2026-10-13Rubrik Berlin Lokal

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Veranstaltungen & Kultur

3. Seniorensicherheitstag der Polizei Berlin am 13. Oktober

📅 2026-10-12 | 🔗 Quelle: Polizei Berlin

Die Polizei Berlin lädt am Dienstag, 13. Oktober 2026, zum dritten Seniorensicherheitstag ein (Polizeimeldung Nr. 1354 vom 12. Oktober 2026). Veranstalter sind die Polizei Berlin mit der Zentralstelle für Prävention des Landeskriminalamts, der Polizeiabschnitt 51 und der ADAC Berlin-Brandenburg e. V. Angeboten werden Präventionsveranstaltungen zu Kriminalität und Verkehrsunfällen. In Spandau am Wochenmarkt Breite Straße 37 gibt es von 10 bis 14 Uhr Reaktions- und Sehtests, Tipps für sicheres Verhalten im Straßenverkehr in der dunklen Jahreszeit und Hinweise zum Einbruchschutz. In Marzahn im Biesdorf-Center, Weißenhöher Straße 108, läuft von 9 bis 14 Uhr ein Programm zu Sichtbarkeit und sicherem Überqueren der Straße, unter anderem mit einem Lichttunnel, einem Glücksrad und einem Wahrnehmungstestgerät. Ab 14 Uhr zeigt die Veranstaltung in Friedrichshain, Kadiner Straße 1, die Gefahren von Abbiegevorgängen anhand eines Lkw. Teilnehmende erhalten laut Meldung Hinweise und Verhaltenstipps zur Unfallvermeidung. Die Polizei nennt Seniorinnen und Senioren ausdrücklich als Zielgruppe.

Margot-Friedländer-Preis 2026 geht unter anderem an Guy Katz

Margot-Friedländer-Preis 2026 geht unter anderem an Guy Katz

📅 2026-10-12 | 🔗 Quelle: Tagesspiegel

Der Münchner Hochschullehrer Guy Katz ist mit dem Margot-Friedländer-Preis 2026 für sein Engagement gegen Antisemitismus ausgezeichnet worden. Die Auszeichnungen mit insgesamt 25.000 Euro wurden am Abend in Berlin überreicht. Weitere Preisträger sind die Europaschule Rövershagen in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Schulpreis für ihre AG Kriegsgräber sowie das Projekt „Zeit ohne Zeugen“ des BDKJ Paderborn, das jungen Menschen mit Virtual-Reality-Technik Zugang zur NS-Geschichte gibt. Katz ist Enkel von vier Holocaustüberlebenden und hat in München unter anderem „München gegen Antisemitismus“ angestoßen. Nach dem Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 organisierte er dort mehr als 100 Schweigemärsche. Die Jury wählte aus 310 Einreichungen aus, Vorsitzende ist Elke Büdenbender. Die Stiftung wurde im Sommer 2023 von Margot Friedländer selbst gegründet, die 2025 im Alter von 103 Jahren starb.

CineStar in Tegel baut Saal 1 zum IMAX-Kino um

CineStar in Tegel baut Saal 1 zum IMAX-Kino um

📅 2026-10-12 | 🔗 Quelle: Entwicklungsstadt Berlin

Das CineStar in den Hallen am Borsigturm im Berliner Norden rüstet einen seiner Säle zum IMAX-Kino um. Die Kinokette hat den Umbau Mitte Oktober 2026 über ihre sozialen Netzwerke angekündigt. Herzstück ist eine 186,85 Quadratmeter große Leinwand, die nach Unternehmensangaben eigens in Kanada gefertigt wird, dazu kommen eine 4K-IMAX-Laserprojektion und ein immersives Mehrkanal-Soundsystem. Nach dem Umbau soll der Saal 277 Sitzplätze haben. Das Multiplex wurde 1999 eröffnet und hat nach eigenen Angaben neun Säle mit insgesamt 2.115 Sitzplätzen. Einen Starttermin für den Umbau und das IMAX-Programm nennt CineStar bislang nicht. In Berlin gibt es IMAX bereits im UCI Luxe East Side Gallery an der Uber Arena in Friedrichshain, während der frühere IMAX-Standort am Potsdamer Platz Ende 2019 schloss.

Archäologen finden Reste der DDR-Grenzanlagen am Checkpoint Charlie

Archäologen finden Reste der DDR-Grenzanlagen am Checkpoint Charlie

📅 2026-10-12 | 🔗 Quelle: Entwicklungsstadt Berlin

Bei Suchgrabungen an der Friedrichstraße und Zimmerstraße in Berlin-Mitte haben Fachleute Überreste des ehemaligen DDR-Grenzübergangs entdeckt, darunter Teile der Begrenzungsmauern, frühere Asphaltflächen und das Fundament einer Führungsstelle der DDR-Grenztruppen aus den Jahren 1985 bis 1989. Außerdem fanden sie Teile einer Fahrzeugsperre, die nach der Panzerkonfrontation im Oktober 1961 entstand. Die Stiftung Berliner Mauer hat die Untersuchungen in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt veranlasst, weil die Planungen für einen neuen Erinnerungsort laufen. Am 11. Oktober konnten Interessierte die Grabungsstelle bei einem Aktionstag besichtigen; die Funde sollen zunächst wieder abgedeckt werden, und ob sie dauerhaft sichtbar bleiben, ist offen. Im Neuen Stadthaus zeigt eine Ausstellung die Wettbewerbsarbeiten zur Neugestaltung. Sie läuft vom 13. bis zum 23. Oktober, montags bis freitags von 12 bis 20 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr, sonntags geschlossen, der Eintritt ist frei. Den Wettbewerb gewann im September das Berliner Büro A24 LANDSCHAFT gemeinsam mit Holzer Kobler Architekturen und ARGUS.

Neue Nationalgalerie mit 608.000 Besuchen vorn bei den deutschen Kunstmuseen

Neue Nationalgalerie mit 608.000 Besuchen vorn bei den deutschen Kunstmuseen

📅 2026-10-11 | 🔗 Quelle: Entwicklungsstadt Berlin

Die Neue Nationalgalerie in Berlin war 2025 mit rund 608.000 Besuchen das besucherstärkste Kunstmuseum Deutschlands, etwa 47.000 mehr als im Vorjahr. Der Hamburger Bahnhof erreichte rund 445.000 Besuche. Die Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz kamen insgesamt auf rund 3,6 Millionen Besuche und hielten ihr Niveau, obwohl die Übernachtungszahlen in Berlin zurückgingen. Das Museum Barberini in Potsdam verzeichnete 2025 insgesamt 349.937 Besuche, nach rund 378.000 im Vorjahr; die Kandinsky-Ausstellung zog knapp 130.000 Gäste an. Die Hamburger Kunsthalle zählte rund 476.000 Besuche, weniger als im Jahr des Caspar-David-Friedrich-Jubiläums. Beim Erweiterungsbau berlin modern neben der Neuen Nationalgalerie verschiebt sich die Fertigstellung nach Feuchtigkeitsschäden im Rohbau voraussichtlich auf 2030; im September 2026 wurde bereits ein Teil der Baustelle für eine Sonderausstellung geöffnet. Teile des Pergamonmuseums sollen am 4. Juni 2027 wieder öffnen, darunter der Pergamonaltar. Das Bauhaus-Archiv im Tiergarten soll im Winter 2027/28 nach Sanierung und Neubau eröffnen, die Ausstellungsflächen sollen sich versechsfachen.

Haftbefehl sagt Berliner Konzert ab: gesundheitliche Gründe

📅 2026-10-12 | 🔗 Quelle: rbb24

Der Rapper Haftbefehl hat seine angekündigten Konzerte abgesagt, weil er gesundheitliche Probleme hat. Das teilte sein Bruder Cem Anhan, der als Rapper Capo bekannt ist, in einem Instagram-Video mit. Haftbefehl befinde sich unter ärztlicher Aufsicht. Betroffen ist unter anderem der Auftritt am 18. Oktober in der Berliner Max-Schmeling-Halle; ein Konzert in Düsseldorf wenige Tage vorher fällt ebenfalls aus. Bei Eventim sind beide Termine laut Bericht noch gelistet. Die Familie bat die Fans, die Entscheidung zu respektieren, und entschuldigte sich. Haftbefehl, bürgerlich Aykut Anhan, kämpft seit längerem mit gesundheitlichen Problemen. Im Juni hatte der 40-Jährige nach mehreren kurzfristig abgesagten Festivalauftritten eine Pause angekündigt. Als Grund nannte er damals die Netflix-Doku über ihn, in der er offen über Drogensucht und die Folgen seines Kokainkonsums spricht; die dadurch entstandene Aufmerksamkeit habe ihn stark belastet.

Prix Europa: 40. Rundfunkfestival beginnt im Haus des Rundfunks

📅 2026-10-11 | 🔗 Quelle: rbb24

Seit Sonntag treffen sich im Berliner Haus des Rundfunks Medienschaffende aus ganz Europa, um die besten Audio-, Video- und Digital-Produktionen des Jahres auszuzeichnen. Zur 40. Auflage wurden mehr als 150 Produktionen aus 29 Ländern ausgewählt. Die Preisverleihung findet zum Abschluss des Festivals am Freitag, 16. Oktober, statt. Den Ehrenpreis als „Europäischer Journalist des Jahres“ erhält schon jetzt der spanische Investigativjournalist Antonio Baquero. Der Prix Europa wurde 1987 gegründet und wird von einem Bündnis europäischer öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten getragen. Der rbb ist seit rund 30 Jahren Gastgeber des Festivals.

Verkehr & Infrastruktur

Dörpfeldstraße in Adlershof wegen BVG-Arbeiten bis Dezember gesperrt

Dörpfeldstraße in Adlershof wegen BVG-Arbeiten bis Dezember gesperrt

📅 2026-10-12 | 🔗 Quelle: Entwicklungsstadt Berlin

Die BVG beginnt am 19. Oktober 2026 in der Dörpfeldstraße in Berlin-Adlershof mit Instandhaltungsarbeiten an der Straßenbahninfrastruktur. Der erste Bauabschnitt zwischen Friedenstraße und Hackenbergstraße dauert voraussichtlich bis zum 13. November. Dabei ist die Dörpfeldstraße zwischen der Genossenschaftsstraße und der Hausnummer 39 vollständig für Autos gesperrt, die Einmündungen von Genossenschaftsstraße, Helbigstraße, Süßer Grund und Nipkowstraße sind nicht nutzbar. Ab dem 13. November verlagern sich die Arbeiten in den südwestlichen Teil zwischen Anna-Seghers-Straße und Gellertstraße, der bis zum 16. Dezember für Autos gesperrt bleibt. Eine großräumige Umleitung führt über Adlergestell, Glienicker Weg, Spindlersfelder Straße, Ottomar-Geschke-Straße und Oberspreestraße. Die Straßenbahn fährt während der gesamten Bauzeit weiter. Laut Bezirksamt Treptow-Köpenick handelt es sich nicht um den geplanten zweigleisigen Ausbau, für den weiterhin das Planfeststellungsverfahren läuft.

Radwege-Ausbau im Oktober: Köpenicker Landstraße, Hermannstraße und Oberlandstraße

Radwege-Ausbau im Oktober: Köpenicker Landstraße, Hermannstraße und Oberlandstraße

📅 2026-10-12 | 🔗 Quelle: Berliner Zeitung

In Treptow-Köpenick wird der Radfahrstreifen auf der Köpenicker Landstraße (B96a) um 1,5 Kilometer bis zur Trojanstraße verlängert, die Markierung soll bis Mitte November fertig sein. Danach wird der motorisierte Verkehr nur noch auf zwei Spuren geführt. Ab Anfang 2027 sollen rote Markierungen an sensiblen Einfahrten für mehr Sichtbarkeit sorgen, und der alte Hochbord-Radweg wird entsiegelt. An der Kreuzung Hermannstraße und Thomasstraße ist nach umfangreichen Fahrbahn- und Gehwegsanierungen eine neue Ampelanlage in Betrieb gegangen; damit ist das seit 2018 geplante Projekt auf der Hermannstraße auf 1,8 Kilometern fertig. Die Ampel verbindet außerdem den Grünen Weg am Anita-Berber-Park mit der Thomasstraße und verbessert die Erreichbarkeit des Tempelhofer Feldes. In Tempelhof-Schöneberg wird im Oktober an der Kreuzung Oberlandstraße und Germaniastraße unterhalb der Autobahnbrücke eine rund 60 Meter lange, baulich geschützte Radverkehrsanlage mit eigener Ampelschaltung markiert. Sie setzt eine Empfehlung der Unfallkommission nach einem tödlichen Verkehrsunfall im November 2025 um.

Defekter S-Bahnzug in Gesundbrunnen stört Ringbahn und mehrere Linien

📅 2026-10-12 | 🔗 Quelle: rbb24

Ein defekter S-Bahnzug blieb am Montagmorgen kurz vor 6 Uhr im Bahnhof Gesundbrunnen liegen und blockierte nachfolgende Züge. Auf den Ringbahnlinien S41 und S42 ging knapp 45 Minuten lang nichts mehr; auch die S15 sowie die S8 und S85 standen zeitweise still. Die Störung konnte gegen 7:30 Uhr behoben werden, doch es kam weiter zu Ausfällen und Verspätungen. Kurz danach blieben am Vormittag erneut Züge liegen, diesmal am Bahnhof Jungfernheide und am Heidelberger Platz. Ein Sprecher der Deutsche-Bahn-Tochter nannte auf rbb-Anfrage keine Details und verwies auf den Störungsmelder in der S-Bahn-App. Am Mittag meldete die S-Bahn keine größeren Ausfälle oder Verspätungen mehr.

Wissenschaft & Bildung

In Berlin können 20,6 Prozent der Kinder nach der dritten Klasse nicht sicher schwimmen

📅 2026-10-12 | 🔗 Quelle: rbb24

Nach Abschluss der dritten Klasse konnten in Berlin 2025 laut behördlicher Erhebung 20,6 Prozent aller Kinder nicht sicher schwimmen. Der Vizepräsident des Berliner Schwimmverbands, Markus Kienscherf, nennt den Rückgang der Nichtschwimmerquote um 16 Prozent in den vergangenen Jahren eine Erfolgsgeschichte. Nach der Corona-Pandemie wurden Intensivkurse und Schulschwimmzentren gegründet, 17 gibt es bisher, fünf weitere sollen hinzukommen. Die Zahl der Trainer steigt dafür von 38 auf 50, im Haushaltsjahr 2026 stehen 1,8 Millionen Euro bereit. Bis 2030 sollen rund 600 Millionen Euro in die Sanierung der Bäder fließen, das größte Programm in der 30-jährigen Geschichte der Berliner Bäder-Betriebe. Die Quote schwankt stark nach Bezirk: In Steglitz-Zehlendorf können 9,5 Prozent der Kinder nicht schwimmen, in Spandau sind es 30,6 Prozent. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft kommt bundesweit auf 60 Prozent, weil sie das Seepferdchen als Maßstab nimmt, während die Senatsverwaltung ihre Erhebung am Bronze-Abzeichen ausrichtet.

Stadtentwicklung & Wohnen

Im früheren Café Kranzler am Kurfürstendamm eröffnet im November das Restaurant Circolo Popolare

Im früheren Café Kranzler am Kurfürstendamm eröffnet im November das Restaurant Circolo Popolare

📅 2026-10-12 | 🔗 Quelle: Entwicklungsstadt Berlin

Im ehemaligen Café Kranzler am Kurfürstendamm in Charlottenburg zieht im November 2026 das italienische Restaurant Circolo Popolare ein. Die Gastronomiegruppe Big Squadra übernimmt dafür fast 1.000 Quadratmeter auf drei Ebenen und will mehr als 250 Gästen Platz bieten. Die historische Rotunde mit Blick auf den Kurfürstendamm soll Teil des Lokals werden, dazu kommen eine Terrasse und die Möglichkeit für private Veranstaltungen. Auf der Speisekarte stehen neapolitanische Pizza, frische Pasta und Pistazien-Tiramisu, und nach Angaben der Betreiber stammen viele Zutaten von mehr als 170 kleineren Produzenten aus Italien. Es ist der dritte Berliner Standort der Gruppe. Die Rotunde stand seit 2024 gastronomisch leer. Parallel übernimmt die Drogeriekette Rossmann rund 1.700 Quadratmeter Einzelhandelsfläche im Kranzler Eck, und der Projektentwickler Accumulata plant im Innenhof und auf dem Dach neue Aufenthaltsflächen; die Modernisierung soll Ende 2026 abgeschlossen sein.

Bim kündigt mehr als 40 Mietern des Atelierhauses Kiefholzstraße 19 in Treptow zum Jahresende

📅 2026-10-12 | 🔗 Quelle: rbb24

Mehr als 40 Handwerkerinnen, Handwerker und Künstler in einem landeseigenen Atelierhaus in der Kiefholzstraße 19 in Alt-Treptow verlieren ihre Räume. Die Berliner Immobilienmanagement GmbH (Bim) hat die Mietverträge Ende September gekündigt, zum 31. Dezember 2026. Als Begründung nennen die Schreiben, dass das Gebäude wesentliche Sicherheitsanforderungen nicht oder nur eingeschränkt erfüllt; nach einem Schwelbrand an einer Elektroanlage bewertet ein Fachunternehmen den Brandschutz als kritisch. Die Bim erklärt, die Elektroinstallation birge erhebliche Risiken, und die Mängel ließen sich nicht durch einzelne Reparaturen beheben. Die Mieter kritisieren, dass sie den Gutachtenbericht nicht einsehen durften und nicht wissen, wann und wo der Brand war. Die Mietergemeinschaft hat einen Protest-Account auf Instagram angelegt.

Marzahn: Auf dem früheren Carrée-Gelände entstehen bis Ende 2028 428 Mietwohnungen

Marzahn: Auf dem früheren Carrée-Gelände entstehen bis Ende 2028 428 Mietwohnungen

📅 2026-10-12 | 🔗 Quelle: Entwicklungsstadt Berlin

An der Jan-Petersen-Straße in Marzahn ist der Abriss des ehemaligen Carrée Marzahn weitgehend abgeschlossen, und die Vorbereitungen für das Wohnquartier JP14 laufen. Greystar und Ten Brinke planen 428 Mietwohnungen in einem elfgeschossigen Hochhaus und einem sechsgeschossigen Gebäude; die Grundsteinlegung war am 2. September 2026, die Fertigstellung ist für Ende 2028 vorgesehen. Die Wohnungen sollen etwa 24 bis 80 Quadratmeter groß und alle freifinanziert werden, Sozialwohnungen gehören nicht zum Projekt. Im Erdgeschoss sind Einzelhandelsflächen für die Nahversorgung vorgesehen. Zusätzlich entstehen 23 Kitaplätze und mindestens 48, möglicherweise bis zu 96 Grundschulplätze. Weil das Vorhaben nach Paragraf 34 Baugesetzbuch beurteilt wird, besteht nach Angaben des Bezirksamts keine Pflicht, Plätze zu schaffen oder sich an den Kosten zu beteiligen; ein städtebaulicher Vertrag wurde nicht geschlossen. Der Bezirk verweist auf geplante zusätzliche Kitaplätze in Marzahn-Mitte und auf mögliche Anpassungen der Einschulungsbereiche.

Europacity: Gericht verpflichtet Eigentümer zur Vermietung von 215 Sozialwohnungen

Europacity: Gericht verpflichtet Eigentümer zur Vermietung von 215 Sozialwohnungen

📅 2026-10-11 | 🔗 Quelle: Entwicklungsstadt Berlin

Im Berliner Quartier Europacity müssen 215 Wohnungen als Sozialwohnungen vermietet werden. Das Verwaltungsgericht Berlin gab einer Klage des Landes statt und bestätigte die im städtebaulichen Vertrag von 2016 vereinbarte Miet- und Belegungsbindung für 20 Jahre ab Bezugsfertigkeit. Die Wohnungen im Gebäude QH Spring an der Lisa-Fittko-Straße 5 bis 15 waren bereits im August 2023 bezugsfertig, wurden aber nicht entsprechend den Bindungen vermietet; deshalb verklagte das Land 2025 die frühere und die heutige Eigentümerin. Das Gericht sprach dem Land zudem rund 1,8 Millionen Euro Schadensersatz zuzüglich Zinsen zu. Die Übertragung des Grundstücks 2021 an eine neue Gesellschaft, die den Vertrag nicht übernommen hatte, wertete es als vorsätzliche sittenwidrige Schädigung. Bei weiteren Verstößen sind zusätzliche Schadensersatzforderungen vorgesehen. Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler sagte, das Urteil sei ein wichtiges Signal an alle Projektentwickler: „Mit dem Land Berlin geschlossene städtebauliche Verträge sind grundsätzlich einzuhalten.“ Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; gegen die Entscheidung kann ein Antrag auf Zulassung der Berufung beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gestellt werden, ein Beginn der Vermietung steht daher noch nicht fest.

Mauerpark: Nächster Abschnitt wird saniert, Sonnenhügel bis Frühjahr 2027

Mauerpark: Nächster Abschnitt wird saniert, Sonnenhügel bis Frühjahr 2027

📅 2026-10-12 | 🔗 Quelle: Tagesspiegel

Im Berliner Mauerpark wird ein weiterer Abschnitt saniert. Zwischen Amphitheater und Max-Schmeling-Halle sollen auf rund 7.500 Quadratmetern Wege, technische Infrastruktur und Vegetationsflächen erneuert und Hangbereiche gesichert werden, teilte die landeseigene Grün Berlin mit. Erosionsschäden am Hang werden beseitigt und neue Bäume gepflanzt, damit klimaangepasste Grünflächen entstehen, die Starkregen und Trockenheit standhalten. Auch das Amphitheater, wo in den Sommermonaten sonntags Karaoke stattfindet, wird in den Randbereichen saniert und der Bühnenzugang barriereärmer gestaltet. Die Graffiti-Flächen an der denkmalgeschützten Hinterlandmauer bleiben während der Arbeiten abschnittsweise nutzbar, zusätzlich entstehen temporäre Ausweichflächen. Große Teile südlich des Amphitheaters in Richtung Eberswalder Straße sind bereits wieder nutzbar, kleinere Teilflächen bleiben gesperrt, damit sich die neuen Wiesen etablieren können. Die Sanierung des Sonnenhügels einschließlich Amphitheater soll im Frühjahr 2027 enden, danach wird der Streetballplatz an der Schwedter Straße saniert.

Sicherheit & Justiz

Mutmaßliche Sprengstoffexplosion am Stuttgarter Platz in Charlottenburg

📅 2026-10-12 | 🔗 Quelle: Polizei Berlin

In der Nacht zum Montag, dem 12. Oktober, soll es am Stuttgarter Platz in Charlottenburg zu einer Sprengstoffexplosion gekommen sein, teilt die Polizei Berlin in Meldung Nr. 1358 mit. Anwohner hörten in den Nachtstunden einen lauten Knall, eine genaue Uhrzeit nennt die Meldung nicht. Ein 63-jähriger Zeuge meldete gegen 9:30 Uhr Schäden an zwei Fahrzeugen mit Einschlagspuren, die von der Explosion stammen könnten. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand wurden außerdem ein weiteres Fahrzeug und Fenster einer nahe gelegenen Wohnung beschädigt. Das bisherige Schadensbild deutet laut Polizei auf die Umsetzung eines unbekannten Gegenstands im Bereich der Fahrbahn hin; das ist ausdrücklich noch nicht bestätigt. Verletzt wurde niemand. Die BAO Ferrum des Landeskriminalamts, eine Sondereinheit gegen gewalttätige Gruppen und Schusswaffenkriminalität, hat die Ermittlungen zum Hintergrund übernommen. Motiv und Tatverdächtige nennt die Meldung nicht.

Schüsse auf ein Einfamilienhaus im Märkischen Viertel

📅 2026-10-12 | 🔗 Quelle: Polizei Berlin

In der Borgsdorfer Straße im Märkischen Viertel in Reinickendorf sind am Sonntag, dem 11. Oktober 2026, gegen 7 Uhr Schüsse abgegeben worden, berichtet die Polizei in Meldung Nr. 1353 vom 12. Oktober. Mehrere Anwohner hörten die Schüsse und alarmierten die Polizei. Zwei Personen sollen danach in einem Fahrzeug in unbekannte Richtung geflüchtet sein. Die Beamten fanden Einschusslöcher in einer Hausfassade. Verletzt wurde niemand. Die BAO Ferrum des Landeskriminalamts hat die weiteren Ermittlungen übernommen; es geht um Sachbeschädigung und Straftaten gegen das Waffengesetz. Der Tagesspiegel ordnet ein, die Sondereinheit sei vor einem Jahr wegen der vielen Schießereien im Bereich der organisierten Kriminalität eingesetzt worden.

Zeugenaufruf nach versuchtem Tötungsdelikt auf dem Gelände des Dong-Xuan-Centers in Lichtenberg

📅 2026-10-12 | 🔗 Quelle: Polizei Berlin

Die Polizei bittet nach einem versuchten Tötungsdelikt in Lichtenberg um Hinweise (Meldung Nr. 1351 vom 12. Oktober 2026). Am 5. Oktober 2026 gegen 11:30 Uhr wurde auf dem Gelände eines Lichtenberger Großmarkts, nach Tagesspiegel-Angaben des Dong-Xuan-Centers an der Herzbergstraße, ein 40-Jähriger mit einem messerähnlichen Gegenstand angegriffen und schwer verletzt. Nach dem bisherigen Erkenntnisstand der Polizei befindet er sich nicht mehr in Lebensgefahr. Der mutmaßliche Täter, ein 53-Jähriger, stellte sich später auf einer Polizeidienststelle; am 6. Oktober erließ das Amtsgericht Tiergarten auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl, der vollstreckt wurde. Die 1. Mordkommission des Landeskriminalamts ermittelt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin. Gesucht werden Zeugen, die den flüchtenden Tatverdächtigen gesehen haben, sowie Fotos und Videos vom Tatort und aus der Umgebung. Hinweise nimmt die Mordkommission unter (030) 4664-911111 und LKA111-Hinweis@polizei.berlin.de entgegen, auf Wunsch vertraulich.

Erneut Vorrichtungen für versteckte Kameras auf Damentoiletten der HWR Lichtenberg

Erneut Vorrichtungen für versteckte Kameras auf Damentoiletten der HWR Lichtenberg

📅 2026-10-12 | 🔗 Quelle: Tagesspiegel

Auf dem Lichtenberger Campus der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) hat die Polizei mehrere mutmaßliche Halterungen für versteckte Kameras auf Damentoiletten gefunden. Eine Zeugin hatte sie gemeldet, nach Angaben der Berliner Zeitung handelte es sich um eine Reinigungskraft; Kameras wurden diesmal nicht gefunden. Bereits im Juni waren auf dem Campus Kameras entdeckt worden, die mit Klettband unter Hygienebeutelspendern befestigt waren. Die Hochschule erstattete damals Anzeige, die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Eingriff in den höchstpersönlichen Lebensbereich. Nach Angaben des RBB konnten die Kameras keine Bilder in Echtzeit senden; um Aufnahmen zu erhalten, hätten sie abgenommen werden müssen. Die Geräte werden kriminaltechnisch untersucht. Die Hochschule kündigte an, die Kontrollen aller WC- und Sanitärbereiche deutlich zu verstärken und sie lückenlos zu dokumentieren. In der Vorwoche hatten Polizei und Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass die Wohnung eines 66-Jährigen in Treptow durchsucht wurde, der verdächtigt wird, heimlich Videoaufnahmen auf dem Frauenklo gemacht zu haben. Er ist bei einem Unternehmen angestellt, das auf dem Hochschulgelände tätig ist, und kam nach einer Vernehmung auf freien Fuß. Laut Gewerkschaft der Polizei ist offen, ob es sich um im Juni übersehene Geräte oder um neue Apparaturen handelt.