Die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance wird heute, am 6. Oktober 2026, abgeschlossen. Das neue Unternehmen heißt Skydance Corporation und wird unter dem Kürzel SKYD an der New York Stock Exchange gehandelt. David Ellison bleibt CEO, der frühere Mattel-Chef Ynon Kreiz führt als Co-CEO die laufenden Geschäfte. Unter einem Dach versammelt der Konzern HBO Max, die Warner-Filmstudios, CNN und Discovery sowie Paramount Pictures, CBS, Nickelodeon, Paramount+ und Pluto TV. Paramount zahlt 31 Dollar je Aktie in bar, der Gesamtwert der Transaktion liegt bei rund 110 Milliarden Dollar. Fiction Horizon zufolge hat Ellison sein Führungsteam vorgestellt: James Gunn und Peter Safran bleiben Co-Chairs von DC Studios, Casey Bloys und George Cheeks erhalten Spitzenposten. Dana Goldberg und Josh Greenstein, bisher Chefs von Paramount Pictures, übernehmen Warner Bros. Pictures; Michael De Luca und Pamela Abdy, die bisherigen Warner-Filmchefs, wechseln nicht in das neue Unternehmen. Mark Thompson wird Vorsitzender und Chefredakteur von CNN, Bari Weiss bleibt Chefredakteurin von CBS News. Die Finanzierung ist teuer: Laut Variety übernimmt Skydance etwa 80 Milliarden Dollar Schulden, will in drei Jahren 6 Milliarden Dollar einsparen, vor allem beim Personal, und muss die Schuldenlast bis Ende 2029 deutlich senken. Kreditagenturen warnen vor negativem Cashflow im Jahr 2027, Larry Ellison haftet persönlich, falls die vereinbarten Schuldenziele verfehlt werden.
Zaslav verabschiedet sich per Video, mehrere Spitzenmanager gehen oder wechseln die Rolle
Am letzten Tag vor dem Abschluss hat Warner-Bros.-Discovery-Chef David Zaslav den Mitarbeitern ein dreiminütiges Abschiedsvideo vom Studiogelände in Burbank geschickt, in dem er ihre Kreativität lobt. Laut Hollywood Reporter kam das Video intern schlecht an, weil Zaslav mit einem Paket von mehr als 800 Millionen Dollar geht und die Fusion massive Entlassungen nach sich zieht. Variety berichtet, dass Skydance die internationale Sparte neu ordnet; Kevin MacLellan übernimmt entgegen früherer Berichte nicht die oberste Position außerhalb Nordamerikas. Gerhard Zeiler, bislang Präsident der internationalen Sparte von Warner Bros. Discovery, will sich um die Führung der österreichischen Sozialdemokraten bewerben und dürfte das Unternehmen vor dem Vollzug verlassen. Nach Deadline übernimmt David Berson, bisher Präsident von CBS Sports, die gesamte kombinierte Sportsparte, während Luis Silberwasser, der TNT Sports seit 2022 führte, geht. Berson verantwortet damit unter anderem die Rechte an NFL, NHL, Major League Baseball und dem NCAA-Turnier March Madness. Die genaue neue Struktur der internationalen Geschäfte soll bekannt gegeben werden, sobald die Transaktion am Dienstag abgeschlossen ist.
Nach der Übernahme von Warner Bros. durch Paramount unter David Ellison gewinnen die Verhandlungen über eine Fortsetzung von „Barbie“ an Tempo. Verträge mit Greta Gerwig, Margot Robbie und Ryan Gosling müssen bis Dezember stehen, sonst fallen die Rechte an Mattel zurück. Gerwig und ihr Partner Noah Baumbach arbeiten laut Berichten bereits an einer Fortsetzungsgeschichte, wollen sie aber vor dem finalen Deal nicht teilen. Dass der frühere Mattel-Chef Ynon Kreiz Co-CEO des fusionierten Konzerns wird, soll das Vertrauen in das Projekt stärken. Die neuen Filmchefs Dana Goldberg und Josh Greenstein haben demnach bereits Robbie und deren Produktionspartner von LuckyChap kontaktiert.
James Gunn schreibt schon am nächsten Film nach „Man of Tomorrow“
Während „Man of Tomorrow“, die Fortsetzung zu „Superman“, in der Postproduktion steckt, schreibt James Gunn bereits an seinem nächsten Projekt. Das teilte er auf Threads mit; die Wartezeit auf die Assembly-Fassung des Films nutzt er für die Schreibarbeit. Der Kinostart von „Man of Tomorrow“ ist für den 9. Juli 2027 angesetzt. Gunn und sein Partner Peter Safran wurden trotz der Fusion als Chefs von DC Studios bestätigt und sollen mit Dana Goldberg und Josh Greenstein zusammenarbeiten. Seit Gunns Amtsantritt 2022 hat DC Studios „Superman“ und „Supergirl“ veröffentlicht; „Clayface“ startet am 23. Oktober, „The Batman: Part II“ ist für den 18. Februar 2028 geplant.
„The Batman: Part II“ pausiert wegen Familienangelegenheit von Matt Reeves
Die Produktion von „The Batman: Part II“ ist unterbrochen, weil sich Regisseur Matt Reeves um eine Familienangelegenheit kümmern muss. Das hatte zuerst Deadline gemeldet. Der Film mit Robert Pattinson war ursprünglich für Oktober 2025 vorgesehen, wurde mehrfach verschoben und soll jetzt am 18. Februar 2028 starten. Seit dem Erfolg des ersten Teils hat sich in Hollywood viel verändert: Es gab Streiks von Schauspielern und Drehbuchautoren, DC Studios wurde neu aufgestellt, und Warner Bros. geht nun an Paramount. James Gunn hat signalisiert, dass er Reeves die nötige Zeit gibt. Zugleich betont er, dass „The Batman“ in einem eigenen Universum spielt, unabhängig vom künftigen DCU von Gunn und Safran.
Verschrotteter Warner-Film „Coyote vs. Acme“ wird zum Kassenerfolg
Warner Bros. hatte Dave Greens Looney-Tunes-Film „Coyote vs. Acme“ 2023 als Steuerabschreibung über 30 Millionen Dollar verbucht, weil das wirtschaftlicher erschien als Marketing und Verleih. Der Indie-Verleiher Ketchup Entertainment erwarb die Rechte für 50 Millionen Dollar und brachte den Film im August in die Kinos. Inzwischen hat er weltweit mehr als 100 Millionen Dollar eingespielt, davon 59,8 Millionen in den USA und 45 Millionen international. Damit liegt er vor mehreren Filmen, die Warner 2026 selbst herausgebracht hat: „The Mummy“ (90 Millionen), „Practical Magic 2“ (78 Millionen) und „Evil Dead Burn“ (72 Millionen). Ketchup hatte ausländische Gebiete vorab verkauft, um das eigene Risiko zu senken, und auch Ryan Reynolds’ Firma Maximum Effort unterstützte die Kampagne. Das Ergebnis rückt Zaslavs damalige Entscheidung erneut in den Blick.
Warner kündigt „Game of Thrones“-Kinofilm „Aegon’s Conquest“ für 2029 an
Warner Bros. hat einen Kinofilm aus dem „Game of Thrones“-Universum angekündigt: „Aegon’s Conquest“ soll am 1. Juni 2029 in den USA starten, in Deutschland vermutlich am 31. Mai 2029. Der Film erzählt, wie Aegon I. Targaryen rund 300 Jahre vor der Originalserie mit seinen Schwestern und Drachen Westeros erobert. Regie führt Owen Harris, der drei Folgen der Serie „A Knight of the Seven Kingdoms“ inszeniert hat. Das Drehbuch schrieb Beau Willimon, Schöpfer von „House of Cards“ und Autor bei „Andor“. Die Besetzung steht noch nicht fest. Der Film ersetzt ein gescheitertes Serienprojekt zum selben Stoff.
„Verity“ startet mit 32,6 Millionen Dollar an der Spitze der Kinocharts
Die Colleen-Hoover-Verfilmung „Verity“ von Regisseur Michael Showalter mit Anne Hathaway und Dakota Johnson führt die US-Kinocharts am Startwochenende an. Sie spielte 32,6 Millionen Dollar in 3.510 Kinos ein. Bemerkenswert ist das, weil der Film bei den Kritikern mit nur 34 Prozent auf Rotten Tomatoes durchfiel. Auf Platz 2 und 3 folgen „Resident Evil“ mit 12,5 Millionen Dollar (minus 46 Prozent) und „Heart of the Beast“ mit 11 Millionen Dollar (minus 45 Prozent). Der Start zeigt, dass das Publikum Romanverfilmungen auch bei schwachen Kritiken weiter annimmt.
Regisseur verrät zwei alternative Enden von „Verity“
Michael Showalter hat Variety erzählt, dass „Verity“ zwei weitere, deutlich andere Enden hatte. In einer Version hätte sich Lowen als Strippenzieherin entpuppt, mit einer Szene, in der sie eine Sonnenbrille aufsetzt und Verity im See versinken sieht. Nach Focus-Group-Vorführungen wurde diese Variante verworfen: Die Testzuschauer wollten Lowen nicht als entschlossene Antiheldin sehen, sondern verunsichert darüber, was richtig und was wahr ist. Die finale Fassung zeigt Lowen deshalb im Auto mit Jeremy und seinem Sohn Crew, ohne echte Gewissheit über die Menschen, mit denen sie lebt. Showalter sagte, diese Erkenntnis habe lange gedauert, sei aber wichtig gewesen, um den emotionalen Kern des Films zu bewahren.
Alejandro González Iñárritus „Digger“ mit Tom Cruise bleibt an den Kinokassen weit hinter den Kosten zurück. Nach einer Woche stehen weltweit nur 20 Millionen Dollar auf der Rechnung, bei einem Budget von 125 bis 180 Millionen Dollar. Branchenanalysten schätzen den Gesamtverlust auf etwa 150 Millionen Dollar. Cruise spielt Digger Rockwell, „den mächtigsten Mann der Welt“, der eine Katastrophe verhindern soll; in weiteren Rollen sind Sandra Hüller, Jesse Plemons und John Goodman zu sehen. Fans loben das Projekt als experimentell und mutig, der Großteil des Publikums lässt es aber links liegen.
„Artificial“ feiert Premiere beim New York Film Festival, Reaktionen überwiegend begeistert
Luca Guadagninos „Artificial“ hatte am Montagabend Weltpremiere beim New York Film Festival. Der Film porträtiert OpenAI-Chef Sam Altman, gespielt von Andrew Garfield, und zeigt die Boardroom-Krise vom November 2023. Variety zufolge fielen die ersten Reaktionen überwiegend begeistert aus; Garfields Leistung gilt vielen als eine seiner besten. Der Hollywood Reporter nennt die Reaktionen gemischt bis enthusiastisch: Gelobt werden Garfields „mesmerizing, strange and terrifyingly seductive“ Darstellung, Yura Borisov als moralisches Herz des Films und Ike Barinholtz’ Elon-Musk-Darstellung, kritisiert werden mangelnde narrative Klarheit und schwankender Ton. Neben Borisov als Ilya Sutskever und Barinholtz sind Monica Barbaro als Mira Murati und Mark Rylance als Geoffrey Hinton dabei. Neon bringt den Film am 25. Dezember in die US-Kinos, nachdem Amazon MGM Studios das Projekt nach einem OpenAI-Partnerschaftsdeal fallengelassen hatte.
Andrew Garfield über die Rolle als Sam Altman: erst beeindruckt, dann nachdenklich
Bei der Premiere von „Artificial“ in New York sagte Andrew Garfield, er habe Sam Altman zunächst für überzeugend gehalten: „Dieser Typ wirkt verdammt großartig, ehrlich, transparent.“ Zwei bis drei Monate lang bereitete er sich vor und studierte dafür Kongressaussagen und Videomaterial. Der Film dreht sich um die Krise bei OpenAI im November 2023, als Altman entlassen und wieder eingestellt wurde. Altman selbst sagte laut Variety, der Film werde „nicht genau sein“, bewertete das Projekt aber nicht negativ. „Artificial“ startet am 25. Dezember in den Kinos.
Neon hat die Oscar-Kampagne für Luca Guadagninos Drama „Artificial“ vorgestellt. Andrew Garfield wird als Sam Altman in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“ eingereicht, Yura Borisov (Ilya Sutskever) tritt als „Bester Hauptdarsteller“ an. Mark Rylance, der Geoffrey Hinton spielt, konkurriert ebenfalls als Nebendarsteller, Monica Barbaro (Mira Murati) als Nebendarstellerin. Die Kampagne umfasst alle Hauptkategorien einschließlich „Bester Film“ und „Beste Regie“. Garfield war bereits für „Hacksaw Ridge“ (2016) und „Tick, Tick … Boom!“ (2021) als bester Hauptdarsteller nominiert.
„The Social Reckoning“: Erste Reaktionen auf Sorkins Fortsetzung zu „The Social Network“
Aaron Sorkins „The Social Reckoning“, die Fortsetzung zu „The Social Network“ von 2010, wurde ersten Zuschauern gezeigt. Der Film dramatisiert die Enthüllungen der Facebook-Whistleblowerin Frances Haugen von 2021 und die Berichterstattung des Wall-Street-Journal-Reporters Jeff Horwitz. Mikey Madison spielt Haugen, Jeremy Allen White Horwitz und Jeremy Strong Mark Zuckerberg; im ersten Film war es Jesse Eisenberg, der eine Rückkehr ablehnte, weil er sich nicht länger mit der Figur identifizieren wollte. Die Reaktionen beschreiben den Film als „solide Fortsetzung“, als scharfsinnige Kritik am Zustand der Gesellschaft und als schonungslose Bewertung Zuckerbergs. Der Kinostart ist am 9. Oktober.
Spielbergs „Disclosure Day“ kommt am 9. Oktober auf Peacock
Steven Spielbergs Science-Fiction-Thriller „Disclosure Day“ startet am 9. Oktober auf Peacock. Der 145 Minuten lange Film, den David Koepp mitgeschrieben hat, dreht sich um UFO-Enthüllungen und beruft sich auf reale Untersuchungen zu unidentifizierten Flugphänomenen. Emily Blunt spielt Margaret Fairchild, zur Besetzung gehören Josh O’Connor, Colin Firth, Wyatt Russell und Colman Domingo. Im Kino hatte der Film im Juni 2026 knapp 250 Millionen Dollar weltweit eingespielt, bei einem Budget von 115 Millionen Dollar. Für einen Spielberg-Film liegt das unter den Erwartungen, der Film ist aber profitabel.
„Spider-Man: Brand New Day“ kommt als Premium-Video-on-Demand
Tom Hollands „Spider-Man: Brand New Day“ ist ab Dienstag, dem 6. Oktober, auf Prime Video und Apple TV erhältlich. Der Film kostet 29,99 Dollar im Kauf und 24,99 Dollar im Verleih. Er gehört laut Hollywood Reporter zu den vier erfolgreichsten Filmen des Jahres weltweit. Die physische Veröffentlichung auf 4K Ultra HD und Blu-ray folgt am 15. Dezember 2026 und enthält einen digitalen Code. Eine limitierte Sammleredition kann bereits auf Amazon vorbestellt werden.
Fincher und Tarantino: „The Adventures of Cliff Booth“ mit Brad Pitt
„The Adventures of Cliff Booth“ ist ein eigenständiges Sequel zu Quentin Tarantinos „Once Upon a Time … in Hollywood“. David Fincher führt Regie, Tarantino schreibt das Drehbuch. Brad Pitt kehrt als Cliff Booth zurück. Die Handlung spielt 1977, acht Jahre nach den Ereignissen des ersten Films. Der Film soll am 25. November 2026 in IMAX-Kinos starten und am 23. Dezember bei Netflix erscheinen. Zur Besetzung zählen Timothy Olyphant, Scott Caan, Elizabeth Debicki, Yahya Abdul-Mateen II und Carla Gugino.
„Sicario 3“: Blunt, Del Toro und Brolin kehren zurück
Der dritte „Sicario“-Film entsteht mit dem Originaltrio von 2015: Emily Blunt, Benicio Del Toro und Josh Brolin kehren zurück. Blunt spielt wieder die FBI-Agentin Kate Macer, Del Toro den Auftragskiller Alejandro Gillick und Brolin den CIA-Mann Matt Graver. Blunt fehlte im zweiten Teil „Sicario: Day of the Soldado“. Regie führt Padraic McKinley, das Drehbuch schrieb Steven Knight, der auch am Skript von Denis Villeneuves „James Bond 26“ arbeitet. Villeneuve und Autor Taylor Sheridan kehren nicht zurück. Die Dreharbeiten sollen Anfang 2027 beginnen, ein Verleih wird noch gesucht.
Ben Affleck: Finaler Trailer zu „Animals“ erschienen
Netflix hat den zweiten und letzten Trailer zu Ben Afflecks Thriller „Animals“ veröffentlicht. Affleck spielt den Bürgermeisterkandidaten Mark Kimball, dessen Sohn entführt wird. Das Paar muss ein Lösegeld aufbringen und gerät vor schwere Entscheidungen. In der Besetzung sind Kerry Washington, Gillian Anderson, Steven Yeun, Adriana Paz, Ray Fisher, Christopher Woodley und Luis Gerardo Méndez. Der Film ist eine Neuverfilmung von „High and Low“ und startet am 9. Oktober bei Netflix und in ausgewählten Kinos.
Scorsese wollte einen Hammer-Horrorfilm drehen, der Brief blieb unbeantwortet
Martin Scorsese schrieb in den 1990er Jahren einen Brief an die Hammer Studios, in dem er sich einen Hammer-Film wünschte, doch das Angebot wurde übersehen. Der neue Hammer-Chef John Gore, der die Rechte 2023 erwarb, entdeckte den Brief erst jetzt. Gore berichtete Variety davon und sagte, er wolle das Versäumnis gern korrigieren. Kostümbildnerin Sandy Powell, die mit Scorsese gearbeitet hat, riet ihm, einfach auf den Brief zu antworten. Gore zeigte sich offen für neue Projekte, mahnte aber zur Vorsicht bei Neuauflagen der Klassiker.
John Leguizamo in Nolans „The Odyssey“ weckt Oscar-Hoffnungen
John Leguizamo bekommt Oscar-Buzz für seine Rolle als Eumaeus in Christopher Nolans „The Odyssey“. Der 66-Jährige spielt in einem Film, der komplett im IMAX-Format gedreht wurde. Im Podcast des Hollywood Reporter spricht er über die Bedeutung nicht traditioneller Besetzung, ein Thema, für das er sich seit Jahren einsetzt. Außerdem erinnert er sich an eine Absage: Die Verhandlungen über die Rolle des Vulture in „Spider-Man: Homecoming“ waren weit fortgeschritten, doch die Rolle ging an Michael Keaton, nachdem dieser das Angebot zurückgefordert hatte.
Lars Eidinger schwärmt vom Dreh zu „Man of Tomorrow“
Lars Eidinger spielt den Schurken Brainiac im Superman-Film „Man of Tomorrow“, der im Juli 2027 ins Kino kommt. Der 50-Jährige spricht begeistert von den Dreharbeiten in den USA und hebt den starken Teamgeist am Set hervor. Verglichen mit deutschen und europäischen Produktionen sei dort alles anders, ein „großartig anderes Filmemachen“ mit großem Zusammenhalt. Die amerikanischen Kollegen seien überraschend zugewandt und ehrlich an ihrem Gegenüber interessiert. James Gunn besetzte die Rolle nach weltweiter Suche; Eidinger spielte an der Seite von David Corenswet als Superman und Nicholas Hoult als Lex Luthor.
Mike Flanagan will „The Dark Tower“ unbedingt verfilmen
Mike Flanagan hat Page Six gesagt, er sei „desperate“, Stephen Kings „The Dark Tower“ zu adaptieren. Er arbeitet seit 2022 an dem Projekt und hat mehrere Drehbuchfassungen geschrieben. Flanagan und King verhandeln demnach noch über juristische Fragen und eine formale Genehmigung. Flanagan nennt das Projekt „very difficult to get started“. Die Vorlage umfasst acht Romane und eine Novelle, veröffentlicht zwischen 1982 und 2012. Die Verfilmung von 2017 mit Matthew McConaughey und Idris Elba kam bei Rotten Tomatoes auf nur 16 Prozent.
James McAvoy gibt mit „California Schemin’“ sein Regiedebüt
James McAvoy hat seinen ersten Film als Regisseur gedreht. „California Schemin’“ basiert auf einer wahren Geschichte: Das schottische Rap-Duo Silibil N’ Brains gab sich als kalifornische Rapper aus, um in der Musikindustrie ernst genommen zu werden. McAvoy spielt selbst eine Rolle. Der Film hatte Premiere beim Toronto International Film Festival und kommt jetzt in die Kinos, zunächst in New York und Los Angeles, danach folgt eine breitere Auswertung in den kommenden Wochen.
Maude Apatow und Mike Faist spielen in „The Maid of Orleans“
Maude Apatow und Mike Faist übernehmen Rollen in „The Maid of Orleans“, dem neuen Film von Autorin und Regisseurin Sarah Elizabeth Mintz. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die eine berühmte und schwierige Regisseurin bei einer französischen Inszenierung von „Johanna von Orleans“ unterstützt. Die Dreharbeiten beginnen diese Woche. Mintz debütierte mit „Good Girl Jane“. Apatow bringt parallel ihr eigenes Regiedebüt „Poetic License“ heraus, das Sony Pictures Classics vertreibt. Faist kommt gerade von guten Kritiken für die Netflix-Serie „East of Eden“ mit Florence Pugh.
Chernin Entertainment adaptiert „ARC Raiders“ und „The Finals“
Chernin Entertainment und der Spielentwickler Embark Studios haben eine Zusammenarbeit an Film- und Fernsehadaptionen von „ARC Raiders“ und „The Finals“ angekündigt. Chernin setzte sich gegen mehrere andere Produktionsfirmen durch. „ARC Raiders“ kam vor einem Jahr heraus, wurde weltweit mehr als 16 Millionen Mal verkauft und 2025 bei den Game Awards als bestes Multiplayer-Spiel ausgezeichnet. „The Finals“ ist ein kostenloser Multiplayer-Shooter mit inzwischen 30 Millionen Spielern. Chernin war zuvor an Adaptionen wie A24s „Backrooms“, Netflix’ „The Last House“ und Apple TVs „Chief of War“ beteiligt.
Peter Dinklages Western „The Thicket“ wird Netflix-Überraschungshit
Peter Dinklages Western-Thriller „The Thicket“ gehört bei Netflix zu den meistgesehenen Filmen und steht derzeit auf Platz zehn. Der Film nach Joe R. Lansdales Roman lief zuerst bei Tubi und danach in Kinos. Rotten Tomatoes verzeichnet 80 Prozent positive Kritiken. Dinklage spielt den Kopfgeldjäger Reginald Jones, an seiner Seite sind Levon Hawke und Esme Creed-Miles zu sehen, Juliette Lewis spielt die Gegenspielerin Cut-Throat Bill. Die Geschichte handelt von zwei verwaisten Geschwistern, deren Großvater von Bill getötet wurde und die einen Kopfgeldjäger anheuern.
„Now You See Me: Now You Don’t“ ist der meistgesehene Film auf Prime Video
Der dritte „Now You See Me“-Film, „Now You See Me: Now You Don’t“ unter Regie von Ruben Fleischer, führt nach dem Start auf Prime Video die Streaming-Charts der Plattform an. Im Kino hatte er weltweit mehr als 246 Millionen Dollar eingespielt, das Original von 2013 kam auf über 351 Millionen Dollar. In den Hauptrollen sind Jesse Eisenberg, Woody Harrelson, Isla Fisher und Dave Franco zu sehen, Rosamund Pike spielt die Gegenspielerin. Rotten Tomatoes verzeichnet 61 Prozent positive Kritiken.
Lee Child blockierte einen dritten „Reacher“-Film mit Tom Cruise
Autor Lee Child hat mit seinem vertraglichen Veto-Recht einen dritten Kinofilm mit Tom Cruise verhindert. Der Vertrag stammt von 2005; auf „Jack Reacher“ (2012) und „Jack Reacher: Never Go Back“ (2016) folgte kein weiterer Teil. Child entschied sich stattdessen für die Prime-Video-Serie mit Alan Ritchson, der der Buchvorlage körperlich deutlich näher komme. Fernsehen biete mehr kreative Freiheit und acht bis zwölf Stunden Erzählzeit statt 90 Minuten. Laut JoBlo erzielte Staffel 4 in den ersten 28 Tagen 66 Millionen Zuschauer; Amazon hat eine fünfte Staffel und den Ableger „Neagley“ bestellt.
Sony entwickelt „Ghostbusters: Nightmare on 34th Street“
Sony arbeitet an einem neuen „Ghostbusters“-Kinofilm mit dem Titel „Ghostbusters: Nightmare on 34th Street“. Das Drehbuch schreibt Josh Miller, der auch an „Sonic the Hedgehog“ beteiligt war. Der Titel spielt auf den Klassiker „Miracle on 34th Street“ an und deutet auf ein Weihnachts-Horror-Setting hin. Parallel entwickelt Netflix die Animationsserie „Ghostbusters: Night Shift“, die 1994 spielt und zum Filmkanon gehört. Ein weiterer Netflix-Animationsfilm ist in Entwicklung.
„Rocky“ kehrt zum 50. Jubiläum als 4K-Restaurierung in die Kinos zurück
Zum 50. Jahrestag des Kinostarts von 1976 bringt Fathom Entertainment Sylvester Stallones „Rocky“ vom 7. bis 11. November 2026 in einer neu restaurierten 4K-Fassung zurück ins Kino. Der Film von John G. Avildsen erzählt vom Boxer Rocky Balboa, der Weltmeister Apollo Creed herausfordert, und gewann Oscars für den besten Film, die beste Regie und den besten Schnitt. Stallone schrieb das Drehbuch.
Dokumentarfilm „Manhood“ über Penisvergrößerung kommt ins Kino
Der Dokumentarfilm „Manhood“ von Daniel Lombroso („White Noise“) beschäftigt sich mit Penisvergrößerung und den dazugehörigen medizinischen Verfahren. Lombroso verbrachte zwei Jahre in Kliniken. Im Mittelpunkt steht der Unternehmer Bill Moore aus Dallas mit seiner PhaloFILL-Methode. Executive Producer sind Penny Lane, Sheila Nevins sowie Fenton Bailey und Randy Barbato von World of Wonder. Nach der Premiere beim SXSW-Festival startet der Film am 28. Oktober in Los Angeles und am 30. Oktober in New York in begrenztem Kinoeinsatz, am 17. November folgt die digitale Veröffentlichung.
Gerichtsdrama „Re-Creation“ mit Vicky Krieps: Trailer von Kino Lorber
Kino Lorber hat den Trailer zu „Re-Creation“ veröffentlicht, einem Gerichtsdrama des irischen Regisseurs Jim Sheridan, das von „12 Angry Men“ inspiriert ist. Der Film, der 2025 beim Tribeca Film Festival Premiere hatte, ist bereits auf VOD verfügbar. Er spielt eine fiktive Geschworenenberatung über den Mord an der französischen Filmproduzentin Sophie Toscan du Plantier im Jahr 1996. Vicky Krieps spielt Geschworene Nummer 8, außerdem sind Aidan Gillen, Colm Meaney und John Connors dabei. David Merriman und Sheridan inszenierten und schrieben den Film gemeinsam.
Netflix-Film „23 000 Leben“ feiert Weltpremiere beim Filmfest München
Das Drama „23 000 Leben“ von Regisseur Markus Goller feiert seine Weltpremiere in der Sektion „Spotlight“ des Filmfests München. Das Drehbuch schrieb Oliver Ziegenbalg. Der Film erzählt die wahre Geschichte der Hilfsorganisation „Jugend rettet“, die mehr als 23.000 Menschen im Mittelmeer rettete. In den Hauptrollen spielen Louis Hofmann, Mala Emde, Frederick Lau und Maria Dragus, in Gastrollen sind Corinna Harfouch, Ulrich Matthes und Franka Potente zu sehen. Das Szenenbild stammt vom Oscar-Gewinner Christian Goldbeck, die Musik vom Oscar-Preisträger Volker Bertelmann.
Serien-News
Skydance: Casey Bloys und JB Perrette führen künftig das Streaminggeschäft
Casey Bloys hat einen neuen mehrjährigen Vertrag mit Skydance unterschrieben und verantwortet nach der Fusion neben HBO Max auch Paramount+. Als Co-Chair und Chief Content Officer von Skydance DTC überwacht er beide Plattformen; sein bisheriger HBO-Vertrag wäre 2027 ausgelaufen. Bloys ist seit 2004 bei HBO und war zuletzt für Serien wie „The White Lotus“, „The Last of Us“ und „House of the Dragon“ verantwortlich. Laut Deadline wechselt außerdem JB Perrette, ein enger Vertrauter von David Zaslav, zu Skydance. Er wird Co-Chair und Chief Business Officer sowohl für Skydance DTC als auch für Skydance TV, mit globalem Überblick über Distribution, Werbung und Streaming-Strategie. Ein SEC-Dokument zeigt, dass Perrette rund 142 Millionen Dollar aus dem Deal erhält.
Kylie Jenner übernimmt ihre erste Schauspielrolle in Hulus „Bachelorette Weekend“
Kylie Jenner übernimmt die Hauptrolle in Hulus Thriller-Drama „Bachelorette Weekend“, ihre erste Rolle als fiktive Figur. Die Serie basiert auf dem kommenden Roman von Flora Collins; die Adaption stammt von Autorin Lauren Oliver und ihrer Produktionsfirma StoryGiants. Kim Kardashian ist Executive Producer, nachdem sie das Skript über ihren First-Look-Deal mit 20th Television erhalten hatte. Jenner spielt eine Braut, die beim Junggesellinnenabschied tot im Pool gefunden wird; der Rest der Serie beleuchtet die Ereignisse, die zum Mord führten. Hulu hat die Serie direkt bestellt.
Zehn weitere Schauspieler für BBC-Serie „Hercule“ über Poirot bestätigt
Die neue Poirot-Serie „Hercule“ von BBC und BritBox mit Edward Bluemel in der Titelrolle wird derzeit in Liverpool gedreht. Neu bestätigt sind Toby Stephens („Black Sails“), Katherine Parkinson („The IT Crowd“), Omari Douglas („Black Doves“) und Ralf Little („Death in Paradise“). Dazu kommen Jessica Alexander, Honor Swinton Byrne, Paul Forman, Arthur Hughes, River Medway und Natalie Quarry. Die sechsteilige Serie stellt Poirots Freunde, Verbündete und einen bestimmten Feind vor und verarbeitet Handlungselemente aus mindestens drei Agatha-Christie-Romanen, darunter „Lord Edgware Dies“ und „Peril at End House“.
Neue Hexenserie „Coven Academy“ erhält auf Rotten Tomatoes 100 Prozent
Die Fantasyserie „Coven Academy“ auf Disney+ steht bei Rotten Tomatoes bei 100 Prozent positiver Kritiken, das Publikum vergibt 80 Prozent. Die Serie ist seit dem 2. Oktober verfügbar und spielt an einer Elite-Zauberakademie in New Orleans. Malina Weissman, bekannt aus „Eine Reihe betrüblicher Ereignisse“, spielt die Teenager-Hexe Briar, die an einer vermeintlich normalen Schule für Problemjugendliche entdeckt, dass sie magische Kräfte hat. Tiffani Thiessen („Saved by the Bell“) gehört ebenfalls zur Besetzung. Die erste Staffel hat 21 Folgen mit elf bis 23 Minuten Laufzeit.
Harry-Potter-Serie: Poster zu Staffel 2 beim Filmfest München enthüllt
Beim Filmfest München hat Warner Bros. überraschend ein Poster zur zweiten Staffel der neuen „Harry Potter“-Serie gezeigt. Es zeigt den Hogwarts-Express in dichtem Rauch mit einem kleinen blauen Punkt, der auf den fliegenden Ford Anglia der Weasleys aus „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ anspielen könnte. Einen Starttermin für Staffel 2 bestätigte Warner nicht. Die Besetzung wächst: Kit Harington spielt Gilderoy Lockhart, Billy Barratt den jungen Tom Riddle, dazu kommen Rafe Spall als Arthur Weasley und Ewan Miller. Die erste Staffel startet am 25. Dezember 2026 bei HBO Max.
Damon Lindelof deutet zweite Staffel von „Lanterns“ an
Nach dem Finale der ersten Staffel der DC-Serie „Lanterns“ gibt es Signale für eine Fortsetzung. Mitschöpfer Damon Lindelof sprach gegenüber Collider von „Autoren, die an Staffel 2 arbeiten“, und davon, wohin die Geschichte in Staffel 2 und darüber hinaus gehen soll. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht, es sind aber die bisher deutlichsten Hinweise auf eine zweite Staffel.
Gerüchte & Insider
Gerücht: Ewan Mitchell soll Bond-Schurke in Villeneuves „Bond 26“ werden
Laut der britischen Zeitung „The Sun“ ist „House of the Dragon“-Star Ewan Mitchell als Gegenspieler in „James Bond 26“ im Gespräch. Ein angeblicher Insider sagt, Mitchell sei die perfekte Wahl, weil er einen beeindruckenden Lebenslauf habe, aber noch nicht so etabliert sei wie andere genannte Kandidaten. Denis Villeneuves erster Drehbuchentwurf sei bereits fertig. Die Produktion soll 2027 beginnen, ein Kinostart ist für 2028 geplant; ein Titel steht noch nicht fest. Vertrauensstufe: niedrig, da es sich um einen unbestätigten Bericht mit anonymer Quelle handelt.
„Herr der Ringe: Shadow of the Past“ soll laut Bericht pausieren
Die Produktion von „The Lord of the Rings: Shadow of the Past“ ist laut internen Quellen vorerst pausiert. Als Grund gilt die Übernahme von Warner Bros. durch Paramount unter dem Banner Skydance; der neue Konzern vertraue der Marke offenbar weniger. Auch die enttäuschenden 20 Millionen Dollar Einspielergebnis des Animationsfilms „Die Schlacht der Rohirrim“ sollen eine Rolle spielen. Warner Bros. widerspricht: Der Film befinde sich weiter in Entwicklung, an Drehbuchentwürfen werde gearbeitet. Der andere geplante Film, „The Hunt for Gollum“, wird derzeit gedreht und soll am 16. Dezember 2027 starten. Vertrauensstufe: mittel, da Insiderberichte und offizielles Dementi sich widersprechen.
Klatsch & Tratsch
Michael Douglas enthüllt Anschlagsplan mit HIV-infizierter Nadel bei den Oscars 1992
In seinen neuen Memoiren „One Helluva Ride“ schildert Michael Douglas eine Bedrohung bei der Oscar-Verleihung 1992. Auf dem roten Teppich vor dem Shrine Auditorium hätten FBI-Agenten und Polizisten ihn vor einem geplanten Anschlag gewarnt: Jemand wollte ihn mit einer HIV-infizierten Nadel stechen. Douglas überreichte dennoch den Preis für die beste Hauptdarstellerin an Jodie Foster, obwohl das FBI wusste, dass sich der Angreifer irgendwo im Publikum befand, möglicherweise unter Personal, Crew oder Gästen. Ein enger Freund bestätigte die Geschichte. Das Buch erscheint diese Woche; der Anschlag kam nie zustande.
Tom Holland plant „Romeo und Julia“ auf der Bühne und nennt DiCaprio als Vorbild
Tom Holland hat in einem Interview mit Esquire UK angekündigt, in einer Bühnenproduktion von „Romeo und Julia“ zu spielen. Francesca Amewudah-Rivers wird seine Julia sein. Im selben Gespräch verglich er seine Oscar-Ambitionen mit denen von Leonardo DiCaprio, der sein Karrierevorbild sei: jemand, der lange auf einen Oscar warten musste, bei dem sich das Warten aber gelohnt habe. Hollands Rückkehr auf die Bühne gilt als bedeutende künstlerische Wendung in seiner Karriere.