Robbie Williams wird 2027 beim Lollapalooza-Festival in Berlin auftreten und damit sein lang erwartetes Berlin-Debüt auf dem Festival geben. Das Festival findet am 17. und 18. Juli 2027 im Olympiastadion und auf dem Olympiapark statt. Williams ist Headliner, als weitere bestätigte Acts nennen die Veranstalter die US-amerikanische Indie-Band The Neighbourhood und den Singer-Songwriter Sombr. Weitere Künstler und Programmpunkte sollen in Kürze bekanntgegeben werden.
Great10k-Lauf am Sonntag: Umfangreiche Straßensperrungen in Charlottenburg
Am Sonntag findet in Berlin der Great10k-Lauf statt, Start und Ziel liegen am Schloss Charlottenburg. Die zehn Kilometer lange Strecke führt über Otto-Suhr-Allee, Ernst-Reuter-Platz, Straße des 17. Juni, Großen Stern, Zoo Berlin, Elefantentor, Budapester Straße, Kantstraße, Schloßstraße und Spandauer Damm. Der Spandauer Damm wird ab etwa 6 Uhr für die Bambini- und Kinderläufe gesperrt, die übrige Strecke ab etwa 10 Uhr, gegen 14.30 Uhr beginnt die schrittweise Freigabe. Um 10.15 Uhr startet der Bambinilauf über 800 Meter, um 10.30 Uhr der Kinderlauf über 1.500 Meter, um 11 Uhr folgen die Hauptläufe über 10 Kilometer und die 2x5-Kilometer-Staffel, um 12.30 Uhr die Kurzstrecke über 4,2 Kilometer. Erwartet werden mehr als 7.000 Läuferinnen und Läufer.
Beethoven-Fokus in Berlins Klassik-Saison zum 200. Todestag
Anlässlich des 200. Todestages von Ludwig van Beethoven im März 2027 setzen Berliner Konzerthäuser Schwerpunkte. Das Belcea Quartet spielt bis April 2027 in sechs Konzerten alle 16 Streichquartette im Pierre Boulez Saal. Die Violinistin Antje Weithaas und der Pianist Dénes Várjon präsentieren Beethovens zehn Violinsonaten an drei aufeinanderfolgenden Tagen, darunter die Kreutzer-Sonate. Das Deutsche Symphonie-Orchester unter Ingo Metzmacher bringt Psalmvertonungen von Lili Boulanger, Strawinsky und Bernstein auf die Bühne. Am Freitag, 9. Oktober, um 20 Uhr zeigt ein Casual Concert in der Philharmonie Werke von Strawinsky und Bernstein, danach folgen ein DJ-Set und ein Auftritt der Band Toshin.
Dritter Jahrestag des 7. Oktober: Hunderte gedenken in Berlin der Terroropfer
Zum dritten Jahrestag des Hamas-Terrorangriffs auf Israel vom 7. Oktober 2023 fanden in Berlin mehrere Gedenkveranstaltungen statt. Beim zentralen Gedenken auf dem Bebelplatz in Mitte versammelten sich rund 1.700 Menschen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach dort, entzündete gemeinsam mit der Witwe Noga Friedman eine Kerze und forderte entschlossenes Vorgehen gegen Antisemitismus. Weitere Veranstaltungen gab es bei der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin und am Brandenburger Tor, wo die Jüdische Studierendenunion Deutschland eine Installation mit 500 leeren Stühlen und Fotos der Opfer zeigte. Am Abend war ein religionsübergreifender Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz geplant, das Brandenburger Tor wurde bis Mitternacht mit der israelischen Fahne beleuchtet.
Das Gruselkabinett Berlin Dungeon in Mitte wird noch in diesem Jahr schließen. Die Attraktion war seit ihrer Eröffnung 2013 ein bekanntes Ausflugsziel und bot interaktive Horror-Erlebnisse. Mit der Schließung endet eine 13-jährige Geschichte des Unternehmens in der Hauptstadt.
Verkehr & Infrastruktur
A100: Zwei äußere Fahrspuren der Rudolf-Wissell-Brücke gesperrt
Die beiden äußeren Fahrstreifen der Rudolf-Wissell-Brücke auf der A100 in Charlottenburg bleiben vorerst gesperrt. Bei Untersuchungen wurde in einem Hohlkasten der Brücke ein gerissenes internes Spannglied festgestellt. Die Tragfähigkeit der Spannbetonkonstruktion könne dadurch vermutlich nicht mehr vollständig gewährleistet sein, eine unmittelbare Gefahr bestehe aber nicht, weil viele weitere Spannglieder das Bauwerk stützen. Für die genaue Untersuchung der Auswirkungen werden die beiden äußeren Spuren benötigt, die statische Untersuchung läuft bis zum 21. Oktober. Die Reparatur des Schadens soll in den kommenden Wochen erfolgen. Die 930 Meter lange Brücke nutzen täglich bis zu 180.000 Fahrzeuge, sie gehört damit zu den meistbefahrenen Autobahnabschnitten Deutschlands. Autofahrer müssen weiterhin mit Umleitungen und Verzögerungen rechnen.
A100: Ringbahn- und Westendbrücke bleiben im Zeitplan bis Sommer 2027
An der A100 zwischen Messedamm und Spandauer Damm in Charlottenburg-Wilmersdorf bestätigt die DEGES den bisherigen Zeitplan für zwei zentrale Brückenprojekte. Die neue Ringbahnbrücke und die Westendbrücke in Fahrtrichtung Norden sollen bis zum Sommer 2027 wieder vollständig in Betrieb gehen. Seit dem 5. Oktober 2026 führt der Verkehr von der A115 zur A100 Richtung Hamburg über eine neu gebaute Rampe, den südlichen AVUS-Rastplatz und die Alte Jafféstraße zum Messedamm. Die bisherige Verbindung zur Halenseestraße Ost wurde stillgelegt, um Platz für den südlichen Anschluss der neuen Ringbahnbrücke zu schaffen. Im Juli wurden bereits die vormontierten Stahlüberbauten über den Gleisanlagen eingehoben. Auf rund 900 Metern zwischen Ringbahn- und Westendbrücke werden parallel Fahrbahn, Stützwände sowie Entwässerungs- und Leitungsanlagen erneuert.
Tiergartentunnel wegen Personalmangel tagsüber gesperrt
Der Tiergartentunnel unter dem Regierungsviertel wird diese Woche ab mittags aus Sicherheitsgründen gesperrt, weil für die vorgeschriebene Überwachung das Personal fehlt. Von acht Überwachungsstellen sind derzeit nur fünf besetzt: Zwei Beschäftigte sind dauerhaft erkrankt, ein Mitarbeiter ist noch in Ausbildung, ein weiterer hat sich aktuell krankgemeldet. Der rund 2,4 Kilometer lange Tunnel wird täglich von etwa 50.000 Fahrzeugen in beiden Richtungen befahren. Straßentunnel von mehr als 400 Metern Länge müssen nach den technischen Vorschriften rund um die Uhr von einer ständig besetzten Stelle überwacht werden. Die Senatsverkehrsverwaltung hat Stellenbesetzungsverfahren eingeleitet und spricht mit der BVG über personelle Unterstützung.
U-Bahn U3: Mehrere Baustellen belasten Fahrgäste 2026
Die BVG baut 2026 an mehreren Stellen der U-Bahnlinie U3. Zwischen Kottbusser Tor und Hallesches Tor in Friedrichshain-Kreuzberg dürfen Züge seit Juni nur noch mit 25 Kilometern pro Stunde fahren, die BVG bereitet dort die Instandsetzung der Gleise vor. Am Nollendorfplatz sanierte sie von Januar bis Mai die Zwischendecke zwischen den Bahnsteigen, die U3 war dafür zwischen Spichernstraße und Gleisdreieck unterbrochen. In Dahlem fährt die U3 seit dem 5. Oktober ohne Halt durch den Bahnhof Podbielskiallee, die Sperrung gilt voraussichtlich bis 2. November. Am südwestlichen Ende bei Krumme Lanke in Zehlendorf ersetzt die BVG bis 2027 eine alte Abstellanlage unter der Argentinischen Allee durch einen Neubau, die Kosten betragen etwa 22 Millionen Euro.
S-Bahnhof Perleberger Brücke: Planung geht in Minimal-Variante voran
Berlin treibt die Planung des S-Bahnhofs Perleberger Brücke weiter voran. Im Sommer 2026 wurde die Wirtschaftlichkeit der überarbeiteten Vorzugsvariante nachgewiesen, Berlin und die Deutsche Bahn wollen noch 2026 eine Finanzierungsvereinbarung schließen. Für die Planungsphasen 1 bis 4 werden etwa 10 bis 15 Millionen Euro angesetzt. Das Konzept ist stark verkleinert worden: Die früher vorgesehene städtebauliche Verbindung zwischen Europacity und Moabit-Ost entfällt ebenso wie ein geplanter Stadtplatz, die Station konzentriert sich auf ihre Verkehrsfunktion. Dadurch sanken die Baukosten von etwa 100 auf etwa 60 Millionen Euro. Die S15 fährt seit dem 15. Juni 2026 über die Strecke, hält dort aber noch nicht.
Wirtschaft
Fünf große Deals dominieren Berlins Logistikimmobilienmarkt
In den ersten neun Monaten 2026 wurden in Berlin 332.000 Quadratmeter Industrie- und Logistikflächen umgesetzt, davon 300.500 Quadratmeter Hallenflächen. Wenige große Abschlüsse prägen das Geschäft: JD Logistics mit zwei Verträgen über 41.430 und 28.070 Quadratmeter, der Halbleiterausrüster ASML mit 27.000 Quadratmetern in Neukölln an der Waldkraiburger Straße, TACWRK mit 14.000 und acut fulfillment mit 11.520 Quadratmetern machten zusammen 37 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Die ASML-Expansion in Neukölln soll bis 2028 abgeschlossen sein. Die Mieten blieben stabil, die Spitzenmiete liegt bei 10,50 Euro je Quadratmeter, die Durchschnittsmiete bei 8,10 Euro.
SEGRO Park Berlin Airport startet achte Bauphase mit 44 neuen Gewerbeeinheiten
Der SEGRO Park Berlin Airport in Bohnsdorf hat die achte Bauphase mit vier neuen Gebäuden und 44 Gewerbeeinheiten angekündigt. Die geplante Gesamtmietfläche beträgt etwa 55.300 Quadratmeter, die Einheiten sind zwischen rund 800 und 1.800 Quadratmeter groß und sollen ab Januar 2028 verfügbar sein. Das Areal besteht bereits aus etwa 85.000 Quadratmetern Light-Industrial-Fläche und rund 115.000 Quadratmetern Logistikfläche. Für die Erweiterung müssen Abschnitte des Hufenwegs und der Kleinen Lindenstraße sowie eine Hochdruck-Gasleitung verlegt werden, nach Unterlagen des Landesamts für Bergbau, Geologie und Rohstoffe rund 252 Meter.
Stadtentwicklung & Wohnen
Mehrere Großprojekte am Alexanderplatz kommen gleichzeitig voran
Mehrere zentrale Vorhaben am Alexanderplatz in Mitte verzeichnen fast gleichzeitig Fortschritte. Der 150 Meter hohe Monarch Tower soll nach fast vier Jahren Stillstand im Oktober 2026 weitergebaut werden, Equora Capital hat 49 Prozent übernommen und plant rund 400 Millionen Euro Investition für ein Hotel mit etwa 300 Zimmern und über 300 Wohnungen. Der Senat beschloss Ende August den Bebauungsplanentwurf für das ebenfalls 150 Meter hohe Hines-Hochhaus mit bis zu 380 Mietwohnungen. Das Hochhaus 030BLN von Covivio erreichte Anfang Oktober seine endgültige Höhe von 133 Metern, die Fertigstellung ist für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant. Das Projekt The Berlinian hat den Rohbau abgeschlossen, der Innenausbau läuft, und der Bahnhof Alexanderplatz wird bis Mitte 2030 saniert.
Baumschulenweg: Bezirk beschließt Nachverdichtungskonzept mit 660 neuen Wohnungen
Das Bezirksamt Treptow-Köpenick hat am 29. September 2026 ein Innenentwicklungskonzept für Baumschulenweg beschlossen, das etwa 660 neue Wohnungen ausweist. Im Gebiet Kiefholzstraße sind bis zu 300 Wohnungen vorgesehen, an der Sonnenallee bis zu 120, im Bereich Dammweg und Eichbuschallee 130 und am Heidemühler Weg etwa 110. Das Konzept kombiniert Neubauten, Aufstockungen und die Umgestaltung bereits genutzter Flächen. Hinzu kommen 7.500 Quadratmeter für besondere Wohnformen, 12.700 Quadratmeter für Gewerbe und Büros sowie 21.600 Quadratmeter für soziale Nutzungen. Grünräume, Schulen, Kitas und Verkehr sollen gemeinsam mit der Verdichtung entwickelt werden.
Marzahn-Hellersdorf: 574 Studentenapartments in 16-geschossigem Hochhaus geplant
An der Märkischen Allee 160a in Marzahn-Hellersdorf soll ein 16-geschossiges Hochhaus mit 574 Studentenapartments entstehen. Die Gebäudehöhe beträgt 53,6 Meter bis zur Attika, mit technischen Aufbauten maximal 55,8 Meter. 569 der 574 Einheiten sollen barrierefrei sein. Im Untergeschoss sind 613 Fahrradstellplätze geplant, davon 29 für Lastenräder, auf dem Grundstück entstehen 17 Parkplätze und an der Märkischen Allee 20 öffentliche Stellplätze. Das Nutzungskonzept umfasst ein medizinisches Versorgungszentrum mit Apotheke, Fitness- und Gesundheitsflächen, ein Kiezcafé, Social- und Co-Working-Bereiche sowie Spätkauf und Imbiss. Der Bauantrag wurde am 19. Dezember 2025 eingereicht.
Sicherheit & Justiz
Weißensee: Auto brennt nach Unfall im Gleisbett aus, Tramlinien unterbrochen
Bei einem Verkehrsunfall auf der Buschallee in Weißensee sind am Mittwochabend, 7. Oktober, zwei Autos zusammengestoßen und beide von der Fahrbahn in das danebenliegende Gleisbett der Straßenbahn geraten. Eines der Fahrzeuge fing Feuer und brannte vollständig aus. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Die Feuerwehr war mit 42 Einsatzkräften vor Ort. Nach einer dpa-Meldung soll ein 55-jähriger Autofahrer deutlich zu schnell gefahren und zunächst mit mehreren geparkten Fahrzeugen kollidiert sein. Die Tramlinien 18, 27 und M17 waren wegen der Bergungsarbeiten vorerst unterbrochen.
Verdächtiger nach Fund von Kameras in Hochschul-Toiletten durchsucht
Einsatzkräfte des Landeskriminalamts und der Polizeidirektion Ost durchsuchten die Wohnung eines 66-jährigen Mannes in Treptow. Er wird verdächtigt, heimlich Kameras in Damentoiletten des Lichtenberger Campus der Hochschule für Wirtschaft und Recht angebracht zu haben. Studentinnen hatten die Kameras am 10. Juni 2026 entdeckt. Der Tatverdächtige ist bei einem Unternehmen angestellt, das an der Hochschule tätig ist. Nach erkennungsdienstlichen Maßnahmen und einer Vernehmung wurde er entlassen. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel, darunter mobile Datenträger, läuft noch.
Neukölln: Sechsjähriges Mädchen aus Fenster gefallen und aufgefangen
In Neukölln ist am Montagabend gegen 18.15 Uhr ein sechsjähriges Mädchen aus einem Fenster einer Unterkunft für wohnungslose Menschen in der Lahnstraße gefallen. Das Kind war im dritten Stock auf das Fensterbrett geklettert. Ein 34-jähriger Bewohner beobachtete die Situation und fing das Mädchen auf. Es erlitt Schürfwunden an den Beinen und kam zur Beobachtung in ein Krankenhaus. Zum Zeitpunkt des Sturzes war keine erziehungsberechtigte Person in der Wohnung, neben der Sechsjährigen waren zwei weitere Kinder im Alter von fünf und zwei Jahren dort. Das Landeskriminalamt ermittelt wegen des Verdachts der Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht.
91-Jährige in Spandau von E-Scooter angefahren und verletzt
Am Mittwoch gegen 15.30 Uhr wurde eine 91-Jährige am Altstädter Ring vor der Ellipse Spandau von einem E-Scooter-Fahrer angefahren. Der Fahrer flüchtete in Richtung Seegefelder Straße. Die Seniorin erlitt einen Beinbruch und kam zur stationären Behandlung ins Krankenhaus. Zeugen berichteten, der Fahrer habe trotz hohen Fußgängeraufkommens nicht gebremst. Die Polizeidirektion 2 (West) ermittelt gegen den unbekannten Fahrer wegen Verkehrsunfallflucht.
Zivilprozess zu spektakulärem Sparkassen-Einbruch in Strausberg beginnt
Mehr als drei Jahre nach einem Millionen-Coup bei einer Sparkasse in Strausberg im Kreis Märkisch-Oderland soll heute um 11 Uhr ein Zivilprozess am Landgericht Frankfurt (Oder) beginnen. Zwei Schließfachbesitzer klagen gegen die Bank, die Streitwerte liegen bei etwa 20.000 und 13.000 Euro, sie werfen ihr unzureichende Schutzmaßnahmen vor. Am Ostermontag 2023 waren Vermummte durch Bohrarbeiten von einem Nachbarraum in den Tresorraum eingedrungen und hatten mehr als zwölf Millionen Euro in Bargeld und Wertgegenständen erbeutet. Sie knackten rund 400 Schließfächer und leerten etwa 300 davon. Ein Tatverdächtiger wurde 2025 in Berlin-Neukölln festgenommen, kam nach Monaten in Untersuchungshaft aber wieder frei, weil die Indizien für eine Anklage nicht reichten.