsplätze pro Monat. Der Verband warnt davor, Minijobs einzuschränken, weil sie in Stoß- und Randzeiten im Dienstleistungssektor gebraucht werden.

Stadtentwicklung & Wohnen

Europacity: 215 möblierte Apartments müssen als Sozialwohnungen vermietet werden

Europacity: 215 möblierte Apartments müssen als Sozialwohnungen vermietet werden

📅 2026-10-09 | 🔗 Quelle: tagesspiegel.de

Das Berliner Verwaltungsgericht hat entschieden, dass 215 hochpreisige möblierte Apartments in der Lisa-Fittko-Straße 5 bis 15 nördlich des Hauptbahnhofs künftig als Sozialwohnungen vermietet werden müssen. Das Land Berlin hatte gegen die aktuelle Eigentümerin QH2 Development und die frühere Eigentümerin Quartier Heidestraße GmbH geklagt. Grundlage ist ein städtebaulicher Vertrag von 2016, der die Mietpreis- und Belegungsbindung vorsah, eine Eintragung ins Grundbuch hatte das Land jedoch versäumt. Das Gericht stellte fest, dass die Pflicht beim Einbringungsvertrag nicht wirksam übertragen wurde, sah darin aber eine „vorsätzliche sittenwidrige Schädigung“ und sprach von einem „hohen Maß an Rücksichtslosigkeit“ gegenüber dem Land. Die alten und neuen Eigentümer müssen gemeinsam rund 1,84 Millionen Euro plus Zinsen Entschädigung zahlen, nämlich fünf Euro pro Quadratmeter für 38 Monate seit der Fertigstellung am 1. August 2023. Ab sofort fallen zusätzlich monatlich fünf Euro pro Quadratmeter an, bis die Belegungsbindung am 31. Juli 2043 endet, solange die Wohnungen nicht als Sozialwohnungen vermietet werden; das sind 48.465 Euro pro Monat. Das Urteil (VG 8 K 19/25) ist noch nicht rechtskräftig, weil die Berufung nicht zugelassen wurde, gegen die Nichtzulassung können die Eigentümer aber klagen. Bausenator Christian Gaebler (SPD) nannte das Urteil ein wichtiges Signal an alle Projektentwickler.

Im Berliner Osten entstehen 2.279 Mietwohnungen, ein Großteil davon gefördert

Im Berliner Osten entstehen 2.279 Mietwohnungen, ein Großteil davon gefördert

📅 2026-10-09 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

Fünf große Wohnungsbauprojekte im Osten Berlins stehen vor dem Abschluss und sollen bis Frühjahr 2027 bezugsfertig sein. Zusammen umfassen sie 2.279 Mietwohnungen, davon mindestens 1.703 öffentlich gefördert oder mietpreisgebunden. Das größte ist das Quartier der Gewobag an der Landsberger Allee 341 bis 343 in Lichtenberg mit 1.548 Wohnungen, das aus rund 3.000 vorgefertigten Modulen entsteht und Ende 2026 beziehungsweise Anfang 2027 fertig sein soll. Dort beginnen geförderte Einzimmerwohnungen für Haushalte mit WBS 100 oder 140 bei 148 Euro netto kalt, Zweizimmerwohnungen bei 251 Euro netto kalt. An der Konrad-Wolf-Straße 41 bis 44 in Alt-Hohenschönhausen vermietet die WBM 441 Wohnungen, der erste Einzug ist nach Unternehmensangaben ab Mitte Oktober 2026 vorgesehen. Die degewo baut an der Marzahner Promenade 140 Mietwohnungen mit Nettokaltmieten ab sieben Euro pro Quadratmeter, Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2027 angekündigt. Die GESOBAU ergänzt die Siedlung an der Alten Hellersdorfer Straße um 76 Mietwohnungen bis Frühjahr 2027, konkrete Einstiegsmieten nennt sie dafür noch nicht. Die HOWOGE errichtet an der Indira-Gandhi-Straße 6 in Weißensee 74 Mietwohnungen bis Februar 2027, ohne Pkw-Stellplätze, dafür mit 100 Fahrradstellplätzen.

High-Deck-Siedlung in Neukölln: Asbestfund, Sanierung kann bis zu 15 Jahre dauern

High-Deck-Siedlung in Neukölln: Asbestfund, Sanierung kann bis zu 15 Jahre dauern

📅 2026-10-09 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

Nach der kurzfristigen Räumung am Michael-Bohnen-Ring, von der rund 100 bewohnte Wohnungen betroffen waren, hat der Senat in seiner Antwort auf eine Schriftliche Anfrage des Grünen-Abgeordneten Andreas Otto neue Details veröffentlicht. Die HOWOGE erklärt, die sofortige Räumung sei eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen, nachdem eine Messung im Hausflur eine asbestbedingte Schadstoffbelastung ergeben habe. Bei den Bauarbeiten seien Abweichungen von der bisherigen Planung aufgetreten, die Herkunft der Belastung klärt die Gesellschaft mit weiteren Begehungen und Detailmessungen; einen Termin für die Rückkehr der Bewohner nennt die Antwort nicht. Von rund 2.400 Wohnungen in der Siedlung gehören 1.916 der HOWOGE und 427 der STADT UND LAND, die 2006 insgesamt 1.917 Einheiten an Investoren verkauft hatte, ohne eine Asbestsanierung zu vereinbaren. Die HOWOGE will ihren Bestand in zehn bis 15 Jahren sanieren, derzeit stehen dort 142 Wohnungen leer, die als Ausweichquartiere dienen sollen. Die STADT UND LAND plant ihre Arbeiten an der Fritzi-Massary-Straße für 2028 und 2029. Die Siedlung steht seit 2020 unter Denkmalschutz, und nach Angaben der HOWOGE ist bei Gebäuden dieser Bauart davon auszugehen, dass Asbest nicht nur punktuell vorkommt. Nach Angaben des Berliner Mietervereins dürfen die Kosten einer Asbestsanierung nicht auf die Miete umgelegt werden, und muss ausgezogen werden, trägt der Vermieter Umzugs- und Ersatzunterkunftskosten. Ab dem 20. Dezember 2026 sind nach der novellierten Gefahrstoffverordnung auch Abbrucharbeiten mit niedrigem und mittlerem Risiko genehmigungspflichtig.

Sommerbad Spandau Süd: Sanierung beginnt Mitte Oktober, Wiedereröffnung 2028

Sommerbad Spandau Süd: Sanierung beginnt Mitte Oktober, Wiedereröffnung 2028

📅 2026-10-09 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

Das Sommerbad im Kombibad Spandau Süd an der Gatower Straße ist seit 2023 geschlossen, weil Schäden an den Rohrleitungen die Chlorzufuhr unterbrachen und die Berliner Bäder-Betriebe die Hygieneanforderungen nicht mehr erfüllen konnten. Nach Finanzierungsfragen, Problemen im Vergabeverfahren und einem Nachprüfungsverfahren gegen die Vergabe der Bauleistungen kündigen die Bäder-Betriebe nun den Baubeginn an. Ab Mitte Oktober 2026 werden zunächst Pflanzen gerodet, die alten Becken, die Badeplatte, der Sprungturm und eines der Umkleidegebäude abgebrochen. Danach entstehen neue Edelstahlbecken, eine vollständig erneuerte Verrohrung und ein neuer Standort für das Kinderplanschbecken, dazu neue Umkleide- und Sanitärcontainer, die nach dem Zeitplan bis Ende 2026 fertig sein sollen. Die reine Bauzeit wird mit rund einem Jahr angesetzt, die Wiedereröffnung ist für die Sommersaison 2028 vorgesehen, nachdem zuletzt noch 2027 geplant war. Ein konkretes Eröffnungsdatum nennen die Bäder-Betriebe bislang nicht. Das benachbarte Hallenbad bleibt in Betrieb und steht Öffentlichkeit, Schulen und Vereinen weiterhin zur Verfügung.

Sicherheit & Justiz

Schöneberg: Zwei Menschen bei Schüssen verletzt, Polizei prüft Clan-Hintergrund

Schöneberg: Zwei Menschen bei Schüssen verletzt, Polizei prüft Clan-Hintergrund

📅 2026-10-09 | 🔗 Quelle: tagesspiegel.de

In der Naumannstraße in Berlin-Schöneberg sind am Freitagnachmittag nach einem Streit mindestens zwei Menschen von Schüssen verletzt worden. Der Notruf ging nach Polizeiangaben gegen 17.15 Uhr ein, die mutmaßlichen Schützen flüchteten anschließend in mehreren Autos, wie viele es waren, ist noch unklar. Die beiden Verletzten erlitten Schusswunden, die nach Polizeiangaben nicht lebensgefährlich sind, Rettungskräfte brachten sie in Krankenhäuser. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen, Spuren am Tatort wurden gesichert, zahlreiche Augenzeugen wurden befragt und Videoaufnahmen werden ausgewertet. Laut einem Bericht der Zeitung Bild handelt es sich bei den Verletzten um zwei Mitglieder einer arabischstämmigen Großfamilie, zu deren Mitgliedern Ermittler bereits Straftaten zählen. Zur Identität wollte sich der Polizeisprecher zunächst nicht äußern, ein möglicher Clan-Hintergrund werde aber geprüft. Der Sprecher sagte dem Tagesspiegel: „Wir sind wirklich erst ganz am Anfang.“

Frau stirbt nach Unfall in Wedding: Polizei geht von Fahrerflucht aus

📅 2026-10-09 | 🔗 Quelle: rbb24

Eine Frau ist am Freitagmorgen in Berlin-Wedding nach einem Verkehrsunfall gestorben. Wie die Polizei mitteilte, entdeckten Zeugen die Frau gegen 9:45 Uhr schwer verletzt auf der Holländerstraße. Trotz Wiederbelebungsversuchen starb sie noch vor Ort. Nach ersten Zeugenaussagen und Ermittlungen könnte sie von einem unbekannten Fahrer mit einem Fahrzeug angefahren worden sein. Ein Polizeisprecher bestätigte auf Nachfrage, dass die Polizei derzeit von Fahrerflucht ausgeht.

Messerangriff auf 87-jährige Mutter in Spandau: Sohn freigesprochen

Messerangriff auf 87-jährige Mutter in Spandau: Sohn freigesprochen

📅 2026-10-09 | 🔗 Quelle: tagesspiegel.de

Das Amtsgericht Tiergarten hat einen 62-jährigen Berliner nach einem Messerangriff auf seine pflegebedürftige Mutter freigesprochen. Es sei nicht auszuschließen, dass seine Steuerungsfähigkeit bei der Tat aufgehoben war und er daher nicht schuldfähig war. Damit folgte das Gericht den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Der Angeklagte hatte im September 2024 in der gemeinsam bewohnten Wohnung in Spandau zu einem Küchenmesser gegriffen und seine damals 87-jährige Mutter am Hals schwer verletzt; ihr Leben konnte gerettet werden. Danach rief er selbst die Polizei. Die Anklage lautete auf gefährliche Körperverletzung. Nach einem psychiatrischen Gutachten lagen bei ihm eine Anpassungsstörung und Alkoholabhängigkeit vor; er war zuvor nie durch Gewalt aufgefallen. Die an Demenz erkrankte Mutter war zu Sohn und Lebensgefährtin in eine Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung gezogen, weil sie nicht mehr allein leben konnte. Der Sohn berichtete von massiver Überforderung, Nachtschichten und zunehmendem Alkoholkonsum. Er bedauere die Tat zutiefst, könne sie sich aber nach eigenen Angaben nicht erklären.