Diabetes-News
EMA empfiehlt Zulassung des Wirkstoffs Orforglipron bei Adipositas und Typ-2-Diabetes
📅 2026-10-16 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur hat eine positive Zulassungsempfehlung für Orforglipron (Handelsname Foundayo) ausgesprochen. Der Wirkstoff ist ein einmal täglich einzunehmender GLP-1-Rezeptoragonist in Tablettenform, der zu jeder Tageszeit mit oder ohne Nahrung genommen werden kann. Vorgesehen ist er für Erwachsene mit Adipositas oder Übergewicht und mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung sowie für Erwachsene mit Typ-2-Diabetes, deren Blutzucker mit Ernährung und Bewegung allein nicht ausreichend eingestellt ist, jeweils ergänzend zu gesunder Ernährung und Bewegung. In zwei Studien mit mehr als 4.740 Teilnehmenden verloren die Behandelten nach 72 Wochen je nach Dosis etwa 5 bis 11 Prozent ihres Körpergewichts, unter Placebo waren es rund 2 bis 2,5 Prozent. In vier Studien mit 3.765 Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes sank der HbA1c-Wert um etwa 1,2 bis 1,9 Prozent, unter Placebo um 0,4 bis 0,8 Prozent. Häufigste Nebenwirkungen waren Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, vor allem während der Dosissteigerung. Die Empfehlung geht nun an die EU-Kommission, die über die Marktzulassung entscheidet; Preis und Erstattung regeln die einzelnen Mitgliedstaaten.
Gewichtsverlust erklärt den kardiovaskulären Nutzen von Semaglutid nur zum Teil
📅 2026-10-16 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de
Semaglutid senkt das Risiko schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse, wie die SELECT-Studie gezeigt hat. Untersucht wurden Erwachsene ohne Diabetes mit vorbestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung und einem BMI von mindestens 27; die Substanz senkte das Risiko gegenüber Placebo um 20 Prozent. Eine neue Analyse, erschienen im European Heart Journal 2026, zeigt nun, dass sich dieser Effekt nicht allein durch die Gewichtsabnahme oder die Besserung anderer bekannter Risikofaktoren erklären lässt. Wodurch der kardiovaskuläre Nutzen zustande kommt, bleibt damit offen. Der frei zugängliche Teil des Berichts nennt keine Zahlen dieser Analyse, der übrige Text ist nur für angemeldete Leserinnen und Leser sichtbar.
Medizin & Forschung allgemein
Experimentelles Medikament DT-109 kehrt im Tierversuch eine schwere Fettlebererkrankung um
📅 2026-10-17 | 🔗 Quelle: sciencedaily.com
Ein an der University of Michigan entwickelter Wirkstoff namens DT-109 hat in Tierversuchen eine schwere Form der Fettlebererkrankung MASH rückgängig gemacht. Er wirkt über den Darm: Er verringert schädliche Darmbakterien, stärkt die Darmschleimhaut und hält entzündliche Stoffe davon ab, in die Leber zu gelangen. Untersucht wurde er an Mäusen und an nicht-menschlichen Primaten; bei den Affen verminderte er die Leberentzündung und die Schwere der Erkrankung. Die Studie erschien im Journal of Clinical Investigation. Laut Studie sind etwa 7 Prozent der Weltbevölkerung betroffen; unbehandelt kann MASH zu Zirrhose, Leberkrebs oder Leberversagen führen. Ob der Wirkstoff beim Menschen wirkt, ist mit diesen Versuchen nicht geprüft.
Gehirnzellen, die Nervenfasern isolieren, könnten zum kognitiven Abbau im Alter beitragen
📅 2026-10-17 | 🔗 Quelle: sciencedaily.com
Oligodendrozyten, die die Myelinscheiden der Nervenfasern bilden und erhalten, können im Alter dysfunktional werden und so zum Verlust von Gedächtnis und Denkfähigkeit beitragen, berichten Forschende der University of Edinburgh und des UK Dementia Research Institute in Nature Medicine. Grundlage war die Lothian Birth Cohort 1936, in der Menschen seit der Kindheit untersucht werden. Von 1.091 Teilnehmenden absolvierten 866 nach dem 70. Lebensjahr weitere Gedächtnistests; fast alle zeigten einen Rückgang, dessen Tempo aber stark schwankte. Bei Hirngewebe nach dem Tod einer Teilmenge fanden sich bei stärkerem Abbau weniger große Nervenfasern und eine krankhafte Anhäufung von Myelin. Diese Betroffenen hatten außerdem weniger des Schutzproteins NRF2 in ihren Oligodendrozyten. Bei Mäusen führte eine gezielte Verringerung von NRF2 in diesen Zellen zu ähnlichen Veränderungen, und die Tiere verbesserten sich im Alter bei kognitiven Tests weniger. NRF2 ist bereits Angriffspunkt von Medikamenten, etwa eines Mittels gegen Multiple Sklerose; ob sie auch gegen den altersbedingten Abbau helfen, ist offen.
Bei Fliegen und Mäusen senkt Bewegung ein Gen, das mit dem Muskelabbau im Alter zusammenhängt
📅 2026-10-16 | 🔗 Quelle: sciencedaily.com
Ein Team des Duke-NUS Medical School in Singapur, des Singapore General Hospital und der Cardiff University hat einen Mechanismus beschrieben, der erklärt, warum Bewegung alternde Muskeln bei der Reparatur unterstützt; die Studie erschien in PNAS. Mit dem Alter steigt die Menge des Gens DEAF1, das die Wachstumsregulierung über mTORC1 übermäßig antreibt. Dadurch werden weiter Proteine gebildet, beschädigte Proteine aber nicht mehr ausreichend abgebaut, und die Muskelzellen werden zunehmend belastet. Normalerweise halten Proteine der FOXO-Familie DEAF1 in Grenzen, doch deren Aktivität nimmt mit dem Alter ab. Körperliche Aktivität aktiviert laut den Forschenden Regulatorproteine, die DEAF1 wieder senken und das Gleichgewicht von mTORC1 zurückbringen. Die Experimente liefen an Fruchtfliegen und Mäusen; ob der Mechanismus beim Menschen gilt, ist offen. Muskelabbau ab dem mittleren Alter erhöht unter anderem das Sturz- und Knochenbruchrisiko.
Hirnschaltkreis steuert die Wachstumshormon-Ausschüttung im Schlaf und wirkt auf das Aufwachen zurück
📅 2026-10-17 | 🔗 Quelle: sciencedaily.com
Forschende der University of California, Berkeley, haben bei Mäusen die Nervenzellen identifiziert, die die Ausschüttung von Wachstumshormon während des Schlafs steuern; die Studie erschien in Cell. Beteiligt sind im Hypothalamus Nervenzellen, die das Wachstumshormon-freisetzende Hormon GHRH bilden, sowie zwei Typen von Nervenzellen, die Somatostatin bilden und die Ausschüttung hemmen. Zusätzlich fanden die Forschenden eine Rückkopplung: Das Wachstumshormon sendet Signale an den Locus coeruleus im Hirnstamm, der mit Wachheit und Aufmerksamkeit verbunden ist, und beeinflusst so, wann man aufwacht. Die Schaltkreise wurden mit Elektroden im Gehirn und Lichtstimulation untersucht. Wachstumshormon unterstützt Muskeln, Knochen und den Fettstoffwechsel; laut Studie kann unzureichender Schlaf mit einem höheren Risiko für Adipositas, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammenhängen. Es handelt sich um Grundlagenforschung: Neue Behandlungen von Schlafstörungen sind laut den Forschenden erst künftig denkbar.
Ein Protein, das Krebs fördert, verstärkt in Immunzellen den Angriff auf Tumore
📅 2026-10-16 | 🔗 Quelle: sciencedaily.com
Forschende des Cold Spring Harbor Laboratory berichten in Nature Immunology, dass das Protein PPARD, das in Krebszellen das Tumorwachstum unterstützt, in Immunzellen die Abwehr gegen Krebs stärken kann. PPARD steuert, wie Zellen Fett zur Energiegewinnung verbrennen. Bei Mäusen mit Darmkrebs verlagerte seine Aktivierung in Immunzellen das Umfeld des Tumors zugunsten des Immunsystems. Bei gentechnisch veränderten CAR-T-Zellen verlangsamte oder stoppte die Aktivierung das Wachstum von Tumoren in Organoiden, Zellkulturen und Mäusen mit menschlichen Krebszellen. Bestätigt wurden die Ergebnisse auch bei Brustkrebs, Eierstockkrebs und dem Melanom, einer schweren Form des Hautkrebses. Wichtig ist der Ansatz vor allem beim Darmkrebs, der laut Studie inzwischen die häufigste krebsbedingte Todesursache bei Menschen unter 50 ist. Am Menschen ist die Methode bisher nicht erprobt; die Arbeitsgruppe untersucht nun, ob sie auch bei Endometriose hilft, einer chronisch-entzündlichen Erkrankung, von der etwa jede zehnte Frau betroffen ist.
Unreife Immunzellen aus dem Knochenmark lassen sich im Labor vermehren und gegen Krebs ausrichten
📅 2026-10-16 | 🔗 Quelle: sciencedaily.com
Forschende der University of Southern California berichten in Cell, dass sich unreife Immunzellen, sogenannte Granulozyten-Monozyten-Vorläuferzellen (GMPs), im Labor in großer Zahl vermehren und gentechnisch so verändern lassen, dass sie bestimmte Krebsmarker erkennen. Die GMPs behalten dabei ihre Fähigkeit, zu funktionsfähigen Immunzellen zu reifen, und können sich selbst erneuern, was bisher vor allem den blutbildenden Stammzellen zugeschrieben wurde. In Mäusen siedelten sich die veränderten Zellen im Knochenmark an, bildeten neue Immunzellen und verlangsamten das Fortschreiten von Blutkrebs sowie soliden Tumoren. Die Studie beschreibt die Methode als skalierbare Plattform für Zelltherapien gegen Krebs, Infektionskrankheiten und möglicherweise weitere Erkrankungen. Reife Makrophagen dagegen lassen sich schwer vermehren und genetisch verändern, und sie sammeln sich nach einer Gabe oft in Lunge und Leber. Die Experimente fanden an Mäusen statt; ein Einsatz beim Menschen wurde hier nicht untersucht.
Eine bestimmte Transfer-RNA beeinflusst bei Prostatakrebs in Versuchen, wie stark Zellen auf Hormontherapie ansprechen
📅 2026-10-16 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de
Ein Team des Fred Hutchinson Cancer Center berichtet in der Fachzeitschrift Nature (2026) über Versuche an Prostatakrebsmodellen. Die Menge einer bestimmten Transfer-RNA, der tRNA1Arg(UCU), verändert dort, wie stark die Krebszellen vom Androgenrezeptor abhängen. Wurde diese tRNA wiederhergestellt, reagierten zuvor resistente Zellen wieder empfindlicher auf Hemmer des Androgenrezeptor-Signalwegs. Wird dieser Signalweg gehemmt, können Krebszellen laut den Forschenden in neuroendokrine oder andere resistente Zellzustände wechseln. Welche Mechanismen diese Wandlungsfähigkeit ermöglichen, ist bislang weitgehend unbekannt. Die Ergebnisse beziehen sich auf experimentelle Modelle.
Digitale Brust-Tomosynthese senkt in einer randomisierten Studie die Zahl der Intervallkarzinome um ein Viertel
📅 2026-10-16 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de
Gegenüber der konventionellen Mammografie hat die digitale Brust-Tomosynthese in einer randomisierten Studie die Zahl der invasiven Intervallkarzinome um ein Viertel gesenkt. Intervallkarzinome sind Krebserkrankungen, die zwischen zwei Früherkennungsuntersuchungen diagnostiziert werden. Bei der Tomosynthese wird die Röntgenröhre geschwenkt, sodass aus Schichtbildern ein pseudo-dreidimensionaler Datensatz des Brustgewebes entsteht. Den Forschenden zufolge erreichte der Vorteil nur im ersten Jahr die für die Evidenz nötige statistische Signifikanz. Die Studie erschien in Lancet Oncology (2026).
In Baden-Württemberg sind erstmals heimische West-Nil-Infektionen nachgewiesen worden
📅 2026-10-16 | 🔗 Quelle: sueddeutsche.de
Das baden-württembergische Sozialministerium hat die ersten heimischen West-Nil-Infektionen im Land bestätigt. Zwei Männer haben sich nach Erkenntnissen der Gesundheitsbehörden im Raum Stuttgart und Karlsruhe angesteckt. Laut Datenbank des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind von Januar bis Mitte Oktober bundesweit 18 West-Nil-Infektionen bekannt, mindestens sechs davon ohne vorherige Auslandsreise. Das RKI geht davon aus, dass nicht alle Ansteckungen erkannt werden. Europaweit zählte die Seuchenschutzbehörde ECDC bis 7. Oktober 1715 Infektionen, 130 davon tödlich, am stärksten betroffen ist Italien mit knapp 750 Fällen. Etwa jede hundertste Infektion führt zu schweren neurologischen Problemen, der größte Teil verläuft ohne Symptome. Eine Impfung oder eine spezifische Behandlung gibt es nicht.
Der Bundestag beschließt eine schrittweise höhere Tabaksteuer, Zigaretten sollen bis 2030 knapp zwölf Euro kosten
📅 2026-10-16 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de
Der Bundestag hat eine Gesetzesnovelle gebilligt, mit der die Tabaksteuer schrittweise angehoben wird. Mit den Stimmen von Union und SPD wurde sie angenommen, dagegen stimmten unter anderem Grüne, AfD und Linke sowie zwei Abgeordnete der Union. Der Preis einer 20er-Packung steigt laut Bericht von derzeit durchschnittlich gut acht Euro auf voraussichtlich knapp zwölf Euro im Jahr 2030, Markenzigaretten könnten bis zu 14 Euro kosten. Auch Feinschnitt, Zigarren, Zigarillos, Shisha-Tabak und Liquids für E-Zigaretten werden teurer. Der Bund erwartet dadurch rund zwölf Milliarden Euro zusätzliche Steuereinnahmen innerhalb von vier Jahren, im Vorjahr nahm er 17,6 Milliarden Euro über die Tabaksteuer ein. Die Tabakbranche und der Zoll befürchten dagegen, dass Raucher auf den Schwarzmarkt ausweichen. Drogenbeauftragter Hendrik Streeck (CDU) sagte, ein höherer Preis könne der Anstoß sein, mit dem Rauchen aufzuhören.
Die Bundesregierung hält ein eigenes Sepsis-Register für überflüssig
📅 2026-10-16 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de
Die Bundesregierung sieht in einem eigenen Sepsis-Register keinen Mehrwert, wie sie in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion schreibt. Die Einführung wäre mit erheblichem bürokratischem Aufwand verbunden, und Patientinnen und Patienten ließen sich schwer zuordnen, weil Sepsis häufig erst im Zusammenhang mit einer chronischen Erkrankung entsteht. Stattdessen verweist die Regierung auf das Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ), das Abrechnungsdaten der gesetzlich Versicherten bereitstellt und ab Ende 2026 auch Daten der elektronischen Patientenakte. Zugleich räumt sie Datenlücken bei Früherkennung, Diagnostik und Behandlung ein. Das Robert-Koch-Institut plant daher den Aufbau einer Surveillance von Blutstrominfektionen, die nach Angaben der Regierung mit ICD-Kodierungen ergänzt werden soll.
Das IQWiG sieht einen beträchtlichen Zusatznutzen von Encorafenib bei metastasiertem Kolorektalkarzinom
📅 2026-10-16 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de
In einer frühen Nutzenbewertung hat das IQWiG einen Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen festgestellt. Gemeint ist Encorafenib in Kombination mit Cetuximab und FOLFOX zur Erstlinienbehandlung Erwachsener mit metastasiertem Kolorektalkarzinom und BRAF-V600E-Mutation. Grundlage ist die Studie BREAKWATER, in der die Vergleichsgruppe aus sechs Chemotherapie-Schemata auswählen konnte, und vor der Randomisierung war für jeden Patienten festgelegt, welches davon er erhalten sollte. Für das Gesamtüberleben zeigt sich ein statistisch signifikanter Vorteil zugunsten der Kombination. Encorafenib ist ein RAF-Kinase-Inhibitor, der bei mehreren Krebsarten mit einer bestimmten Mutation eingesetzt wird. Das IQWiG lobte, dass der Hersteller gezeigt habe, dass die Therapie im Vergleichsarm individualisiert werden kann.
Medizinisches Fachpersonal fragt die KI-Plattform OpenEvidence immer häufiger
📅 2026-10-16 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de
Über 2,5 Jahre haben mehr als 950.000 Menschen aus medizinischen Fachberufen über 270 Millionen Anfragen an die KI-gestützte Plattform OpenEvidence gestellt. Das berichtet ein Team um Vishal R. Patel von der Harvard Medical School in einer Studie im Fachjournal JAMA (2026). Die Nutzung stieg mit den Jahren und variierte je nach Berufsgruppe, Fachgebiet und Karrierestufe. Die Anfragen dienten häufig eher der Unterstützung von Therapieentscheidungen als diagnostischen Aufgaben.
Personalisierte Sturzprävention ist bei älteren Menschen nicht unbedingt besser als einfache Maßnahmen
📅 2026-10-16 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de
Personalisierte Interventionen können die Zahl der Stürze bei älteren Menschen möglicherweise etwas reduzieren. Gegenüber einfacheren Maßnahmen wie körperlichem Training oder Schulungen scheinen sie aber nicht überlegen zu sein. Das zeigt ein aktualisierter Cochrane-Review, der 110 randomisiert-kontrollierte Studien mit insgesamt 48.919 Teilnehmenden auswertet. Untersucht wurden Menschen ab 60 Jahren, die selbstständig im häuslichen Umfeld leben. Das Team um Cynthia Swarnalatha von der University of Exeter hat die Daten ausgewertet.
Refraktive Lentikelextraktion Smile Pro: sehr geringe Komplikationsrate bei 916 Augen
📅 2026-10-16 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de
Eine Weiterentwicklung der lasergestützten Operationsmethode Smile, Smile Pro, geht laut einer Auswertung von Lena Beckers (Rheine) mit sehr niedrigen intra- und postoperativen Komplikationsraten einher. Beckers stellte die Verläufe von 916 mit der Methode behandelten Augen für eine Gruppe operierender Augenärzte und Augenärztinnen auf dem 44. Kongress der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS) vor. Smile dient der Korrektur von Kurzsichtigkeit und hat sich in den vergangenen Jahren als Alternative zu der länger praktizierten LASIK etabliert. Bei Smile Pro präpariert ein Femtosekundenlaser mit einer Wiederholungsrate von 2 MHz in rund 10 Sekunden den Lentikel, ein Gewebescheibchen der Hornhaut. Es wird durch einen 2 bis 3 mm großen Schnitt am Hornhautrand aus dem Auge entfernt.
Ebola-Impfstoff Ervebo löst bei Menschen T-Zell-Reaktion gegen Bundibugyo-Variante aus
📅 2026-10-16 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de
Eine einmalige Impfung mit dem Ebola-Impfstoff Ervebo kann beim Menschen auch T-Zell-Reaktionen gegen die Ebola-Variante Bundibugyo (BDBV) auslösen. Das berichtet eine Arbeitsgruppe vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und dem LMU Klinikum München in The Lancet Infectious Diseases (2026). Ob diese Immunantwort vor einer Erkrankung schützt, ist laut den Autoren offen.
Dupilumab und Nemolizumab könnten therapiebedingten Juckreiz bei Krebspatienten lindern
📅 2026-10-16 | 🔗 Quelle: aerzteblatt.de
Dupilumab und Nemolizumab könnten für Krebspatienten eine hilfreiche Option sein, um einen therapiebedingten Prurigo zu behandeln. Das zeigen Ergebnisse einer retrospektiven Studie mit wenigen Teilnehmenden. Ariadna Ortiz Brugués vom Hospital Clínic Barcelona stellte sie für die EADV-Taskforce Dermatologie für Krebspatienten auf dem Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) in Wien vor (Abstract 1669). In den meisten Fällen konnten die Substanzen nach diesen Daten sowohl die Symptome als auch die Hautveränderungen wirksam kontrollieren.