2026-10-16Rubrik Berlin Lokal

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Veranstaltungen & Kultur

Berlin Dungeon und Bud Spencer Museum schließen: Senat sieht keinen Trend

Berlin Dungeon und Bud Spencer Museum schließen: Senat sieht keinen Trend

📅 2026-10-15 | 🔗 Quelle: berliner-zeitung.de

Innerhalb einer Woche haben zwei Berliner Attraktionen ihre Schließung angekündigt. Das Berlin Dungeon unweit des Alexanderplatzes schließt am 7. November dauerhaft, nach mehr als 13 Jahren. Der Betreiber Merlin Group nennt nur die Entwicklung des eigenen Attraktionsportfolios als Grund. Das Bud Spencer Museum Unter den Linden schließt Ende des Jahres; die Betreiber machen Auflagen des Bezirksamts Mitte und fehlende Unterstützung aus dem Kulturetat der Stadt verantwortlich, dazu eine lange Baustelle vor der Tür. Die Senatsverwaltung sieht darin keine strukturellen Probleme des Tourismusstandorts und verweist auf geplante Neueröffnungen wie das House of Games in Friedrichshain oder das Meereserlebniszentrum Ocean Berlin in Lichtenberg. Auch visitBerlin bedauert die Schließungen und verweist auf schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Der internationale Tourismus leidet laut Berichterstattung unter Rückgängen aus den USA, Frankreich, Italien und Großbritannien, während mehr Gäste aus den Niederlanden kommen.

Staatsoper Unter den Linden: Sobotka und Thielemann bis Ende Juli 2034 verlängert

📅 2026-10-14 | 🔗 Quelle: rbb24

Der Stiftungsrat der Stiftung Oper in Berlin hat die Verträge von Intendantin Elisabeth Sobotka und Generalmusikdirektor Christian Thielemann bis Ende Juli 2034 verlängert, wie die Berliner Kulturverwaltung mitteilte. Beide arbeiten seit September 2024 gemeinsam an der Staatsoper Unter den Linden. Kultursenator Stefan Evers (CDU) begrüßte die Entscheidung und sagte, mit den Verlängerungen könne die Stadt zwei international anerkannte Künstlerpersönlichkeiten binden. Sobotka und Thielemann erklärten in einer gemeinsamen Mitteilung, sie wollten die Zusammenarbeit fortsetzen und weiterentwickeln. Thielemann betonte die harmonische Arbeit mit der Staatskapelle Berlin. In den vergangenen drei Spielzeiten habe man bereits ein breites Repertoire erarbeitet.

85. Jahrestag der Deportationen: Gedenken an mehreren Orten in Berlin

85. Jahrestag der Deportationen: Gedenken an mehreren Orten in Berlin

📅 2026-10-15 | 🔗 Quelle: tagesspiegel.de

Anlässlich des 85. Jahrestags des Beginns der Deportationen von Jüdinnen und Juden aus Berlin wird an mehreren Orten der Opfer gedacht. Am Sonntag um 12.00 Uhr findet am Mahnmal „Gleis 17“ am S-Bahnhof Grunewald eine Gedenkveranstaltung statt, bei der Bundesverfassungsgerichtspräsident Stephan Harbarth die Gedenkrede halten soll und der israelische Botschafter Ron Prosor ein Grußwort sprechen soll. Das Mahnmal erinnert an rund 10.000 Jüdinnen und Juden, die von Grunewald aus in Vernichtungslager deportiert wurden; weitere 30.000 wurden vom Güterbahnhof Moabit und etwa 10.000 vom Anhalter Bahnhof abtransportiert. Bis 16. November zeigen 25 Litfaßsäulen unter dem Titel „Sie wollten leben!“ Biografien und Fotos von 100 Personen, eine Übersicht der Standorte gibt es beim Verein „Gleis 69“. Am 18. Oktober 1941 verließ der erste sogenannte Osttransport mit 1.013 Menschen den Bahnhof Grunewald in Richtung Ghetto Litzmannstadt. Eine Gedenkveranstaltung um 19.00 Uhr in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz ist laut Meldung ebenfalls angesetzt.

Juhnke-Anzug wird versteigert, Mindestgebot 500 Euro

📅 2026-10-15 | 🔗 Quelle: Der Tagesspiegel Checkpoint

Das Outfit, das Harald Juhnke in einer TV-Sendung zu seinem 70. Geburtstag trug, wird zugunsten eines guten Zwecks versteigert. Die Auktion findet am Freitag, 16. Oktober, um 16 Uhr im Einkaufszentrum Wilma in Charlottenburg statt. Das Mindestgebot liegt bei 500 Euro.

Verkehr & Infrastruktur

Ringbahn: Ab Freitag fahren an mehreren Wochenenden im Oktober S-Bahnen auf Teilstrecken nicht

Ringbahn: Ab Freitag fahren an mehreren Wochenenden im Oktober S-Bahnen auf Teilstrecken nicht

📅 2026-10-15 | 🔗 Quelle: tagesspiegel.de

Auf der Berliner Ringbahn wird in den kommenden Wochen gebaut, und an mehreren Wochenenden im Oktober gibt es deshalb Einschränkungen im S-Bahn-Netz. Die S-Bahn nennt dafür vier Zeiträume. Vom Freitag, 16. Oktober, 21.45 Uhr, bis Montag, 19. Oktober, 1.30 Uhr, fahren wegen Gleis- und Weichenarbeiten keine S-Bahnen zwischen Landsberger Allee und Treptower Park. Vom Donnerstag, 22. Oktober, 4 Uhr, bis Freitag, 23. Oktober, 21.45 Uhr, fehlen wegen Brücken- und Kabelarbeiten die Züge zwischen Halensee und Westend. Vom Freitag, 23. Oktober, 21.45 Uhr, bis Montag, 26. Oktober, 1.30 Uhr, fahren keine S-Bahnen zwischen Südkreuz und Westend, und vom Donnerstag, 29. Oktober, 21.45 Uhr, bis Freitag, 30. Oktober, 1.30 Uhr, zwischen Westend und Beusselstraße. Für alle Abschnitte richtet die S-Bahn einen Ersatzverkehr mit Bussen ein.

BVG tauscht Ticketautomaten aus: ab 2029 rund 3.600 Terminals nur noch für kontaktloses Bezahlen

📅 2026-10-15 | 🔗 Quelle: rbb24

Die BVG will ab 2029 schrittweise rund 3.600 neue Terminals in Bussen, Straßenbahnen und auf U-Bahnhöfen aufstellen. Bezahlt werden kann dort nur noch kontaktlos mit Handy oder Bankkarte; wer keine Bankkarte hat, kann weiterhin eine BVG-Guthabenkarte nutzen, die an mehr als 900 Stellen in der Stadt erhältlich ist. Die Umstellung soll zwei Jahre dauern, spätestens 2031 soll der letzte klassische Ticketautomat verschwunden sein. Die Tickets werden künftig digital mit dem Zahlungsmittel verknüpft in einer Cloud gespeichert, bei einer Kontrolle hält der Fahrgast die Bankkarte an das Kontrollgerät. Die Bargeld-Automaten in den Straßenbahnen sind laut BVG 36 Jahre alt, die in den U-Bahnhöfen 25 Jahre; ab 2030 müssen alle Anlagen barrierefrei sein. Vor der Ausschreibung sollen Prototypen Senioren- und Behindertenverbänden vorgestellt werden, deren Rückmeldung in die Ausschreibung einfließt.

BER rechnet nach Ryanair-Rückzug mit weniger Passagieren und spart

BER rechnet nach Ryanair-Rückzug mit weniger Passagieren und spart

📅 2026-10-15 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

Der Flughafen BER erwartet nach dem Teilrückzug von Ryanair sinkende Passagierzahlen. Flughafenchefin Aletta von Massenbach kündigte das am Dienstag in Berlin an. Ryanair schließt seine Basis am BER am 24. Oktober und zieht sieben Flugzeuge samt Crews ab; das Angebot halbiert sich, was rund 2,5 Millionen Sitzplätze pro Jahr weniger bedeutet. Für 2026 rechnet der Flughafen mit 25,7 Millionen Fluggästen nach 26,1 Millionen im Vorjahr, für 2027 nur noch mit 25 bis 25,2 Millionen. Die Jahresbilanz hatte für 2026 noch 26,5 bis 27 Millionen in Aussicht gestellt. Die Flughafengesellschaft prüft nun alle Kosten und verschiebt Investitionen; welche Vorhaben betroffen sind, ist noch nicht bekannt. Bundesweit sank das Passagieraufkommen im August um 0,2 Prozent auf 22,4 Millionen.

Rudolf-Wissell-Brücke: Nach neuen Schäden prüft DEGES einen schnelleren Ersatzneubau

Rudolf-Wissell-Brücke: Nach neuen Schäden prüft DEGES einen schnelleren Ersatzneubau

📅 2026-10-15 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

Auf der Rudolf-Wissell-Brücke im Berliner Westen ist seit dem 7. Oktober in beiden Fahrtrichtungen der rechte Fahrstreifen der A100 gesperrt, weil ein beschädigtes Spannglied ausgetauscht werden muss. Die Autobahn GmbH setzte die Sperrung zunächst für 14 Tage an. Die Reparatur sichert den Betrieb der bestehenden Brücke, bietet aber keine dauerhafte Lösung. Laut Berliner Morgenpost prüft die DEGES, wie sich das Genehmigungsverfahren und der anschließende Bau beschleunigen lassen. Der Antrag auf Planfeststellung wurde am 30. März 2023 gestellt, die öffentliche Erörterung fand im April 2025 statt, das Verfahren ist laut Fernstraßen-Bundesamt noch nicht abgeschlossen. Es gingen 45 Einwendungen von insgesamt 416 Personen ein, zudem waren 59 Träger öffentlicher Belange beteiligt. Geplant sind zwei getrennte Brücken, zuerst eine neue Fahrbahn in Richtung Norden; einen verbindlichen Baustart gibt es nicht, da die Finanzierung durch den Bund noch aussteht.

Baurecht für S21-Tunnel zum Potsdamer Platz: Planfeststellung liegt vor

Baurecht für S21-Tunnel zum Potsdamer Platz: Planfeststellung liegt vor

📅 2026-10-14 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

Das Eisenbahn-Bundesamt hat den Planfeststellungsbeschluss für den zweiten Bauabschnitt der S21 erlassen. Die Strecke führt vom Berliner Hauptbahnhof durch das Regierungsviertel in Mitte zum Potsdamer Platz. Der Beschluss trägt das Datum 18. September 2026, seit dem 9. Oktober liegen die Unterlagen öffentlich aus, die Auslegung endet am 22. Oktober. Danach läuft für Betroffene, denen der Beschluss nicht persönlich zugestellt wurde, eine einmonatige Klagefrist. Der Beschluss ist sofort vollziehbar, eine Klage hätte keine aufschiebende Wirkung; Betroffene können aber beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg die Aussetzung beantragen. Die Deutsche Bahn plant eine zweigleisige unterirdische Strecke nahe Reichstag und Brandenburger Tor, dazu kommen Eingriffe in Leitungen der Berliner Wasserbetriebe und eine Anschüttung im Bereich der Hugo-Preuß-Brücke am Humboldthafen. Ein verbindlicher Baubeginn steht noch aus, die Bahn nennt als Inbetriebnahme nur einen Zeitraum Mitte bis Ende der 2030er-Jahre. Für den dritten Abschnitt über das Gleisdreieck bis zur Yorckstraße ist die Finanzierung ungeklärt.

U-Bahnhof Hermannplatz: Ausgang zu den U8-Gleisen seit sechs Jahren geschlossen

📅 2026-10-15 | 🔗 Quelle: rbb24

Der Zugang zu den U8-Gleisen am U-Bahnhof Hermannplatz in Neukölln ist seit sechs Jahren geschlossen, weil Treppe und Eingangsportal saniert werden. Die Gleise sind deshalb nur über einen anderen Eingang erreichbar, was zu Stoßzeiten für Gedränge sorgt. Die BVG geht aktuell von einer Fertigstellung im Dezember aus; die Eröffnung war schon mehrfach verschoben worden. BVG-Sprecher Nils Kremmin nennt mehrere Gründe: Manche Arbeiten sind nur in den nächtlichen Betriebspausen möglich, und an Altbauten gibt es oft unerwartete Befunde. Denkmalgerecht muss zudem wieder so hergestellt werden, wie es vorher aussah. Im Moment fehlt Granit, der in Farbe und Wirkung zum Original passen muss. Von 175 Berliner U-Bahnhöfen stehen 108 unter Denkmalschutz, wie Landeskonservator Christoph Rauhut vom Landesdenkmalamt erläutert. Im Dezember sollen Fahrgäste die U8 vom Hermannplatz aus wieder über zwei Eingänge erreichen.

Reinickendorf: Kreuzung am Paracelsus-Bad wird in den Herbstferien gesperrt und umgebaut

Reinickendorf: Kreuzung am Paracelsus-Bad wird in den Herbstferien gesperrt und umgebaut

📅 2026-10-14 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

Die Kreuzung Roedernallee, Teichstraße und Lindauer Allee am U-Bahnhof Paracelsus-Bad gilt als Unfallschwerpunkt und wird umgebaut. Vom 19. bis 23. Oktober 2026 ist die Kreuzung für den Autoverkehr vollständig gesperrt, die Arbeiten beginnen am Montag um 7 Uhr und sollen bis Freitagnachmittag dauern. Der BVG-Busverkehr kann die Kreuzung weiter passieren, Fuß- und Radverkehr bleibt möglich. Neu ist an allen Zufahrten das indirekte Linksabbiegen für Radfahrende: Sie überqueren die Kreuzung geradeaus, warten in einem markierten Aufstellbereich und fahren erst bei Grün in einer eigenen Phase nach links weiter. Die rund 20 Jahre alte Ampelanlage wird vollständig erneuert und bekommt akustische Signale für blinde und sehbehinderte Menschen. Erstmals erhält die Kreuzung außerdem eine Funkanlage für die Busbeschleunigung, Video- und Wärmebildkameras sollen den Verkehr erfassen. Das denkmalgeschützte Paracelsus-Bad ist seit 2019 geschlossen, die Wiedereröffnung ist nach aktuellem Stand für 2027 geplant.

Wirtschaft

Charité: Pflegekräfte streiken am Donnerstag und Freitag

Charité: Pflegekräfte streiken am Donnerstag und Freitag

📅 2026-10-15 | 🔗 Quelle: Berliner Morgenpost

Verdi ruft die Pflegekräfte der Berliner Charité am Donnerstag und Freitag, 15. und 16. Oktober, zu einem zweitägigen Warnstreik auf. Der Aufruf umfasst den Früh-, Spät- und Nachtdienst an den drei Standorten Virchow-Klinikum, Charité Mitte und Benjamin Franklin. Die Beschäftigten fordern verbindliche Personalvorgaben und einen wirksamen Belastungsausgleich. Verdi sieht bei den Personalvorgaben für die stationären Bereiche erste Bewegung, beim Belastungsausgleich aber weiterhin harte Differenzen, weil die Charité noch kein neues konkretes Angebot vorgelegt habe. Die Arbeitgeberseite will laut Verdi für Servicekräfte und Krankenpflegehilfskräfte den Anspruch auf Belastungsausgleich und eine verbindliche Mindestbesetzung streichen. Nach Angaben der Charité arbeiten dort etwa 7.000 Pflegekräfte, zuletzt wurde Mitte September gestreikt. Vor dem Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat eine von der Charité beantragte Notdienstbesetzung Bestand, Verdi hat dagegen Berufung eingelegt. Laut Checkpoint zogen am Donnerstagvormittag 250 Streikende zu einer Demonstration.

Galeria am Alexanderplatz: Verdi kritisiert fehlendes Zukunftskonzept, ZLB-Umzug in Planung

📅 2026-10-15 | 🔗 Quelle: Der Tagesspiegel Checkpoint

Für das Galeria-Kaufhaus am Alexanderplatz gibt es eine Absichtserklärung, dass dort die Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) einziehen soll. Der Checkpoint zeigt dazu ein Poster mit der künftigen Bibliothek, während die Galeria-Belegschaft um ihre Jobs bangt. Laut Verdi arbeiten 220 Beschäftigte im Haus. Die Verkaufsfläche würde von 35.000 auf 14.000 Quadratmeter schrumpfen. Die Verdi-Gewerkschafterin Franziska Foullong kritisiert, dass ein Zukunftskonzept für den Standort fehlt.

Wissenschaft & Bildung

Zweiter Berliner Patient: Charité-Mitarbeiter Thomas Kahlert gilt als von HIV geheilt

Zweiter Berliner Patient: Charité-Mitarbeiter Thomas Kahlert gilt als von HIV geheilt

📅 2026-10-15 | 🔗 Quelle: Berliner Morgenpost

Thomas Kahlert, international als Zweiter Berliner Patient bekannt, gehört zu den weltweit 13 Menschen, die als von HIV geheilt gelten. Bei der Eröffnung des neuen HIV-Heilungsforschungszentrums BeCURE an der Charité berichtete der 62-Jährige, dass es ihm heute sehr gut gehe. Bei ihm war 2009 im Rahmen einer Routineuntersuchung HIV festgestellt worden. 2015 erkrankte er an einer akuten myeloischen Leukämie, weshalb neben der Chemotherapie eine Stammzelltransplantation nötig war. Am 14. Oktober 2015 erhielt er Stammzellen einer gesunden Spenderin, die zusätzlich die Variante des CCR5-Rezeptors trug, über den das Virus in Immunzellen eindringt. Anders als beim ersten Berliner Patienten fand sich kein HIV-immuner Spender, Kahlert ist wie die Spenderin nur einfach Träger der Delta-32-Mutation. Seit der Transplantation sind nach Angaben der Morgenpost weder HI-Viren noch Krebszellen nachweisbar. Kahlert arbeitet seit 38 Jahren an der Charité.

Stadtentwicklung & Wohnen

Mauerpark: Sanierung von Wegen, Hängen und Amphitheater beginnt

Mauerpark: Sanierung von Wegen, Hängen und Amphitheater beginnt

📅 2026-10-15 | 🔗 Quelle: Berliner Morgenpost

Im Berliner Mauerpark in Prenzlauer Berg werden ab dieser Woche Wege, technische Infrastruktur und Grünflächen zwischen dem Amphitheater und der Max-Schmeling-Halle erneuert. Das landeseigene Unternehmen Grün Berlin nennt dafür insgesamt rund 7.500 Quadratmeter, etwa die Größe eines Fußballfeldes; zugleich werden die Hangbereiche gesichert. Am Hang sollen Erosionsschäden beseitigt und neue, klimaangepasste Bäume gepflanzt werden, die Maßnahmen orientieren sich am ursprünglichen Konzept von Gustav Lange. Auch das Amphitheater, in dem im Sommer jeden Sonntag Karaoke stattfindet, wird in den Randbereichen saniert und soll barriereärmer zugänglich werden, bleibt aber während der Bauarbeiten für Karaoke nutzbar. Die Graffiti-Flächen an der denkmalgeschützten Hinterlandmauer stehen abschnittsweise zur Verfügung. Große Teile südlich des Amphitheaters in Richtung Eberswalder Straße bleiben bis zum Ende der Arbeiten gesperrt, kleinere Teilflächen noch länger, damit sich die neuen Wiesen etablieren können. Die Sanierung von Sonnenhügel und Amphitheater soll bis zum Frühjahr 2027 abgeschlossen sein.

Huthmacher-Haus am Bahnhof Zoo: Sanierung seit 2021 noch nicht abgeschlossen

Huthmacher-Haus am Bahnhof Zoo: Sanierung seit 2021 noch nicht abgeschlossen

📅 2026-10-15 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de

Das denkmalgeschützte Huthmacher-Haus am Hardenbergplatz in Charlottenburg-Wilmersdorf wird seit 2021 saniert, die Arbeiten sollten ursprünglich Anfang 2023 abgeschlossen sein. Wie der Eigentümer, die Bayerische Hausbau, auf Anfrage des Tagesspiegels mitteilte, dauern sie weiterhin an. Gerüst und Bautunnel vor dem Erdgeschoss sollen im November 2026 verschwinden. Die vollständige Sanierung der Innenräume soll erst beginnen, wenn für die oberen Etagen ein Hauptmieter feststeht; einen solchen Vertrag gibt es bislang nicht, während die Gastronomie im Erdgeschoss geöffnet ist. Das Gebäude hat laut Eigentümer rund 15.400 Quadratmeter Mietfläche, etwa 1.000 Quadratmeter je Etage. Einen verbindlichen Abschlusstermin gibt es nicht. Das zwischen 1955 und 1957 errichtete Hochhaus sollte ursprünglich abgerissen werden, das Landesdenkmalamt lehnte dies jedoch ab, und im Oktober 2020 fiel die Entscheidung, das Gebäude zu erhalten und zu modernisieren.

Angebotsmieten in Berlin im dritten Quartal am stärksten gestiegen

Angebotsmieten in Berlin im dritten Quartal am stärksten gestiegen

📅 2026-10-15 | 🔗 Quelle: tagesspiegel.de

Unter den acht größten deutschen Städten sind die Angebotsmieten in Berlin im dritten Quartal 2026 am stärksten gestiegen, um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Düsseldorf lag mit 2 Prozent knapp dahinter. Das teilte das Kiel Institut für Weltwirtschaft mit, das die Mieten in 37 Städten und Regionen auswertet. Bundesweit stiegen die Angebotsmieten in den acht größten Städten um 1,2 Prozent, der stärkste Anstieg seit dem ersten Quartal 2025. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lagen die Mieten 3,7 Prozent höher, am stärksten in Hamburg mit 6,7 Prozent. Bei Bestandswohnungen verlief die Preisentwicklung stärker als bei Neubauwohnungen. Der Wohnungsmarktexperte Jonas Zdrzalek vom Kiel Institut sagte, die Mietpreisdynamik nehme wieder leicht zu. Grundlage ist der Mietpreisindex Greix, der sich aus Immobilienmarktdaten von mehr als 100 Quellen speist.

Sicherheit & Justiz

Razzia gegen Geldwäsche-Netzwerk: vier Festnahmen, zwei Millionen Euro gesichert

📅 2026-10-15 | 🔗 Quelle: rbb24

Bei einer großangelegten Razzia in Berlin und Brandenburg sind vier Menschen festgenommen worden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam mitteilten. Zwei 31-jährige Männer, ein 43-jähriger Mann und eine 32-jährige Frau wurden einem Ermittlungsrichter vorgeführt und kamen in Untersuchungshaft. Ihnen wird vorgeworfen, seit 2024 ein Netzwerk aus Firmen und Bankkonten aufgebaut zu haben, um große Geldsummen zu verschleiern, unter anderem mit portugiesischen Strohleuten und falschen Personalien. Etwa 80 Einsatzkräfte durchsuchten 16 Wohnungen und Geschäftsräume in mehreren Berliner Bezirken, darunter Tempelhof-Schöneberg, Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf, sowie in Brandenburg. Sichergestellt wurden mehr als 330.000 Euro Bargeld, Goldbarren im Wert von rund 639.000 Euro, ein Diamant, Luxusuhren, ein Lamborghini und eine scharfe Schusswaffe. Zeitgleich wurden 189 Bankkonten gesperrt und rund zwei Millionen Euro gesichert. Die Ermittlungen zu den Geldflüssen und möglichen weiteren Beteiligten dauern an.

Brandanschlag auf Kabelbrücke in Marzahn: Bekennerschreiben gilt als echt

📅 2026-10-14 | 🔗 Quelle: rbb24

Ein Bekennerschreiben zum Brandanschlag auf eine Kabelbrücke in der Boxberger Straße in Berlin-Marzahn wird nach rbb-Informationen als authentisch eingestuft. Die Behörden gehen nach Angaben aus Ermittlerkreisen davon aus, dass es von den Verantwortlichen des Anschlags stammt. Der Anschlag in der Nacht auf den 5. Oktober beschädigte Stromkabel unter der Brücke, 19 Gewerbebetriebe mussten vorübergehend mit Notstrom versorgt werden. Die Gruppe „Kinder des Zorns“ bekennt sich in dem Schreiben und erklärt, gezielt die Stromversorgung mehrerer Technologieunternehmen unterbrochen zu haben, einige davon stellten laut Schreiben Dual-Use-Produkte her. Der Staatsschutz des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen übernommen. Im Januar hatte ein Anschlag auf Stromtrassen in Berlin den längsten Stromausfall seit Ende des Zweiten Weltkriegs ausgelöst.

Polizist schießt in Mitte auf flüchtenden Autofahrer

📅 2026-10-14 | 🔗 Quelle: berlin.de

In Mitte hat ein Polizist einen Schuss auf einen flüchtenden Autofahrer abgegeben, der nach Darstellung der Polizei auf einen Beamten zugefahren sein soll. Gegen 21:15 Uhr hatten zwei Polizisten außer Dienst den 40-Jährigen auf der Chausseestraße bemerkt, wie er über den Radweg fuhr, Radfahrende abdrängte und mehrere Unfälle verursachte. Im Bereich Karl-Liebknecht-Straße und Spandauer Straße stoppten Einsatzkräfte das Auto zunächst, doch der Fahrer beschleunigte, rammte ein weiteres Fahrzeug und den Polizeiwagen. Der Schuss traf den Mann am Bein. Bei der anschließenden Festnahme leistete er weiter Widerstand, danach kam ein Distanzelektroimpulsgerät zum Einsatz. Der Mann, der angab, unter Betäubungsmitteleinfluss zu stehen, wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Ihm werden unter anderem illegales Autorennen, Fahren unter Betäubungsmitteln, versuchte gefährliche Körperverletzung und mehrere Verkehrsunfallfluchten vorgeworfen. Die Ermittlungen dauern an.