Anthropic hat am 1. Oktober einen Gastbeitrag des Physikers Matthew Schwartz veröffentlicht, der beschreibt, wie er Claude in der Forschung einsetzt. Seine These: Zwischen dem, was Wissenschaftler von KI-Modellen erwarten, und dem, was diese tatsächlich gut können, bestehe eine „Impedanz-Fehlanpassung“ – die Modelle seien zwar gut in Wissenschaft, aber keine Wissenschaftler und bräuchten viel Anleitung. Statt Claude wie einen menschlichen Kollegen zu behandeln, suchte Schwartz gezielt Probleme, die zu dessen Stärken passen: enorme Wissensbreite, Programmierfähigkeit und schnelles Durcharbeiten von Fachliteratur. Daraus entstand „BootLoops“, ein quelloffenes Werkzeugset für exakte Berechnungen in der quantitativen Wissenschaft, das Schwartz als eine Art Harness für das Sprachmodell beschreibt und das sich mit beliebigen Modellen nutzen lässt. Ausgangspunkt waren Streuamplituden aus der Teilchenphysik, berechnet mit dem sogenannten semi-numerischen Bootstrap. Laut Schwartz reproduzierte Claude Ergebnisse aus einem seiner Paper in rund 20 Minuten, wofür er selbst Wochen gebraucht hatte. Nach wenigen Wochen waren 30 elliptische Integrale vollständig mit BootLoops berechnet, davon 15 bekannte Ergebnisse und 15, die zuvor noch nie berechnet worden waren. Anschließend fand Claude mathematisch verwandte Fragestellungen in anderen Fächern, etwa Bayes'sche Evidenz-Integrale in der Populationsgenetik, Phylogenetik oder der neutralen Biodiversitätstheorie in der Ökologie. Weil diese Verbindungen anfangs oft zwar technisch korrekt, aber wissenschaftlich unspektakulär waren, zog Schwartz Fachleute der jeweiligen Disziplinen hinzu, um die Arbeit auf Fragen zu lenken, die diese Felder tatsächlich interessieren.
Film & Serien
Richterin gibt grünes Licht: Paramount darf Warner Bros. Discovery für 111 Milliarden Dollar übernehmen
Die US-Bundesrichterin Araceli Martínez-Olguín hat am Mittwoch den Vergleich zwischen Paramount, den klagenden Bundesstaaten und der Writers Guild of America gebilligt und damit die letzte Hürde für die 111-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros. Discovery beseitigt. Der Abschluss wird für den 6. Oktober erwartet. Der Vergleich verpflichtet das fusionierte Unternehmen, in den ersten zwei Jahren mindestens 30 und in den drei Folgejahren 32 Kinofilme pro Jahr herauszubringen, wovon mindestens die Hälfte selbst oder koproduziert sein muss. Außerdem gelten ein 45-tägiges Kinofenster und eine 90-tägige Sperrfrist für Abo-Streaming. Wird die Filmquote verfehlt, drohen 30 Millionen Dollar Strafe pro fehlendem Film und im Extremfall der Verkauf von Paramounts Anteil an Miramax. Weitere Auflagen betreffen getrennte Kabelverhandlungen und einen fünfköpfigen unabhängigen Aufsichtsrat für die redaktionellen Standards von CBS News und CNN. Einen Antrag von Paramount-Abonnenten auf eine einstweilige Verfügung gegen den Deal lehnte die Richterin ab. Wenige Minuten nach der Entscheidung ernannte Paramount-Chef David Ellison den früheren Mattel-Chef Ynon Kreiz zum Co-CEO: Kreiz soll das Tagesgeschäft und die Integration verantworten, Ellison sich auf Strategie, kreative Ausrichtung und Talentbeziehungen konzentrieren.
Bericht: Warner-Filmchefs Mike De Luca und Pam Abdy sollen nach der Paramount-Fusion gehen
Die Warner-Bros.-Filmchefs Mike De Luca und Pam Abdy werden das Studio mit dem Abschluss der Fusion mit Paramount voraussichtlich verlassen. Das berichtet TheWrap unter Berufung auf das Branchenmedium Puck, das sich auf zwei Quellen stützt; TheWrap selbst konnte den Bericht zunächst nicht bestätigen. Eine Person aus dem Umfeld der beiden sagte, sie seien von der Paramount-Führung über nichts informiert worden, Paramount wollte sich nicht äußern. Unter De Luca und Abdy hatte Warner 2025 ein starkes Jahr mit zwei Best-Picture-Nominierungen, dem Oscar-Gewinner „One Battle After Another“ von Paul Thomas Anderson und Hits wie „A Minecraft Movie“. 2026 lief dagegen schwächer: Filme wie „Supergirl“ und „The Bride“ blieben hinter den Erwartungen zurück, und für den Tom-Cruise-Film „Digger“ wird ein Start von nur 12 bis 15 Millionen Dollar in den USA erwartet. Laut dem Bericht könnte Paramount-Chef David Ellison die Paramount-Pictures-Co-Chefs Josh Greenstein und Dana Goldberg mit der Leitung beider Studios betrauen; zusätzlich soll eine weitere Führungskraft für Warner geholt werden. Paramount muss rund sechs Milliarden Dollar an Einsparungen finden, damit sich die Fusion rechnet. Ausdrücklich ein Gerücht, nicht offiziell bestätigt.
Casey Bloys: HBO Max und Paramount+ eher im Bündel als verschmolzen
HBO-Chef Casey Bloys hat auf der Bloomberg-Konferenz Screentime angedeutet, dass HBO Max und Paramount+ nach der Fusion eher gemeinsam als Paket angeboten als zu einem einzigen Dienst zusammengelegt werden könnten. Zu einer möglichen Verschmelzung wollte er sich nicht konkret äußern, verwies aber auf das erfolgreiche Bündel aus HBO Max und Disney+: So etwas „würde sehr viel Sinn ergeben“. Bloys gilt als designierter Chef des gemeinsamen Streaminggeschäfts, nachdem die bisherige Paramount+- und Pluto-TV-Chefin Cindy Holland ihren Abgang angekündigt hat; er selbst hat noch ein Jahr Vertrag bei WBD. Fragen zu seiner eigenen Rolle wich er aus: Die Fusion sei noch nicht abgeschlossen, und die Führungsstruktur zu verkünden sei Sache von David Ellison. Ellison sei nach seinen Gesprächen „sehr respektvoll“ gegenüber dem, was das HBO-Team aufgebaut habe.
Bradley Cooper spielt Duke in Danny McBrides „G.I. Joe“-Neustart
Bradley Cooper übernimmt die Hauptrolle des Einheitsführers Duke in Paramounts neuem „G.I. Joe“-Film, wie Deadline exklusiv berichtet. Regie führt Danny McBride, der das Drehbuch zusammen mit Jeff Fradley und John Carcieri schreibt. McBride hatte den Job Anfang des Jahres mit einem Pitch gewonnen, und Cooper stand laut Deadline ganz oben auf seiner Wunschliste. Ob Cooper Zeit hat, war lange offen: Er inszeniert gerade das „Ocean's“-Prequel mit Margot Robbie, das er nach dem Abgang von Regisseur Lee Isaac Chung auch schreibt und in dem er spielt; der Film wird derzeit in Europa gedreht. Nach Lektüre des Drehbuchs und einem Treffen mit McBride begannen in den vergangenen Wochen die Verhandlungen. Produziert wird der Film von Lorenzo di Bonaventura, Mark Vahradian und Zev Foreman für Hasbro Entertainment. Die Handlung ist noch geheim; geplant ist eine Neuinterpretation der Reihe. Das zuvor angekündigte Crossover mit „Transformers“ ist laut Deadline nicht mehr in Entwicklung.
Walton Goggins stößt zur Besetzung von Universals „Miami Vice ’85“ mit Michael B. Jordan und Austin Butler, berichtet Deadline. Laut noch unbestätigten Quellen soll er einen der Handlanger des Kartellbosses spielen, den John Leguizamo verkörpert. Regie führt Joseph Kosinski; das Drehbuch stammt von Dan Gilroy und orientiert sich am Pilotfilm der NBC-Serie von 1984. Zum Ensemble gehören außerdem Whitney Peak, Alden Ehrenreich, Camila Morrone und Danny Ramirez. Der Film wird für IMAX gedreht, die Dreharbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen, Kinostart ist der 19. Mai 2028. Der Deal kam erst zustande, nachdem die Terminplanung mit Goggins' Prime-Video-Serie „Fallout“ geklärt war, deren dritte Staffel er gerade dreht.
„Neagley“: Prime Video verlängert das „Reacher“-Spin-off um eine zweite Staffel
Amazon Prime Video hat „Neagley“ am 1. Oktober um eine zweite Staffel verlängert, nur rund zwei Wochen nachdem alle zehn Folgen der ersten Staffel online gegangen waren. Laut Amazon erreichte die Serie in den ersten 13 Tagen 40 Millionen Zuschauer weltweit und ist damit das viertstärkste Seriendebüt in der Geschichte des Dienstes. Mehr als die Hälfte des Publikums schaute außerhalb der USA, besonders gefragt war die Serie in Großbritannien, Brasilien und Deutschland. Wenige Tage zuvor hatte Amazon bereits die Mutterserie „Reacher“ vorzeitig um eine sechste Staffel verlängert. Maria Sten spielt die frühere Militärermittlerin Frances Neagley, die in Chicago als Privatdetektivin arbeitet; entwickelt wurde die Serie von Nick Santora und Nicholas Wootton. Laut Serienjunkies haben die Dreharbeiten in Kanada bereits begonnen. Starttermin, Folgenzahl und Handlung der neuen Staffel sind noch offen.
Eddie Murphy übernimmt erste Serienhauptrolle in Matthew Weiners „The Chairman“
Eddie Murphy spielt die Hauptrolle in „The Chairman“, einer Dramaserie von „Mad Men“-Schöpfer Matthew Weiner, die bei Peacock entsteht. Für Murphy ist es die erste Hauptrolle in einer fiktionalen Serie: In rund 40 Kinofilmen seit „Nur 48 Stunden“ hat er gespielt, Serien hatte er bisher nur mitentwickelt – in den 1990ern die Animationskomödie „The PJs“ und „The Royal Family“. Inhaltliche Details sind noch nicht bekannt. Weiner schreibt und produziert; es ist seine erste Serienbestellung seit „The Romanoffs“ bei Amazon 2018. Produziert wird die Serie von 101 Studios, dem Produzenten von „Yellowstone“, „Landman“ und „MobLand“, gemeinsam mit Universal Television; es ist das erste Projekt aus 101 Studios' Deal mit NBCUniversal. Murphys nächster Kinofilm ist „Shrek 5“, der nächstes Jahr starten soll.
Dana Walden zu Disneys Stellenabbau: „extrem schmerzhaft“
Disney-Präsidentin und Chief Creative Officer Dana Walden hat sich auf der Bloomberg-Konferenz Screentime zu den Entlassungen im Konzern geäußert. „Es ist extrem schmerzhaft“, sagte sie. Anfang der Woche hatte Disney einige hundert Beschäftigte entlassen, vor allem in Technik und Personalwesen. Vorausgegangen waren ein freiwilliges Vorruhestandsprogramm, mehrere hundert Stellenstreichungen im Juli bei National Geographic und Pixar sowie eine Runde mit rund 1.000 Kündigungen nach der Ernennung von Josh D'Amaro zum CEO. Walden begründete den Umbau damit, dass Disney aus vielen Übernahmen mit eigenständigen Geschäftsbereichen bestehe, was langfristig keinen Sinn mehr ergebe; man müsse zentraler arbeiten und prüfen, wie viele Leute man brauche, ohne die Entscheidungsgeschwindigkeit zu bremsen. Disney wolle aber nicht „die Speerspitze“ bei Effizienzzielen oder Entlassungen sein. „Die Technologiebranche hat unser Geschäft ins Visier genommen, und wir müssen überleben, bestehen und wachsen“, sagte Walden.
Netflix plant breiten Kinostart für „KPop Demon Hunters 2“
Netflix will die Fortsetzung seines meistgesehenen Originalfilms „KPop Demon Hunters“ groß in die Kinos bringen. Co-CEO Ted Sarandos sagte auf der Bloomberg-Konferenz Screentime, man werde nächstes Jahr „Narnia“ breit in die Kinos bringen und Ende des Jahres „Charlie vs. the Chocolate Factory“; „wenn die Fortsetzung von KPop Demon Hunters kommt, könnt ihr einen sehr breiten Kinostart erwarten“. Die Fortsetzung ist derzeit für 2029 geplant. Regie führen erneut Maggie Kang und Chris Appelhans, produziert wird wieder von Sony Pictures Animation für Netflix. Laut Collider soll der zweite Teil größer angelegt sein und neue musikalische Elemente bekommen. Der erste Film über die K-Pop-Band Huntrix, die heimlich Dämonen jagt, hatte im vergangenen Jahr mehrere Abrufrekorde gebrochen.
Sony terminiert Ridley Scotts „Treasure Island“ und „24 Jump Street“
Sony hat am Mittwoch, während des Cinema-United-Herbstgipfels der Kinobetreiber, eine Reihe neuer Starttermine bekanntgegeben. Ridley Scotts „Treasure Island“ nach Robert Louis Stevenson mit Hugh Jackman als Long John Silver startet am 11. November 2027; außerdem spielen Hugh Grant und Owen Cooper mit, das Drehbuch stammt von Jack Thorne. „24 Jump Street“ mit Channing Tatum, Jonah Hill und Ice Cube kommt am 10. Dezember 2027, Regie führt Rodney Rothman. Neu im Kalender sind außerdem der Actionfilm „The Surgeon“ mit Michelle Yeoh am 2. April und das Drama „Narcs“ mit Mason Thames und Ella Bright am 20. August 2027. Verschoben werden Takashi Yamazakis Bad-Robot-Produktion „Grandgear“ (vom 18. Februar auf den 14. Januar 2028) und Justin Lins Spieleverfilmung „Helldivers“ mit Alan Ritchson (vom 10. November 2027 auf den 9. Juni 2028), weil „Treasure Island“ zuerst gedreht wird.
US-Kinos investieren 2,7 Milliarden Dollar in Komfort und Premium-Säle
Die Kinobetreiber in Nordamerika haben in den vergangenen zwei Jahren 2,7 Milliarden Dollar in Modernisierungen gesteckt. Das geht aus dem Cinema Investment Report des Branchenverbands Cinema United hervor, über den Variety berichtet. Allein im vergangenen Jahr flossen 1,2 Milliarden Dollar in Premium-Angebote; die acht größten Ketten gaben 840 Millionen Dollar aus, nachdem sie sich verpflichtet hatten, über drei Jahre 2,2 Milliarden Dollar zu investieren. Das Geld geht vor allem in Premium-Großformatsäle, beheizte Liegesessel, Bars, Bewegungssitze und immersiven Ton. Cinemark hat nach eigenen Angaben 72 Prozent Liegesessel, den höchsten Anteil unter den großen US-Ketten, dazu 650 Säle mit D-Box-Sitzen. Cinema-United-Chef Michael O'Leary sieht die Investitionen durch das starke Kinojahr 2026 bestätigt, das mit einem Allzeithoch im Sommer abschloss. Der Verband vertritt nach eigenen Angaben mehr als 63.000 Leinwände weltweit.
Kölner „Tatort“: Ricarda Seifried wird neue Kommissarin an der Seite von Dietmar Bär
Der WDR hat die Nachfolge von Klaus J. Behrendt im Kölner „Tatort“ geregelt: Ab der 101. Folge spielt Ricarda Seifried die Kriminalhauptkommissarin Merle Rautenberg an der Seite von Dietmar Bär als Freddy Schenk. Behrendt hört als Max Ballauf nach genau 100 Folgen und rund 30 Jahren auf. Die Dreharbeiten zu Seifrieds erstem Fall „Tatort – Entfesselt“ laufen bereits, unter anderem im Kölner Zoo; Schenk und Rautenberg ermitteln im Mord an einem Tierarzt. Zu sehen ist der Fall erst in etwa einem Jahr, vorher laufen noch drei fertige Folgen mit dem bisherigen Team. Mit dabei sind auch Roland Riebeling als Norbert Jütte und Joe Bausch als Rechtsmediziner Dr. Roth. Das Buch schrieben Eva und Volker A. Zahn, Regie führt Torsten C. Fischer, produziert wird von Bavaria Fiction. Die 1990 in München geborene Seifried ist unter anderem aus „Deutsches Haus“ und „Axiom“ bekannt und erhielt beim Filmfest München 2026 den Förderpreis Neues Deutsches Kino.
„Wednesday“: Dreharbeiten zu Staffel 3 abgeschlossen, Start aber noch fern
Die Dreharbeiten zur dritten Staffel der Netflix-Serie „Wednesday“ sind abgeschlossen, berichtet The Hollywood Reporter. Wegen der aufwendigen Effekt-Nachbearbeitung müssen Fans aber noch länger warten. Zwischen Staffel 1 (2022) und Staffel 2 (2025) lagen drei Jahre; diesmal dürfte die Pause kürzer ausfallen. Nach Einschätzung von THR erscheint ein Start im kommenden Herbst plausibel, da Staffel 2 acht Monate nach Drehschluss veröffentlicht wurde. Netflix selbst nannte keinen Termin. Jenna Ortega spielt wieder Wednesday Addams; zur Besetzung gehören unter anderem Eva Green, Winona Ryder, Lena Headey, Catherine Zeta-Jones und Joanna Lumley. Die erste Staffel ist Netflix' meistgesehene englischsprachige Originalserie, Staffel 2 liegt auf Platz sechs der englischsprachigen Serienstaffeln.
Chase Infiniti spielt in Religions-Horror „Portrait of God“ – Sam Raimi und Jordan Peele produzieren
Chase Infiniti, die mit dem Oscar-Gewinner „One Battle After Another“ bekannt wurde, hat ihre nächste Filmrolle gefunden: Sie spielt die Hauptrolle im Horrorfilm „Portrait of God“ von Regisseur Dylan Clark, der das Drehbuch mit Joe Russo geschrieben hat. Clark hatte 2022 einen gleichnamigen Kurzfilm online gestellt, der Millionen Aufrufe erreichte. Handlungsdetails gibt es nicht; Quellen beschreiben den Film als neue Variante des religiösen Horrors. Das Projekt lag zunächst bei Universal, das es Anfang des Jahres fallen ließ; nun hat Lionsgate grünes Licht gegeben. Produziert wird von Sam Raimi (Ghost House Pictures) und Jordan Peele (Monkeypaw) – laut THR die erste Zusammenarbeit der beiden Horror-Größen. Clark gibt zuvor sein Spielfilmdebüt mit dem Neustart von „Blair Witch“ für Lionsgate und Blumhouse Atomic Monster.
Sport
Brock Purdy ist NFC-Offensivspieler des Monats September
49ers-Quarterback Brock Purdy ist von der NFL zum NFC Offensive Player of the Month für September gewählt worden. Purdy brachte bislang in dieser Saison 60 von 83 Pässen für 789 Yards an, warf neun Touchdowns und eine Interception. Mit neun Touchdown-Pässen führt er die Liga an, ebenso beim Quarterback-Rating; gesackt wurde er in dieser Saison noch kein einziges Mal. Während die 49ers im ersten Saisonmonat mit zahlreichen Verletzungen kämpfen, blieb Purdy gesund und ist ein Hauptgrund für den 3:0-Start. In Woche 2 war er bereits NFC-Offensivspieler der Woche, die Monatsauszeichnung erhält er zum ersten Mal.
Berlin Lokal
Ringbahn bis Montagfrüh zwischen Beusselstraße und Halensee gesperrt
Auf der westlichen Ringbahn fahren seit Mittwochabend, 22 Uhr, bis Montagfrüh keine S-Bahnen zwischen Beusselstraße und Halensee. Grund sind der Neubau der Westendbrücke und Vorbereitungen für die Wiederinbetriebnahme der Siemensbahn, wie ein S-Bahn-Sprecher rbb24 sagte. Betroffen sind die Linien S41, S42 und S46. Es gibt einen Ersatzverkehr, der allerdings nicht am Westkreuz hält. Wer zu den Stadtbahnlinien S3, S5, S7 und S9 umsteigen will, kann mit der Ringbahn bis Charlottenburg fahren, die dorthin umgeleitet wird. Zwischen Beusselstraße und Wedding sowie zwischen Bundesplatz und Halensee fahren die Ringbahnen in dieser Zeit nur alle zehn Minuten, die S15 zwischen Hauptbahnhof und Gesundbrunnen nur alle 20 Minuten. Für Autofahrer ändert sich ab Montag, 5. Oktober, die Verkehrsführung von der Avus auf die nördliche A100: Die bisherige Rampe auf den Messedamm wird gesperrt, stattdessen führt eine neue Abfahrt über die alte Jafféstraße in einer Schleife auf den Messedamm.
Verdi ruft Einzelhandel in Berlin und Brandenburg zu zweitägigem Streik auf
Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte im Einzelhandel in Berlin und Brandenburg für Donnerstag und Freitag zum Streik aufgerufen, um den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen zu erhöhen. Verdi fordert unter anderem, dass der Einstiegslohn ausnahmslos auf 14,90 Euro steigt. Vorbild soll Nordrhein-Westfalen sein, wo sich Verdi und Arbeitgeber bereits geeinigt haben: Dort gilt für die unteren Entgeltgruppen ein Mindeststundenlohn von 14,20 Euro ab August 2026 und 14,90 Euro ab Mai 2027. Der Handelsverband Deutschland hält die Forderungen für nicht finanzierbar und verweist auf gestiegene Energiekosten und Kaufzurückhaltung. Die nächste Verhandlungsrunde ist in einer Woche angesetzt; in Berlin und Brandenburg hatte Verdi in dieser Tarifrunde schon mehrfach zu Warnstreiks aufgerufen.
Das Sommerbad Kreuzberg, besser bekannt als Prinzenbad, bleibt bis zum 30. Oktober geöffnet. Wie die Berliner Bäderbetriebe ankündigten, ist das Terrassenbecken bis Monatsende montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr zugänglich; geschwommen wird draußen in einem unbeheizten 50-Meter-Becken. Das Strandbad Wannsee hat noch bis zum 4. Oktober geöffnet und bietet ab Freitag eine lange Saunanacht unter dem Motto „Feuer und Eis“ mit Fasssaunen am Strand. In allen anderen Berliner Frei- und Sommerbädern ist die Saison seit dem 15. September beendet, die Hallenbäder haben bereits geöffnet. Am Feiertag, Samstag, 3. Oktober, gelten in vielen Bädern andere Öffnungszeiten; in den Herbstferien vom 19. Oktober bis 1. November gibt es zusätzliche öffentliche Schwimmzeiten.
Neue Unterkunft für gut 900 Geflüchtete an der Hasenheide
In Kreuzberg eröffnet gegenüber dem Volkspark Hasenheide kommende Woche eine Unterkunft für bis zu 921 Asylbewerber und Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Untergebracht werden die Menschen in einem neunstöckigen, jahrelang leerstehenden Bürogebäude zwischen Südstern und Hermannplatz, in dem früher die Deutsche Rentenversicherung saß, für jeweils höchstens sechs Monate. Voraussichtlich am Montag sollen die ersten, zunächst rund ein Dutzend Menschen einziehen, sagte Fabian Bein vom Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten der dpa. Ein Caterer liefert Vollverpflegung, der Mietvertrag läuft zehn Jahre. Zu den Umbaukosten machte das Landesamt unter Verweis auf Geschäftsgeheimnisse keine Angaben. Derzeit sind in Berlin rund 34.600 Geflüchtete untergebracht, die häufigsten Herkunftsländer waren zuletzt Vietnam, Moldau, Afghanistan, die Türkei und Syrien. 2025 nahm Berlin 14.917 Menschen neu auf, rund 30 Prozent weniger als im Vorjahr.
Frau in Hohenschönhausener Park getötet: Knapp sieben Jahre Haft für 46-Jährigen
Das Landgericht Berlin hat einen 46-Jährigen am Mittwoch wegen Totschlags zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Er hatte in der Nacht zum 9. Februar 2026 in einer Grünanlage in Alt-Hohenschönhausen eine 40 Jahre alte Bekannte bei einem Streit mit Faustschlägen gegen Gesicht und Kopf getötet; die Frau erlitt unter anderem mehrere Gesichtsfrakturen und ein Schädel-Hirn-Trauma. Der Richter sprach von „überbordender Gewalt“; der Angeklagte war erheblich alkoholisiert, eine verminderte Steuerungsfähigkeit sei nicht auszuschließen. Beide stammen aus der Ukraine und hatten sich in einer Berliner Unterkunft kennengelernt. Der Mann setzte selbst den Notruf ab und wurde in der Nähe festgenommen. In der Untersuchungshaft erlitt er infolge eines unfreiwilligen Alkoholentzugs einen Krampfanfall mit Koma und bleibenden Folgen, was bei der Strafe berücksichtigt wurde. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre gefordert, die Verteidigung Freispruch. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Politik & Welt
ARD-DeutschlandTrend: Zufriedenheit mit Regierung und Kanzler auf historischem Tief
Nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin bleibt die Bundesregierung laut ARD-DeutschlandTrend von Infratest dimap in der Defensive: Nur jeweils zehn Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Koalition und mit den Leistungen des Bundeskanzlers zufrieden – beides historische Tiefstände. In der Sonntagsfrage kommt die Union auf 20 Prozent (minus 1 gegenüber September) und damit auf ihren Tiefstand von September 2021. Die SPD liegt unverändert bei 13 Prozent, die Grünen legen um einen Punkt auf 16 Prozent zu, die Linke verliert einen Punkt auf 11 Prozent. Stärkste Partei bleibt die AfD mit unverändert 27 Prozent; die FDP würde mit 4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Zwei Drittel der Befragten sorgen sich, dass die Menschen die Kontrolle über Künstliche Intelligenz verlieren könnten, ebenso viele um die Folgen der Politik von US-Präsident Trump für Deutschland. Nur jeder Sechste traut der Regierung zu, die Sozialsysteme zukunftssicher zu machen; drei Viertel sehen die geplanten Maßnahmen im Widerspruch zu früheren Entlastungsversprechen. Den beschlossenen dreimonatigen Tankrabatt bewerten die Bürger geteilt. Befragt wurden 1.303 Wahlberechtigte telefonisch und online.
Berlin: Linke, Grüne und SPD beenden erstes Vorgespräch ohne Ergebnis
Linke, Grüne und SPD in Berlin haben sich bei ihrem ersten Dreiertreffen nach der Abgeordnetenhauswahl noch nicht auf eine gemeinsame Linie zum Umgang mit Antisemitismus und organisierter Kriminalität verständigt. Nach dem rund fünfstündigen „vertraulichen Vorgespräch“ am Donnerstag im Haus der Statistik am Alexanderplatz betonten Vertreter aller drei Parteien den konstruktiven Austausch; am Wochenende wollen sie sich erneut treffen. SPD-Co-Fraktionschef Steffen Krach nannte das Gespräch „sehr intensiv“. Ziel des Formats sind verbindliche Verabredungen zu Antisemitismus, Rassismus und organisierter Kriminalität, die als Voraussetzung für Sondierungen gelten. Hintergrund sind Vorfälle bei der Linken, unter anderem die Anwesenheit eines Clan-Oberhaupts und eines umstrittenen propalästinensischen Aktivisten bei einer Neuköllner Wahlparty am 20. September. Die Linke war bei der Wahl mit 25,7 Prozent stärkste Kraft geworden und könnte mit Elif Eralp erstmals die Regierende Bürgermeisterin stellen. Der Linke-Bundestagsabgeordnete Ferat Kocak gab nach Kritik seinen Sitz im Innenausschuss des Bundestags auf.
Inflation steigt im September auf 3,3 Prozent – Energie 14,9 Prozent teurer
Die Inflationsrate in Deutschland liegt im September 2026 nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts bei 3,3 Prozent, nach 2,9 Prozent im August. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,6 Prozent. Treiber ist vor allem Energie: Sie verteuerte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14,9 Prozent, nach 10,5 Prozent im August und 8,3 Prozent im Juli. Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie beträgt voraussichtlich 2,4 Prozent. Auch der für die europäische Geldpolitik maßgebliche Harmonisierte Verbraucherpreisindex liegt bei 3,3 Prozent. Die endgültigen Ergebnisse will Destatis am 13. Oktober veröffentlichen.
Freizeitparks
Walt Disney World testet KI-gestützte Urlaubsplanung
Walt Disney World hat am 30. September mit einem öffentlichen Betatest seiner neuen KI-gestützten Urlaubsplanung auf DisneyWorld.com begonnen. Eine kleine, zufällig ausgewählte Gruppe von Besuchern aus den USA und Kanada sieht auf der Startseite einen neuen Reiter „Guided Search – BETA“, für den eine Anmeldung mit dem My-Disney-Experience-Konto nötig ist. Disney will vor einer breiteren Einführung Rückmeldungen sammeln; entwickelt wurde das Werkzeug mit Google Cloud und Googles KI-Tools. Nutzer können statt fester Daten auch einen Monat oder eine Jahreszeit wählen und ihre Reise anschließend in freiem Text beschreiben. In Disneys Vorführung schlug das System auf die Beschreibung eines Erstbesuchs zum siebten Geburtstag eines Lion-King-begeisterten Kindes das Art of Animation Resort mit seinen Lion-King-Familiensuiten, Skyliner-Anbindung und dem größten Hotelpool der Anlage vor. Das Freitextfeld ist optional; auch ohne liefert die Suche flexible Termine mit automatisch angewandten günstigsten Preisen. Es ist der erste für Gäste sichtbare Teil der im Juni vorgestellten Neugestaltung der Planungswebsite.
Magic Kingdom: Riesiger Turmkran für Piston Peak National Park in Betrieb
Auf der Baustelle des neuen Themenbereichs Piston Peak National Park im Magic Kingdom ist der große Turmkran erstmals in Betrieb gesehen worden. Am 1. Oktober saß gegen 9 Uhr ein Kranführer in der Kabine und schwenkte den Ausleger über das Gelände; gehoben wurde laut BlogMickey noch nichts. Der Kran soll beim Bau der Showgebäude und der Thematisierung für die beiden geplanten „Cars“-Attraktionen Cars Ridge Run Rally und Miss Fritter's Daredevil Spin Along helfen. Sein Ausleger reicht bis über den früheren Anleger der Liberty-Square-Riverboats und scheint teilweise über den Gästeweg davor zu ragen; zu sehen ist der Kran auch von Adventureland, Frontierland, Fantasyland und vom Contemporary Resort aus. Der Aufbau hatte im Juli begonnen. Laut im Februar eingereichten Unterlagen sollen die Infrastrukturarbeiten für Piston Peak National Park und Villains Land bis 2028 abgeschlossen sein.
Diamond Horseshoe Lounge: Preise veröffentlicht, Eröffnungstag binnen einer Stunde ausgebucht
Disney hat die Preise für die Diamond Horseshoe Lounge veröffentlicht, ein zeitlich begrenztes Pop-up im Magic Kingdom, das am 4. Oktober eröffnet. Kleine Gerichte kosten zwischen 12 und 22 Dollar, Cocktails 17 bis 19 Dollar und die vier alkoholfreien Spezialgetränke 6,29 bis 6,99 Dollar. Teuerster Snack ist ein Charcuterie-Brett für 22 Dollar; Wein gibt es für 14 bis 19 Dollar, Fassbier für 10,25 bis 12,50 Dollar. Die Reservierungen waren am Vorabend freigeschaltet worden; der Eröffnungstag war nach Angaben von BlogMickey innerhalb einer Stunde ausgebucht. Die Lounge ersetzt die Sommer-Aktion Jessie's Roundup in den Räumen des Diamond Horseshoe und setzt auf Teilgerichte.
Disneyland: Bauwände um zwei weitere Kassenhäuschen auf der Esplanade
Im Disneyland Resort in Anaheim sind Bauwände um zwei weitere Kassenhäuschen auf der Esplanade aufgestellt worden. Die Häuschen in der südöstlichen Ecke sollen abgerissen werden; danach bleiben nur noch zwei Kassen am nordwestlichen Ende der Esplanade. Hintergrund ist das Projekt für einen neuen östlichen Zugang: Jenseits des Harbor Boulevard entsteht ein neuer Park- und Verkehrsknoten, von dem aus eine Brücke direkt ins Resort führen soll. Die Sicherheitskontrollen werden im Zuge der Arbeiten verlegt und sollen künftig im neuen Parkhaus und am Zugang vom Harbor Boulevard liegen. Das Vorhaben ist Teil des Ausbauprogramms DisneylandForward.