2026-10-08Rubrik Gesundheit & Diabetes

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Diabetes-News

GLP-1-Rezeptor-Agonisten verursachen häufiger Nagelveränderungen und Haarprobleme

GLP-1-Rezeptor-Agonisten verursachen häufiger Nagelveränderungen und Haarprobleme

📅 2026-10-07 | 🔗 Quelle: Deutsches Ärzteblatt

Zwei Studien, die auf dem Kongress der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie (EADV) 2026 in Wien präsentiert wurden, zeigen, dass Anwender von GLP-1-Rezeptor-Agonisten (GLP-1-RA) deutlich häufiger Nagelveränderungen und Haarprobleme entwickeln als Vergleichsgruppen ohne diese Medikation. Bei Anwendern traten abgelöste oder verfärbte Nägel sowie Haarwachstumsstörungen und Kopfhautprobleme häufiger auf. Die Studie ergab, dass etwa 66 Prozent der GLP-1-Anwender mindestens ein Nagelproblem aufwiesen, gegenüber 53 Prozent in der Kontrollgruppe. Die Unterschiede zeigten sich diese Unterschiede auch nach Berücksichtigung des Gewichtsverlusts, was darauf hindeutet, dass der Gewichtsverlust allein nicht für die Veränderungen verantwortlich ist. Dermatologische Defekte waren die häufigste Nebenwirkung, ohne dass jedoch Kausalität eindeutig nachgewiesen wurde.

Warum Krankenkassen keine pflanzlichen Diäten aktiv fördern

Warum Krankenkassen keine pflanzlichen Diäten aktiv fördern

📅 2026-10-06 | 🔗 Quelle: NutritionFacts.org

Laut einem Beitrag auf NutritionFacts.org liegt der Grund für die mangelnde Unterstützung von pflanzlichen und gesünderen Ernährungsweisen durch Krankenkassen in finanzielle Fehlanreizen. Da die meisten Versicherer einen Prozentsatz der Prämien als Gewinn einkassieren, erhöhen steigende Gesundheitskosten direkt ihre Einnahmen. Eine bloße Ein-Prozent-Reduktion der überschüssigen Körperfettmasse könnte zehn Milliarden Euro in Kosten sparen. Viele chronische Krankheiten, die ein konstanter Kostentreiber im Gesundheitssystem sind, könnten durch richtige Ernährung verhindert werden; Nach Darstellung des Beitrags kann Vollkornpflanzenkost bei Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen und Bluthochdruck eine Rolle in Behandlung und Vorbeugung spielen. Kaiser Permanente empfiehlt Ärzten bereits, allen Patienten, besonders jenen mit Bluthochdruck, Diabetes oder Adipositas, eine pflanzliche Ernährung zu empfehlen. Der Beitrag sieht darin einen Widerspruch zwischen Patientengesundheit und wirtschaftlichen Anreizen der Versicherer.

Medizin & Forschung allgemein

Herzstiftung fordert mehr Beachtung von Umweltrisiken für die Herzgesundheit

Herzstiftung fordert mehr Beachtung von Umweltrisiken für die Herzgesundheit

📅 2026-10-07 | 🔗 Quelle: Deutsches Ärzteblatt

Die Deutsche Herzstiftung appelliert für ein Umdenken in der Kardiologie und warnt vor Umweltfaktoren, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erheblich erhöhen. Zu diesen Faktoren gehören Feinstaubbelastung, Verkehrs- und Fluglärm, Mikroplastik und Hitze. Laut Thomas Meinertz von der Stiftung können Umwelteinflüsse wie Feinstaub, Lärm, Hitze und Umweltgifte das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich erhöhen oder eine bestehende Erkrankung verschärfen. Der Kardiologe Thomas Münzel betont, dass Herzgesundheit die Luft, die wir atmen, die Nacht, in der wir schlafen, die Straße, auf der wir leben, und die Hitze, der wir ausgesetzt sind, umfasse. Die Experten fordern daher, dass Herzprävention nicht nur traditionelle Risikofaktoren (Cholesterin, Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, Gewicht) adressiert, sondern auch politische Maßnahmen in Stadtplanung, Energiepolitik, Verkehr und Industrieregulierung einbezieht.

Projekt zur Verbesserung der Nachsorge bei Hirntumorerkrankungen im Kindesalter

Projekt zur Verbesserung der Nachsorge bei Hirntumorerkrankungen im Kindesalter

📅 2026-10-07 | 🔗 Quelle: Deutsches Ärzteblatt

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) leitet ein Projekt zur Verbesserung der Nachbetreuung von Kindern und Jugendlichen, die eine Hirntumorerkrankung überstanden haben. Nach einer Hirntumorerkrankung treten häufig erhebliche Spätfolgen auf, die umfassende medizinische Überwachung erfordern. Zu den bekannten Komplikationen gehören neurologische Defizite, hormonelle Störungen, Seh- und Hörstörungen, Herz- und Nierenfunktionsstörungen, Unfruchtbarkeit und ein erhöhtes Risiko für sekundäre Krebserkrankungen. Viele dieser Spätfolgen treten erst Monate oder Jahre nach der Primärbehandlung auf und erfordern eine spezialisierte, koordinierte Langzeitbetreuung. Das Projekt zielt darauf ab, bessere Nachsorgestrukturen und Monitoring-Systeme zu etablieren, um diese Komplikationen früher zu erkennen und besser zu bewältigen.

Nobelpreis für Chemie würdigt asymmetrische Synthese für Arzneimittelherstellung

Nobelpreis für Chemie würdigt asymmetrische Synthese für Arzneimittelherstellung

📅 2026-10-07 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de

Der Nobelpreis für Chemie 2026 geht an den Franzosen Henri Kagan und den Japaner Kenso Soai für die Entdeckung nichtlinearer Effekte und Autokatalyse in der asymmetrischen organischen Synthese. Ihre Arbeiten klären, wie Moleküle in nur einer Spiegelbildvariante entstehen können — entscheidend für die Herstellung moderner Arzneimittel. Viele Medikamente wirken nur bei der richtigen Form; die andere Variante kann unwirksam oder toxisch sein. Das bekannte Beispiel ist Thalidomid, bei dem die eine Form Entzündungen hemmt, die andere aber zu Missbildungen führte. In der Medizin erhielten drei Forscher für die Optogenetik die Auszeichnung: Peter Hegemann (71, Berlin), Georg Nagel (73, Würzburg) und Karl Deisseroth (54, USA) — damit können Nervenzellen mit Licht präzise gesteuert werden. Das Preisgeld beträgt 12 Millionen schwedische Kronen (etwa 1 Million Euro).

Beitragssätze für Kranken- und Rentenversicherung 2027 erhöht

Beitragssätze für Kranken- und Rentenversicherung 2027 erhöht

📅 2026-10-07 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de

Das Bundeskabinett beschloss Erhöhungen der Beitragsbemessungsgrenzen für 2027, die Verdienste ab bestimmten Schwellwerten betreffen. In der gesetzlichen Krankenversicherung steigt die Grenze von 5.812,50 Euro auf 6.375 Euro monatlich, bei der Rente von 8.450 auf 8.850 Euro — damit erhöhen sich die Abzüge für Gutverdiener. Eine zusätzliche Anhebung um 300 Euro in der Krankenversicherung geht auf ein Gesundheitssparpaket der Koalition zurück, das die Krankenkassen bei steigenden Gesundheitsausgaben entlasten soll. Die Anpassung folgt der durchschnittlichen Lohnsteigerung von 4,38 Prozent 2025. Der Bundesrat muss der Verordnung noch zustimmen.

Laborantin in Russland an Lungenpest gestorben

Laborantin in Russland an Lungenpest gestorben

📅 2026-10-07 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de

Eine 28 Jahre alte Laborantin des Forschungszentrums zur Pestbekämpfung in Irkutsk ist an Lungenpest gestorben. Sie hatte sich mutmaßlich an einem zerbrochenen Reagenzglas an ihrem Arbeitsplatz infiziert. Etwa 200 Kontaktpersonen wurden unter Quarantäne gestellt. Die WHO stuft das Risiko derzeit als moderat bis niedrig für die Region Irkutsk ein, niedrig für Russland insgesamt und sehr niedrig für den Rest Europas. Der WHO-Generaldirektor forderte von Russland Transparenz und vollständigen Informationsaustausch, um die Gesundheitsrisiken genau einzuschätzen.

Phase-2-Studie: Krebsimpfstoff mit Pembrolizumab bei Kopf-Hals-Tumoren erfolgreich

Phase-2-Studie: Krebsimpfstoff mit Pembrolizumab bei Kopf-Hals-Tumoren erfolgreich

📅 2026-10-07 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de

In einer offenen Phase-2-Studie zeigte der Krebsimpfstoff PDS0101 in Kombination mit dem Immun-Checkpoint-Inhibitor Pembrolizumab vielversprechende Ergebnisse bei Personen mit fortgeschrittenen HPV16-positiven Kopf-Hals-Tumoren. Der Impfstoff zielt auf die onkogenen HPV-Proteine E6 und E7 ab, die etwa 80–90 % der HPV-positiven Oropharynxkarzinome verursachen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „JAMA Oncology“ veröffentlicht und deuten auf verlängerte Überlebenszeiten hin. Die Wirksamkeit setzt eine intakte Krebsabwehr voraus.

RKI stellt Online-Tool für aktuelle Antibiotikaresistenzen bereit

RKI stellt Online-Tool für aktuelle Antibiotikaresistenzen bereit

📅 2026-10-07 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de

Das Robert-Koch-Institut und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte haben ein digitales Tool zur Abfrage aktueller Antibiotikaresistenzen veröffentlicht. Ärztinnen und Ärzte können damit Resistenzanteile für verschiedene Erreger-Antibiotikum-Kombinationen in Deutschland abrufen und gezielt nach relevanten Antibiotika und Erregern filtern. Die Datengrundlage bildet die Antibiotika-Resistenz-Surveillance des RKI, die Daten aus dem stationären und ambulanten Bereich erfasst. Die Tabelle wird jährlich aktualisiert und soll helfen, Therapieversagen und die Ausbreitung von Resistenzen zu verhindern.

WHO warnt vor erhöhten Gesundheitsrisiken durch El Niño

WHO warnt vor erhöhten Gesundheitsrisiken durch El Niño

📅 2026-10-07 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de

Die Weltgesundheitsorganisation und die Deutsche Fachgesellschaft für Reisemedizin warnen vor erhöhten Gesundheitsrisiken durch das Klimaphänomen El Niño in den kommenden Monaten. Zu den möglichen Folgen gehören hitzebedingte Erkrankungen, wasser- und mückenübertragene Infektionen, psychische Belastungen, Mangelernährung und Waldbrände. Besonders betroffen sind Länder mit schwachen Gesundheitssystemen. Der Höhepunkt wird zwischen Dezember 2026 und Februar 2027 erwartet, kann in einigen Regionen aber bis ins Frühjahr 2027 anhalten. Historisch zeigen Analysen, dass starke El-Niño-Ereignisse zu deutlichen Anstiegen von Dengue- und Chikungunya-Fieber führten.

Metaanalyse: Strukturiertes Training könnte Krebspatienten länger am Leben halten

Metaanalyse: Strukturiertes Training könnte Krebspatienten länger am Leben halten

📅 2026-10-07 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de

Eine Metaanalyse im „British Journal of Sports Medicine“ deutet darauf hin, dass strukturiertes körperliches Training bei Krebserkrankungen nicht nur die Lebensqualität verbessert, sondern möglicherweise auch das Überleben verlängert. Forscher um Chih-Chen Tzang von der nationalen Taiwan-Universität werteten randomisiert-kontrollierte Studien aus, an denen Erwachsene mit gesicherter Krebserkrankung teilnahmen. Untersucht wurden geplante Trainingsprogramme mit vorgegebenen Komponenten wie Trainingsart, Dauer und Häufigkeit. Eingeschlossen wurden nur Studien, die Überlebens- oder pathologische Endpunkte berichteten.

WHO veröffentlicht erste globale Leitlinien zu Adipositas bei Kindern und Jugendlichen

WHO veröffentlicht erste globale Leitlinien zu Adipositas bei Kindern und Jugendlichen

📅 2026-10-07 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de

Die Weltgesundheitsorganisation hat erstmals globale Leitlinien zur Behandlung von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen veröffentlicht. Empfohlen werden strukturierte multimodale Programme mit Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltensinterventionen. Von Medikamenten wird bei Kindern abgeraten, bei Jugendlichen sollten solche Mittel nur sehr zurückhaltend eingesetzt werden. 2024 lebten weltweit 170 Millionen Kinder und Jugendliche (5–19 Jahre) mit Adipositas, darunter 70 Millionen Kinder (5–9 Jahre) und 100 Millionen Jugendliche (10–19 Jahre). Seit 1990 hat sich die Adipositas-Prävalenz in dieser Altersgruppe von 2 auf 8 Prozent vervierfacht.

Bundesgesundheitsministerium kündigt überarbeitetes Präventionsgesetz an

Bundesgesundheitsministerium kündigt überarbeitetes Präventionsgesetz an

📅 2026-10-06 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de

Das Bundesgesundheitsministerium plant, Anfang 2027 einen Entwurf für ein weiterentwickeltes Präventionsgesetz vorzulegen. Dies kündigte die parlamentarische Staatssekretärin Christiane Schenderlein (CDU) an, die das Gesetz auf Basis von Gesprächen mit Verbänden, Trägern der Nationalen Präventionskonferenz und anderen Akteuren entwickelt. Ziel ist es, Prävention zu einer tragenden Säule des Gesundheitssystems zu machen und bisher schwer zugängliche Gruppen zu erreichen. Im Sommer startete das BMG eine Präventionsoffensive. Die Robert-Bosch-Stiftung fordert in einem Positionspapier eine grundlegende Neuausrichtung des Systems in seiner Zielsetzung, Anreizstruktur und Steuerungslogik.

FDA-Beratungsgremium unterstützt Krebs-Bluttest Galleri

FDA-Beratungsgremium unterstützt Krebs-Bluttest Galleri

📅 2026-10-06 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de

Ein Beratungsgremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Krebs-Bluttest Galleri die Unterstützung ausgesprochen. Die Fachleute votierten mit sieben zu zwei Stimmen bei einer Enthaltung dafür, dass der mögliche Nutzen des Tests die Risiken überwiegt. Das Gremium hatte zuvor bereits festgestellt, dass der Test für Menschen ab 50 Jahren ausreichend sicher und wirksam erscheine. Eine endgültige Zulassung durch die FDA ist damit allerdings noch nicht verbunden; die Behörde ist an die Empfehlung nicht gebunden und wird eine endgültige Entscheidung in den kommenden Monaten treffen.

Universität Bielefeld entwickelt Antikörper-Produktion in Mikroalgen

Universität Bielefeld entwickelt Antikörper-Produktion in Mikroalgen

📅 2026-10-06 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de

Das Centrum für Biotechnologie (CeBiTec) der Universität Bielefeld arbeitet an einer neuen Plattform zur Herstellung therapeutischer Antikörper mithilfe von Mikroalgen. Das Projekt „Heniprotect“ wird von der Europäischen Union im Rahmen von Horizon Europe mit insgesamt 16,32 Millionen Euro gefördert und von 18 Partnern aus Forschung, Medizin und Industrie durchgeführt. Die Arbeitsgruppe um Olaf Kruse und Thomas Baier untersucht, wie die Grünalge Chlamydomonas reinhardtii als kostengünstige und skalierbare Produktionsplattform genutzt werden kann. Das Ziel ist eine inhalierbare Antikörpertherapie gegen Nipah- und Hendra-Viren sowie eine schnell skalierbare Produktion für künftige Pandemien.

EU-Parlament beschließt strengere Grenzwerte für schädliche Chemikalien

EU-Parlament beschließt strengere Grenzwerte für schädliche Chemikalien

📅 2026-10-06 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de

Das EU-Parlament hat mit 499 Ja-Stimmen bei 49 Gegenstimmen und 104 Enthaltungen strengeren Grenzwerten für mehrere schädliche Chemikalien zugestimmt. Diese Stoffe kommen unter anderem in Batterien für Elektrofahrzeuge vor oder entstehen bei der Stahlproduktion. Nach Einschätzung des Parlaments sollen die neuen Grenzwerte in den kommenden 40 Jahren rund 1.700 Lungenkrebsfälle und 19.000 weitere arbeitsbedingte Erkrankungen verhindern. Die Industrie erhält eine sechsjährige Übergangsfrist zur Anpassung. Nach Inkrafttreten der Richtlinie haben die Mitgliedstaaten zwei Jahre Zeit, die Regeln in nationales Recht umzusetzen.

Antikörper Blinatumomab ersetzt Chemotherapie bei Kinderleukämie teilweise

Antikörper Blinatumomab ersetzt Chemotherapie bei Kinderleukämie teilweise

📅 2026-10-06 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de

Der bispezifische Antikörper Blinatumomab kann bei Kindern und Jugendlichen mit akuter lymphoblastischer B-Zell-Leukämie (B-ALL) die Chemotherapie teilweise ersetzen. Die Ergebnisse einer klinischen Studie zeigten, dass in einer Hochrisikogruppe das ereignisfreie Überleben nach vier Jahren verbessert wurde, während die Toxizität deutlich vermindert war. Die Studie wurde auf einem Kongress der European Hematology Association in Stockholm vorgestellt und jetzt im New England Journal of Medicine (NEJM 2026, DOI: 10.1056/NEJMoa2604166) publiziert. B-ALL ist die häufigste Krebserkrankung bei Kindern und Jugendlichen mit etwa 550 bis 600 Fällen pro Jahr.

Kenia bestätigt ersten Ebola-Fall im Land

Kenia bestätigt ersten Ebola-Fall im Land

📅 2026-10-06 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de

Im ostafrikanischen Kenia ist der erste Fall einer Ebola-Infektion mit dem Bundibugyo-Virus bestätigt worden. Der Patient, der sieben Jahre in der Demokratischen Republik Kongo gelebt hatte, erkrankte vor etwa einem Monat, reiste dann über Uganda nach Kenia und starb in Nairobi. Das Bundibugyo-Virus, das seit Monaten in der Demokratischen Republik Kongo grassiert, hat dort bereits 4.148 Todesfälle verursacht. Nach Angaben des Africa CDC ist dies der am schnellsten wachsende Ebola-Ausbruch bisher. Die kenianischen Gesundheitsbehörden haben 28 Kontaktpersonen des Verstorbenen identifiziert, darunter Angehörige und medizinisches Personal.

Bundesgesundheitsministerium legt Standards für Telemedizin-Netzwerke fest

Bundesgesundheitsministerium legt Standards für Telemedizin-Netzwerke fest

📅 2026-10-06 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de

Das Bundesgesundheitsministerium hat Mindestanforderungen für Telemedizin-Netzwerke unter der Krankenhausreform veröffentlicht, die seit Ende September gelten. Telemedizin-Netzwerke müssen aus mindestens fünf Krankenhausstandorten von mindestens zwei unterschiedlichen Betreibern bestehen, wobei eine Universitäts- oder Hochschulklinik den Koordinator stellt. Die verwendeten technischen Lösungen müssen interoperabel sein und europäische Standards erfüllen. Teilnehmende Krankenhäuser müssen Patientendaten interoperabel verarbeiten können und entsprechende IT-Sicherheitsvorkehrungen treffen. Die Netzwerke müssen vor Einsatz die Übereinstimmung mit Grund- und Fachmodulen nachweisen. Fünf Länder haben bereits Vorhaben bewilligt bekommen, weitere prüfen noch eingereichte Anträge.

New York ruft Notstand wegen steigender Maserninzidenz aus

New York ruft Notstand wegen steigender Maserninzidenz aus

📅 2026-10-06 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de

Gouverneurin Kathy Hochul hat in New York angesichts wachsender Maserninfektionen den Notstand ausgerufen. Dies ermöglicht es dem Bundesstaat, schneller zu reagieren und den Kreis der impfberechtigten Fachkräfte zu erweitern — etwa auf Rettungskräfte und Apotheker. Seit Jahresbeginn wurden 108 Masernfälle im Bundesstaat registriert: sieben in New York City und 101 im übrigen Gebiet. In den gesamten USA wurden bis Juli über 2.300 Fälle in 45 Bundesstaaten verzeichnet, mehr als im gesamten Jahr 2025. Kanada hatte 2025 seinen Status als „masernfrei“ nach einem Ausbruch verloren. Hochul betonte, dass niemand durch eine vermeidbare Krankheit schwer erkranken darf.