2026-10-04Rubrik Berlin Lokal

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Veranstaltungen & Kultur

Tresor öffnet erstmals seine Katakomben: Ausstellung rüttelt am Mythos der wilden Neunziger

Tresor öffnet erstmals seine Katakomben: Ausstellung rüttelt am Mythos der wilden Neunziger

📅 2026-10-03 | 🔗 Quelle: Tagesspiegel

Die unterirdischen Katakomben des Techno-Clubs Tresor sind zum ersten Mal für Besucher geöffnet: Vom 3. Oktober bis zum 9. November 2026 zeigt das Kraftwerk Berlin dort die Ausstellung „Tanzflächen der Wiedervereinigung“. Mehr als 30 Beiträge aus Berlin und Ostdeutschland setzen sich mit der oft romantisch verklärten Nachwendezeit auseinander. Neben den bekannten Geschichten von Clubkultur, Aufbruch und Jugendszene kommen auch Strukturverlust und Existenzängste der frühen Neunziger zur Sprache. Die Schau fragt, welche Geschichten der Club- und Jugendkultur rund um 1989 im kulturellen Gedächtnis gelandet sind und welche bis heute fehlen. Die Kuratorin fasst den Anspruch knapp zusammen: „Wir wollen einfach nur die Erzählung erweitern.“

Ocean Berlin am Ostkreuz: Großaquarium mit zehn Millionen Litern Wasser rückt näher

Ocean Berlin am Ostkreuz: Großaquarium mit zehn Millionen Litern Wasser rückt näher

📅 2026-10-03 | 🔗 Quelle: Entwicklungsstadt Berlin

Das Großaquarium Ocean Berlin in Lichtenberg, An der Mole 1 und rund 200 Meter vom Bahnhof Ostkreuz entfernt, soll im Frühjahr 2027 eröffnen. Auf etwa 10.000 Quadratmetern entsteht eine Anlage mit insgesamt zehn Millionen Litern Wasser, davon 7,5 Millionen Liter im Hauptbecken, durch das ein Unterwassertunnel aus Acryl führt. Rund 400 Tierarten sollen in sechs Themenwelten leben: offener Ozean, Rotes Meer, Großes Barriereriff, Mangrovenwälder, Karibik und Nordsee, darunter Zebrahaie, Sägefische und Adlerrochen. Derzeit laufen Innenausbau und technische Installation, die Befüllung der Becken ist für Mitte Oktober 2026 vorgesehen. Die Eintrittspreise werden bislang auf etwa 20 bis 25 Euro pro Person geschätzt, offiziell festgelegt sind sie noch nicht.

Wirtschaft

Studie: 35.200 Arbeitsplätze in der Region hängen am BER

Studie: 35.200 Arbeitsplätze in der Region hängen am BER

📅 2026-10-03 | 🔗 Quelle: Entwicklungsstadt Berlin

Eine im September 2026 veröffentlichte Studie der Wirtschaftsförderung Dahme-Spreewald beziffert die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens BER für Berlin und Brandenburg. Demnach hängen in der Region 35.200 Vollzeitstellen direkt oder indirekt am Flughafenbetrieb. Am BER selbst arbeiten rund 20.000 Menschen auf etwa 15.900 regulären Stellen, Aufträge an Zulieferer und die Ausgaben der Beschäftigten sichern weitere 19.300 Arbeitsplätze. Die Wertschöpfung liegt laut Studie bei 3,7 Milliarden Euro, die Steuereinnahmen für die Region bei 233,5 Millionen Euro. Im Landkreis Dahme-Spreewald ist etwa jeder achte sozialversicherungspflichtige Arbeitsplatz mit dem Flughafen verbunden. Exportierende Unternehmen verschickten Waren im Wert von 4,3 Milliarden Euro über den BER, was rund 22.900 Arbeitsplätze in der Region stützt. Zugleich fällt das Urteil international tätiger Firmen kritisch aus: Nur sieben Prozent zeigen sich mit dem Langstreckenangebot zufrieden, nur 26 Prozent bewerten die Anbindung per Bahn und Straße positiv.

Stadtentwicklung & Wohnen

Schloss Charlottenburg bleibt bis 2029 Baustelle, Kosten steigen auf fast 13 Millionen Euro

Schloss Charlottenburg bleibt bis 2029 Baustelle, Kosten steigen auf fast 13 Millionen Euro

📅 2026-10-03 | 🔗 Quelle: Entwicklungsstadt Berlin

Die Sanierung der Außenanlagen von Schloss Charlottenburg dauert deutlich länger und wird teurer als geplant. Ursprünglich sollten die Arbeiten 2027 abgeschlossen sein und rund zehn Millionen Euro kosten, nach dem neuen Zeitplan ist die Fertigstellung nun für 2029 vorgesehen, die Kosten wurden auf 12,96 Millionen Euro angehoben. Seit dem Frühjahr 2026 sind bereits mehrere Flächen neu gestaltet, fertig sind unter anderem die Schlossterrasse und der Theaterhof. Andere Bereiche sind weiterhin von Bauzäunen und Material geprägt, Tief- und Landschaftsbauarbeiten laufen vor allem auf der Westseite. Zwei Gartenbereiche sollen noch 2026 fertig werden, danach folgen Luisenplatz, Ehrenhof, Schlossplatz und die Freianlagen am Besucherzentrum. Die Arbeiten betreffen nicht nur die Optik: Veraltete Trinkwasserleitungen werden ausgetauscht, nicht mehr benötigte Leitungen stillgelegt, und Regenwasser soll künftig vor Ort bewirtschaftet werden. Für Besucher wichtig: Der Weihnachtsmarkt am Schloss findet trotz der Baustelle statt, vom 23. November bis 27. Dezember 2026, an Heiligabend geschlossen. Für Charlottenburg bedeutet der neue Zeitplan, dass eines der bekanntesten Wahrzeichen des Bezirks noch gut drei Jahre lang teilweise eingerüstet und abgesperrt bleibt.

Kulturforum: Drei Großprojekte für zusammen rund 3,1 Milliarden Euro

Kulturforum: Drei Großprojekte für zusammen rund 3,1 Milliarden Euro

📅 2026-10-03 | 🔗 Quelle: Entwicklungsstadt Berlin

Am Kulturforum am Potsdamer Platz stehen drei große Bauvorhaben mit einem Gesamtvolumen von etwa 3,11 Milliarden Euro an, die sich bis in die 2040er-Jahre ziehen. Das Museum berlin modern nach Entwurf von Herzog & de Meuron kostet einschließlich Risikoreserven 507 Millionen Euro und soll 2030 fertig sein, mit rund 9.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche für Kunst des 20. Jahrhunderts. Im selben Jahr beginnt die Sanierung der Staatsbibliothek im Scharoun-Bau von 1978, veranschlagt mit 1,1 Milliarden Euro plus 350 Millionen Euro Rücklagen. Die Arbeiten sollen bis 2041 dauern, rund 5,4 Millionen Bücher müssen dafür umziehen. Die Philharmonie wird ab 2032 für 800 Millionen Euro modernisiert, hinzu kommen 350 Millionen Euro für eine Ausweichspielstätte, der Bund beteiligt sich mit 225 Millionen Euro. Zusammen verändern die drei Projekte das Kulturforum über viele Jahre grundlegend.

Elements an der Spree: Wellenfassaden des Projekts in Mitte werden sichtbar

Elements an der Spree: Wellenfassaden des Projekts in Mitte werden sichtbar

📅 2026-10-03 | 🔗 Quelle: Entwicklungsstadt Berlin

An der Michaelkirchstraße in Mitte nimmt das Projekt Elements nach einer längeren Baupause sichtbar Gestalt an. Auf etwa 5.500 Quadratmetern entstehen direkt an der Spree fünf unterschiedliche Baukörper nach Entwürfen des Architekturbüros J. Mayer H. Die vier klassischen Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft bestimmen Materialwahl und Fassaden der einzelnen Gebäude. Prägend sind helle, senkrechte Stäbe, die sich wellenartig über die Fassaden ziehen, dazu bronzefarbene Lamellen, abgerundete Ecken neben kantigen Formen sowie große Glasflächen im Wechsel mit massiven grauen Wandteilen. Vorgesehen sind vor allem Büros, ergänzt um Wohnungen, Studios und Gastronomie, eine öffentliche Uferpromenade soll die Gebäude verbinden. Große Teile der Fassaden sind inzwischen zu sehen, die Fertigstellung ist absehbar.