Veranstaltungen & Kultur
Berliner Weihnachtsmärkte öffnen teils schon am 31. Oktober
📅 2026-10-20 | 🔗 Quelle: berlin.t-online.de
Die große Weihnachtsmarktsaison beginnt in Berlin am 23. November 2026, einige Märkte öffnen deutlich früher. Die „Lichtenberger Winterzeit“ an der Landsberger Allee läuft vom 31. Oktober bis 27. Dezember 2026 mit zwölf Großfahrgeschäften, Eintritt frei, sonntags bis donnerstags 14 bis 22 Uhr, freitags und samstags bis 23 Uhr. Am selben Tag öffnet die Winterwelt am Potsdamer Platz mit einer 12 Meter hohen Rodelbahn, täglich 10 bis 22 Uhr, ebenfalls ohne Eintritt. Am Nollendorfplatz laufen vom 4. bis 21. November die „LGBTQIA-Winterdays“, danach bis 23. Dezember die „Christmas Avenue“, ab 16 Jahren, Eintritt frei. Der „Heissa Holzmarkt“ an der Holzmarktstraße öffnet am 6. November bis 20. Dezember, Eintritt 2 bis 3 Euro. Der historische Markt auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain läuft vom 12. November bis 22. Dezember, montags ist der Eintritt frei, samstags und sonntags kostet er 4 Euro. Der Wintermarkt auf dem Schloßplatz in Mitte hat ab dem 18. November bis 3. Januar 2027 täglich geöffnet, Eintritt frei.
Neuer Club [119] eröffnet am 23. Oktober in der Storkower Straße in Prenzlauer Berg
📅 2026-10-20 | 🔗 Quelle: berlin.t-online.de
Am Freitag, 23. Oktober, eröffnet der Club „[119]“ in den Räumen der früheren Kirche von Unten (KvU) in der Storkower Straße 119 in Prenzlauer Berg. Die Eröffnungsparty beginnt um 22 Uhr und soll bis Samstagmorgen um 10 Uhr dauern. Die Musik liegt zwischen Techno und House; im Bereich „Block“ legen unter anderem DJ Traytex, Shanda und Rill auf, in der „Halle“ treten DEV und Choreophila auf. Die Betreiber haben nach Angaben des Stadtmagazins tipBerlin bewusst einige Relikte aus der Geschichte des Gebäudes erhalten. Die Kirche von Unten, eine Gruppe aus der DDR-Bürgerrechtsbewegung, musste die Räume im vergangenen Jahr verlassen. Für 2027 sind Veränderungen an den Außenflächen des Areals vorgesehen.
Atalanta-Festival in Berlin-Mitte: Drei Tage Musik nur von Komponistinnen
📅 2026-10-20 | 🔗 Quelle: berliner-zeitung.de
Das Atalanta-Komponistinnen-Festival findet vom 23. bis 25. Oktober erstmals in der Villa Elisabeth und der St. Elisabeth-Kirche an der Invalidenstraße in Berlin-Mitte statt. Das Programm reicht von Kassia aus Byzanz über Élisabeth Jacquet de la Guerre und die Berliner Moderne von Ruth Schonthal bis Ursula Mamlok und zu Uraufführungen zeitgenössischer Komponistinnen. Herzstück sind drei Auftragswerke für Harfe, Klavier und Sopran, die 2027 als digitales Album erscheinen sollen. Zum Finale am Sonntag, 25. Oktober, stehen zwei Abendkonzerte an; ab 20.30 Uhr spielt in der Villa Elisabeth das Ensemble LUX:NM die Uraufführung „Asteria“, inspiriert von Sappho. Die Festivalleitung liegt bei der Pianistin Fidan Aghayeva-Edler. Laut einer Studie von 2021 kamen in den Abonnementreihen von 120 deutschen Profi-Orchestern Werke von Komponistinnen auf weniger als zwei Prozent.
James-Simon-Galerie zeigt ab 21. Oktober die Ausstellung „Dschingis Khan und die Welt der Mongolen“
📅 2026-10-20 | 🔗 Quelle: rbb24
Die James-Simon-Galerie in Berlin zeigt ab dem 21. Oktober die Ausstellung „Dschingis Khan und die Welt der Mongolen“. Initiiert hat sie Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin und Landesarchäologe des Landes Berlin. Im Interview beschreibt Wemhoff den Mongolenherrscher als Mann mit zwei Gesichtern: rücksichtslos und grausam gegenüber eroberten Städten, zugleich wissbegierig und an einheitlichen Gesetzen und einer Schrift interessiert. Für das Mittelalter sei die Quellenlage ungewöhnlich dicht, vor allem durch die „Geheime Geschichte der Mongolen“, die kurz nach seinem Tod für seine Familie aufgezeichnet wurde. Funde, die direkt mit ihm zusammenhängen, gibt es dagegen nur wenige; die Ausstellung zeigt Objekte aus seiner Familie, etwa aus Gräbern.
Verkehr & Infrastruktur
Fahrgastverband kritisiert BVG-Pläne für Automaten ohne Bargeld
📅 2026-10-20 | 🔗 Quelle: rbb24
Der Berliner Fahrgastverband IGEB kritisiert die Pläne der BVG, ihre Fahrkartenautomaten durch Geräte zu ersetzen, die ohne gedruckte Tickets auskommen. Die sogenannten Validatoren seien unter anderem für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen schwer zu bedienen, so der Verband. Er fordert, dass Fahrkarten auch künftig flächendeckend mit Bargeld gekauft werden können, und verweist auf Wien und Kopenhagen, wo nach seinen Angaben weiterhin klassische Automaten stehen, die Bargeld annehmen. Die BVG will ihre bisherigen Automaten ab 2029 schrittweise ersetzen. Fahrgäste sollen dann kontaktlos mit Bankkarte, Smartphone oder BVG-Guthabenkarte bezahlen.
U3 zum Mexikoplatz: Bauzeit laut Ausschreibung bis 2031, Genehmigung fehlt noch
📅 2026-10-20 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de
Für die Verlängerung der U3 vom U-Bahnhof Krumme Lanke zum S-Bahnhof Mexikoplatz in Zehlendorf liegen der Genehmigungsbehörde nach Angaben der BVG inzwischen alle Unterlagen vor, eine Baugenehmigung gibt es aber noch nicht. Die rund 800 Meter lange Neubaustrecke braucht einen Planfeststellungsbeschluss der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, den die BVG im Juli 2024 beantragt hat. Eine im Juni im Amtsblatt der EU veröffentlichte Ausschreibung nennt als voraussichtlichen Bauzeitraum Oktober 2027 bis Juli 2031, eine Anpassung sei nicht ausgeschlossen. Die Verkehrsverwaltung rechnet laut Tagesspiegel inzwischen mit Kosten von rund 330 Millionen Euro, Kritiker bezweifeln den nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz nötigen Nutzen. Der Entwurf des Nahverkehrsplans 2026 bis 2028 nennt 2033 als Zielhorizont für die Inbetriebnahme, die ursprünglich angepeilte Eröffnung im Dezember 2030 ist damit kaum zu halten.
Hultschiner Damm und Elsenstraße in Mahlsdorf vom 26. bis 30. Oktober gesperrt
📅 2026-10-20 | 🔗 Quelle: berlin.t-online.de
In Berlin-Mahlsdorf werden zwei Straßen für rund eine Woche komplett gesperrt. Vom 26. bis zum 30. Oktober 2026 sind der Hultschiner Damm zwischen Grunowstraße und Rahnsdorfer Straße sowie die Elsenstraße im Bereich der Hausnummern 9 bis 15 für den Verkehr dicht, wie das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf mitteilt. Grund sind Fahrbahnsanierungen. Der Nachtbus der BVG fährt weiterhin durch die Baustelle am Hultschiner Damm. Lkw werden über die Chemnitzer Straße, die Kaulsdorfer Straße und die Köpenicker Straße umgeleitet. Autos aus Richtung Köpenick in Fahrtrichtung Norden weichen über die Müllerstraße, die Wolfsberger Straße und die Rahnsdorfer Straße aus, in der Gegenrichtung über die Rahnsdorfer Straße, die Wolfsberger Straße und die Müllerstraße. In der Elsenstraße fährt der Linienbus über Alt-Mahlsdorf, die Straßen Am Barnim und Kethelitzweg sind während der Bauarbeiten nur über die Parlerstraße und die Goldregenstraße erreichbar.
Wirtschaft
Forum Steglitz ist voll vermietet: Optikerkette Mister Spex zieht Anfang 2027 ein
📅 2026-10-20 | 🔗 Quelle: tagesspiegel.de
Das Forum Steglitz am U-Bahnhof Walther-Schreiber-Platz im Bezirk Steglitz-Zehlendorf meldet Vollvermietung. Die Immobilienverwaltung Jagdfeld Real Estate führt Betrieb und Vermietung für den Eigentümer, den Konzern Real I.S. Die letzte freie Ladenfläche an der Schloßstraße 1 hat die Optikerkette Mister Spex mit einem langfristigen Mietvertrag übernommen und zieht Anfang 2027 mit einer Filiale ein. Leasing-Chef Marius Lorenz nennt eine Vollvermietung in der aktuellen Lage einen Seltenheitswert.
Wissenschaft & Bildung
Charité eröffnet HIV-Heilungszentrum BeCURE im Forschungsbau in Wedding
📅 2026-10-19 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de
Am Campus Virchow-Klinikum in Berlin-Wedding ist das Berlin Center for HIV Cure (BeCURE) eröffnet worden, der Forschungsbau „Der Simulierte Mensch“ war bereits im April in Betrieb gegangen. Das Zentrum bündelt Fachwissen aus Infektiologie, Virologie, Immunologie, Hämatologie, Geburtsmedizin und Hepatologie und soll klinische Studien mit neuen Therapien ermöglichen, auch für Menschen mit HIV aus Berlin und Umgebung. Im Mittelpunkt stehen Antikörper-, Immun-, Zell- und Gentherapien, die das Virus entfernen oder dauerhaft ohne Medikamente kontrollieren sollen; erste Antikörperstudien sind laut Charité bereits angelaufen. Hepatitis B soll ebenfalls untersucht werden. Weltweit gelten bislang nur 13 Menschen als von HIV geheilt, darunter Timothy Ray Brown (2008) und der 2024 von der Charité vorgestellte Thomas Kahlert. Da eine Stammzelltransplantation ein riskanter Eingriff ist, will das Zentrum weniger belastende Behandlungen entwickeln; das Studienzentrum trägt nun den Namen „Brown-Kahlert-Studienzentrum“.
Am Ortlerweg in Lichterfelde entsteht eine Kita mit 80 Plätzen, Übergabe 2028
📅 2026-10-20 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de
In Berlin-Lichterfelde am Ortlerweg entsteht ein dreigeschossiger Kita-Neubau mit 80 Betreuungsplätzen. Nach dem Baustart im Frühjahr 2025 wurde am 17. September 2026 Richtfest gefeiert, die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben errichtet das Gebäude und überträgt es danach mit dem Grundstück an den landeseigenen Träger Kindertagesstätten Berlin Süd-West. Der Entwurf stammt von KONTEXTARCHITEKTEN und Hammerich Landschaftsarchitektur, die 2021 den Wettbewerb gewannen. Die Wärme soll aus Geothermie und Wärmepumpen kommen, dazu kommen eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und Regenwassermanagement. Der Neubau geht auf eine Verpflichtung des Bundes im Zusammenhang mit der Verlagerung von Parlament und Regierung nach Berlin zurück.
Stadtentwicklung & Wohnen
Sieben Wohnungsbauprojekte in Berlin könnten 2027 vorankommen
📅 2026-10-20 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de
Ein Überblick nennt sieben Vorhaben in Berlin, die 2027 den nächsten Planungsschritt erreichen oder in die Bauphase starten sollen. Am Weißenseer Weg in Hohenschönhausen, wo bisher ein ehemaliges DDR-Sporthotel steht, sind nach aktuellem Verfahren rund 570 Wohnungen und ein Hochhaus mit bis zu 16 Vollgeschossen vorgesehen, der Baubeginn hängt vom weiteren Verfahren ab. Auf dem Dragonerareal am Rathaus Kreuzberg sollen rund 470 Wohnungen entstehen; nach dem Bebauungsplan vom September 2026 ist für die ersten beiden Häuser ein Baubeginn Ende 2027 vorgesehen. Am Haus der Statistik nahe dem Alexanderplatz plant die WBM 278 Wohnungen, der Bau soll im dritten Quartal 2027 beginnen, die Fertigstellung wird inzwischen für 2030 erwartet. Im Schumacher Quartier auf dem ehemaligen Flughafen Tegel baut die degewo 327 Wohnungen, deren Spatenstich im September war, die GESOBAU plant weitere Gebäude mit Baustart Anfang 2027. In Köpenick will Bonava an der Fritz-Kirsch-Zeile 30 Eigentumswohnungen bauen, Start im zweiten Quartal 2027. In Baumschulenweg ist ein genossenschaftliches Projekt mit 60 Wohnungen am Heidekampweg geplant, Baustart 2027. An der Vincent-van-Gogh-Straße in Neu-Hohenschönhausen plant die HOWOGE rund 140 Mietwohnungen auf einer Fläche, die heute überwiegend als Parkplatz dient.
Rummelsburger Bucht: Lichtenberg holt Gewerbetreibende an einen Tisch
📅 2026-10-20 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de
Die Wirtschaftsförderung Lichtenberg hat am 14. Oktober 2026 Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer aus dem Gewerbegebiet Rummelsburger Bucht im Reethaus des Flussbad Campus an der Köpenicker Chaussee zusammengebracht. Ziel des Bezirks ist es, die Gewerbeflächen zu erhalten, weil rund um die Bucht viele Wohnungen entstanden sind und weitere Großprojekte geplant sind. Die Wirtschaftsförderung stellte ihre Angebote vor, Fachämter suchten gemeinsam Lösungen für Mobilität und Verkehr. Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU) nannte die Bucht einen wichtigen Wirtschaftsstandort; das nächste Treffen soll im Frühjahr 2027 im Lichtkunstort Dark Matter stattfinden. Im Gebiet arbeiten unter anderem der Club Sisyphos, das Büro AFF Architekten und das Studio des Künstlers Tomás Saraceno. Das Kiezforum Rummelsburg befürchtet laut Bericht mehr Staus durch den Campus Spreewerk, für den Archigon zwei Hochhäuser plant, das höchste mit rund 90 Metern. Der Club Rummels Bucht musste 2020 schließen, weil er im Bebauungsplan Ostkreuz nicht berücksichtigt wurde.
Wellenbad am Spreewaldplatz: Eröffnung verzögert sich, Sanierung kostet 51 Millionen Euro
📅 2026-10-20 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de
Im Wellenbad am Spreewaldplatz in Kreuzberg sind die Abbrucharbeiten nach Angaben der Berliner Bäder-Betriebe weitgehend beendet, der Wiederaufbau hat begonnen. Die Haustechnik ist zu rund 70 Prozent eingebaut, für einen neuen Rutschenturm mit Breitwasserrutsche entstehen die Fundamente, und ein rund 60 Meter hoher Kran hebt das neue Sprungbecken ein. Der Zeitplan hat sich mehrfach verschoben: Im Juni 2025 nannte der Senat das zweite Quartal 2027, im Juni 2026 die Bäder-Betriebe das erste Quartal 2028, die jüngste Mitteilung spricht nur noch von 2028. Ein wesentlicher Grund waren Schadstofffunde beim Abriss, deren Entsorgung ein aufwendiges Verfahren mit Personenschleusen und gefilterter Abluft erforderte. Die Kosten stiegen von rund 42 Millionen Euro auf nun 51 Millionen Euro, im Sommer 2025 wurde unter anderem auf die Sanierung der Sauna verzichtet. Bis zur Eröffnung stehen noch Beckenbau, Dacherneuerung und Innenausbau an, danach sind Prüfungen durch das Gesundheitsamt vorgesehen, für die der Senat sechs bis zehn Wochen einplant. Vor der Corona-Pandemie zählte das Bad im Schnitt rund 225.000 Besuche pro Jahr.
Erste Tiefenbohrung für Erdwärme in Marzahn geplant
📅 2026-10-19 | 🔗 Quelle: entwicklungsstadt.de
Am Kraftwerk Marzahn will die BEW Berliner Energie und Wärme GmbH bis in rund 1.950 Meter Tiefe bohren, um zu untersuchen, ob sich heißes Wasser aus vier wasserführenden Gesteinsschichten für die Wärmeversorgung nutzen lässt. Den Zuschlag dafür hat das Land Berlin vergeben. Während der Bohrung sollen Gesteinsproben entnommen und hydraulische Tests durchgeführt werden. Die Bohrung ist eine Erkundung und noch kein Beleg dafür, dass Erdwärme aus Marzahn tatsächlich ins Fernwärmenetz eingespeist wird. Der Zuschlag ist Teil eines Vergabeverfahrens der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, das im Dezember 2025 für sieben Teilgebiete des landeseigenen Erlaubnisfelds „Erdwärme Berlin“ gestartet wurde; für die übrigen Teilgebiete stehen weitere Vergaben aus. Wann die Bohrung beginnt und wann erste Ergebnisse vorliegen könnten, ist noch nicht bekannt.
Nach Kohlenmonoxid-Tod in Nikolassee: Deutsche Wohnen zahlt Familie 423.900 Euro
📅 2026-10-19 | 🔗 Quelle: taz.de
Vor dem Landgericht Berlin II haben sich die Eltern und die Schwester einer 24-jährigen Frau mit der Deutsche Wohnen auf einen Vergleich über 423.900 Euro geeinigt. Die Frau war im Februar 2022 in einer Wohnung in Nikolassee an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben, das Gas war aus einer Gastherme im Heizungskeller des Hauses ausgetreten. Laut Staatsanwaltschaft waren die Verbrennungsluftöffnungen zu klein, ein Verbindungsrohrstück fehlte, und ein Loch in der Decke begünstigte die Ausbreitung des Gases. Angeklagt sind ein Schornsteinfeger und ein Hausmeister wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung; das Amtsgericht Tiergarten muss noch über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. Der Vergleich steht unter Widerrufsvorbehalt: Lehnt die Deutsche Wohnen ihn ab, geht der Zivilprozess weiter. Die Mutter fordert ein Kohlenmonoxidgesetz für Deutschland, denn in den USA, wo die Familie lebt, gibt es in Wohnungen neben Rauchmeldern auch Kohlenmonoxidmonitore.
Sicherheit & Justiz
21 Verletzte bei Brand in Bar am Kaiserdamm in Charlottenburg
📅 2026-10-20 | 🔗 Quelle: tagesspiegel.de
Bei einem Brand in einer Bar in Charlottenburg sind am Dienstagmorgen 21 Menschen verletzt worden. Die Feuerwehr war gegen 7.40 Uhr zu dem Brand nahe des Sophie-Charlotte-Platzes alarmiert worden, die Ursache ist noch unbekannt. Das Feuer war im Erdgeschoss des sechsstöckigen Wohn- und Geschäftshauses am Kaiserdamm ausgebrochen, in dem sich auch Pflegeeinrichtungen befinden. Die meisten Verletzten sind laut Berliner Feuerwehr ältere, größtenteils mobilitätseingeschränkte Menschen, drei von ihnen erlitten so schwere Rauchgasvergiftungen, dass sie ins Krankenhaus kamen. Die Feuerwehr rief wegen der Bewohnerstruktur einen „Massenanfall von Verletzten“ aus, insgesamt waren 113 Einsatzkräfte vor Ort. Die Bar brannte vollständig aus, das Feuer griff nicht auf andere Einheiten über, Fenster überliegender Wohnungen zerbarsten jedoch durch die Hitze. Das Feuer ist gelöscht, elf Wohnungen wurden kontrolliert und belüftet, die Polizei ermittelt zur Brandursache.
Brand in Ladengeschäft in Wedding: 84 Feuerwehrleute im Einsatz
📅 2026-10-20 | 🔗 Quelle: berlin.t-online.de
In einem Ladengeschäft im Berliner Stadtteil Wedding hat es am Dienstagabend gebrannt. Alle Bewohner des Wohn- und Geschäftsgebäudes hatten das Haus bereits verlassen, als die Feuerwehr eintraf. Verletzt wurde niemand, wie die Feuerwehr mitteilte. Wegen starker Rauchentwicklung ging die Feuerwehr zunächst davon aus, dass das Feuer auf das erste Obergeschoss übergegriffen hatte. Diese Befürchtung bestätigte sich jedoch nicht. Insgesamt waren 84 Feuerwehrleute im Einsatz. Am späten Abend liefen noch Nachlöscharbeiten und Kontrollmaßnahmen.
Anschlag auf Stromnetz: Atommüll-Lager in Wannsee war betroffen
📅 2026-10-20 | 🔗 Quelle: tagesschau
Der Stromausfall nach dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz am 3. Januar 2026 hat auch die Zentralstelle für radioaktive Abfälle in Wannsee getroffen, wie eine Sprecherin dem rbb bestätigte. Dort fiel die Notstromversorgung zwischen 20.29 Uhr und 22.45 Uhr aus, weil das Diesel-Notstromaggregat wegen einer defekten Füllstandsanzeige nicht lief. Ursache waren Ablagerungen an den Sensoren für die automatische Nachfüllung des Tagestanks, verursacht durch verunreinigten Dieselkraftstoff. Dadurch fielen die Lüftungsanlagen und für weniger als eine Stunde die Ortsdosisleistungs-Messstellen aus. Laut dem Helmholtz-Zentrum Berlin bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Beschäftigte, Bevölkerung oder Umwelt, radioaktive Stoffe wurden nicht freigesetzt. Die Sensoren und die Füllstandsanzeige sind inzwischen ausgetauscht, die Kraftstofftanks sollen gereinigt oder ersetzt werden, und ein anderer Kraftstoff wird geprüft.
Dreifacher Mord auf den Kapverden: Prozess in Trier beginnt
📅 2026-10-21 | 🔗 Quelle: tagesspiegel.de
Vor dem Landgericht Trier beginnt heute der Prozess gegen einen 19-Jährigen aus der Eifel, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, am 23. Dezember 2025 seinen Vater, dessen Lebensgefährtin und deren Tochter auf der Insel São Vicente erstochen zu haben. Die beiden Frauen (45 und 20 Jahre alt) hatten ihren Wohnsitz in Berlin, der Vater (58) lebte zuletzt im Raum Aachen. Für die Tat an der Tochter lautet die Anklage auf Mord mit dem Merkmal der Heimtücke, für die Angriffe auf Vater und Lebensgefährtin auf Totschlag. Die Lebensgefährtin konnte während der Tat über einen Messengerdienst einen Notruf an eine Verwandte in Deutschland absetzen, die daraufhin die deutsche Polizei alarmierte. Der Verdächtige flog nach Lissabon, wurde dort am ersten Weihnachtstag festgenommen und Mitte Januar nach Deutschland ausgeliefert. Das Motiv ist völlig unklar, der Angeklagte hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Bis zum 2. Dezember sind sechs weitere Verhandlungstage geplant.
Prozess um Mietbetrug: 51-Jähriger soll Wohnungsinteressenten geprellt haben
📅 2026-10-20 | 🔗 Quelle: morgenpost.de
Am Amtsgericht Tiergarten hat der Prozess gegen einen 51-Jährigen begonnen, dem Betrug in 39 Fällen vorgeworfen wird. Er soll im Herbst 2023 Berliner Wohnungsinteressenten eine Wohnung gezeigt und sich dabei mit einem gefälschten Personalausweis als eine andere Person ausgegeben haben. Die Interessenten überwiesen Erstmiete, Kaution und einen Küchenabschlag, meist 3400 Euro, und in nicht einmal zwei Monaten kamen mehr als 123.000 Euro zusammen, ohne dass je eine Wohnung übergeben wurde. Laut Anklage soll er ein Jahr später außerdem vier Verkäufe eines Einfamilienhauses in Schöneiche vorgetäuscht haben, bei denen die Käufer notariell zu 160.000 Euro statt 310.000 Euro kauften und weitere 150.000 Euro in bar zahlten, insgesamt rund 490.000 Euro. Der Angeklagte räumte die Vorgänge zum Prozessauftakt ein, machte aber einen Kooperationspartner verantwortlich, der ihn nach seinen Angaben erpresst habe. Der Prozess wurde nach Schwierigkeiten des Angeklagten, seine Position zu schildern, kurz unterbrochen und soll am Donnerstag fortgesetzt werden, der letzte Prozesstag ist der 26. November 2026.